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Vörpommerns next Plattdütsch-Lüchten

Grimmen Vörpommerns next Plattdütsch-Lüchten

Petra Schwaan-Nandke sucht drei- bis siebenjährige Kinder, die die plattdeutsche Sprache erlernen möchten

Grimmen. Was Dieter Bohlen und Heidi Klum können, das kann Plattschnackerin Petra Schwaan-Nandke schon längst. Zwar sucht die Wilmshagenerin weder Deutschlands Superstar noch Germanys Topmodel, dafür aber Vörpommerns next Plattdütsch-Lüchten, kurz und knackig VNPL.

Das Casting steigt am kommenden Dienstag in der Grimmener Musikschule. Aber keine Angst: Die potenziellen Kandidaten müssen weder übermäßig gut singen können wie bei DSDS noch Modelmaße wie bei GNT mitbringen. Eigentlich brauchen sie nur eine Sache: Freude am Platt schnacken. Oder am Platt schnacken lernen. Und — ganz wichtig — die Kandidaten müssen zwischen drei und sieben Jahren alt sein.

„Ich suche hemmungslose Kinder, kleine Raufbolde, die über Tisch und Bänke toben“, sagt Petra Schwaan-Nandke. Das meint die Plattschnackerin aus Wilmshagen, ganz ernst. Denn nur mit Kindern, die Spaß

daran haben, auf einer Bühne zu stehen und keine Scheu vor großen Menschenmengen haben, kann man, davon ist sie überzeugt, wirklich Theater machen.

Und genau darum geht es ihr. Kinder an die plattdeutsche Sprache heranzuführen und sie zu animieren, ihr Können auf einer Bühne vor Publikum unter Beweis zu stellen. Wichtig dabei ist, dass die Kinder einfach nur Spaß an der Sache haben und dass ihnen vor allem das Platt schnacken oder lernen Freude bereitet.

Einen ersten großen Auftritt hat sie für die Kinnings bereits ins Auge gefasst. Im Moment habe sie im Rahmen der initiative „Plattdeutsch in den Kirchen“ das Projekt „Utrümen mit mienem Globen“ am Wickel. Dabei sollen Pfarrer und Pastoren befähigt werden, Gottesdienste auch auf Plattdeutsch abhalten zu können. „Im Rahmen dieses Projektes sollen die Kinder im Mai kommenden Jahres zeigen dürfen, was sie bis dahin schon gelernt haben“, so Schwaan-Nandke.

Glauben und Religion stünden dabei jedoch nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die plattdeutsche Sprache. Und wenn die Kinder dort auftreten, da ist sich die Wilmshagenerin hundertprozentig sicher, können sie sich der ungeteilten Aufmerksamkeit des Publikums sicher sein. „Ich habe nichts gegen Volksfeste, aber treten Kinder dort auf, schaut und hört doch keiner wirklich zu“, weiß sie aus eigener Erfahrung. Auf einer Bühne in einem Theater oder eben einer Kirche ohne weitere Aktionen drumherum, ist den Darstellern die Gunst der Zuschauer sicher. Die Kirche ist in diesem Fall nicht als Institution sondern vielmehr als ein Veranstaltungsort zu sehen, an dem den jungen Darstellern eine Plattform geboten wird, ihr Gelerntes zu präsentieren. Sie selbst sei fünf Jahre alt gewesen, als sie ihren Eltern im Brustton der Überzeugung erklärte, Schauspielerin werden zu wollen. So etwas erwarte sie von den Kindern, die hoffentlich zahlreich am Dienstag zu VNPL erscheinen werden, nicht. Aber Spaß am Spielen sollten sie auf jeden Fall mitbringen. Laut sollen sie sein, ungestüm. Im positiven Sinne. Eben richtige kleine Wirbelwinde. „Aber“, so schiebt Petra Schwaan-Nandke nach, „bei aller Quirligkeit müssen sie auch Disziplin und Aufmerksamkeit mitbringen.“ Es gehe ihr hierbei nicht um das Artigsein sonder darum, dass die Lütten das Plattdeutsche auch wirklich sprechen wollen und auch schon mal kleine Texte auswendig lernten. Doch das, so glaubt sie fest, komme von ganz allein, wenn man nur genügend Spaß und Lust und Laune mitbringe.

Das erste Treffen von Vörpommerns next Plattdütsch-Lüchten findet am 10. Mai um 18 Uhr in der Musikschule Grimmen statt.

Plattschnacker gesucht

VNPL — hinter der Abkürzung verbergen sich „Vörpommerns next Plattdütsch-Lüchten“ (Vorpommern nächste Plattdeutsch-Stars).

Drei- bis siebenjährige Mädchen und Jungen, die das Plattdeutsche erlernen möchten, werden für diese Aktion gesucht.

Unter Anleitung der Wilmshagenerin Petra Schwaan-Nandke werden die Kinnings in die traditionelle Sprache eingeweiht.

Vorstellen können sich die Lütten mit ihren Eltern am 10. Mai um 18 Uhr in der Kreismusikschule in Grimmen in der Stralsunder Straße.

Von Claudia Noatnick

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