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Grimmen Vogelpark Marlow mit zweitbester Saison
Vorpommern Grimmen Vogelpark Marlow mit zweitbester Saison
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00:01 03.11.2016
Ein großer Wasserspielplatz entsteht derzeit auf dem Gelände des Marlower Vogelparkes, gestaltet von Mitarbeitern der Firma Bergmann aus dem sächsischen Zentendorf. Quelle: Peter Schlag

Marlow Die Saison im Vogelpark neigt sich dem Ende zu. Im OZ-Gespräch zog Geschäftsführer Matthias Haase (57) ein erstes Fazit.

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247 000 Gäste besuchten bis Ende Oktober in diesem Jahr die Einrichtung / Großer Wasserspielplatz wird gebaut

1400 Tiere

1994 wurde der Vogelpark Marlow eröffnet. Er umfasst eine Fläche von rund 22 Hektar.

1400 Tiere leben im Vogelpark. Die Bandbreite reicht von den Sittichen über die Schneeeule bis zu Schreiadler, Humboldtpinguinen und Pelikanen.

8 Tage gab es in dieser Saison, an denen jeweils mehr als 3000 Besucher in den Park kamen.

Wie lässt sich die Saison 2016 zusammenfassen?

Matthias Haase: Wir können zufrieden sein. Von den Besucherzahlen her ist es das zweiterfolgreichste Jahr für uns, nach 2014. Bisher kamen in diesem Jahr rund 247 000 Besucher in den Vogelpark.

Begonnen hatte die Saison eher verhalten. Der Sommer war dagegen super. Die Monate Juli, August und September waren die jeweils besten seit Bestehen unserer Einrichtung.

Woher kommen die Vogelpark- Gäste?

Haase: 40 Prozent der Besucher kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Besonders treu, was die anderen Bundesländer betrifft, sind die Sachsen. Ich denke, da spielt auch ein wenig Tradition mit.

Viele Ältere sind früher schon als Kinder an die Ostsee gefahren.

Die gestiegenen Besucherzahlen sorgen für Arbeitsplätze. Wie viele Menschen sind in der Saison im Vogelpark in Lohn und Brot?

Haase: In der Hauptsaison sind es, die Gastronomie eingerechnet, mehr als 80 Mitarbeiter, die hier ihr Geld verdienen.

Besucher haben die Möglichkeit, Anregungen und Tipps zu geben. Was wird auf den Zetteln angesprochen?

Haase: Das ist ganz unterschiedlich. Mal ist es der Hinweis, wo eine weitere Bank aufgestellt werden sollte. Hinweise dieses Jahr betrafen den Wunsch, im Vogelpark eine weitere gastronomische Einrichtung zu haben, mit Regenschutz.

Lässt sich das machen?

Haase: Ja, das ist ein Schwerpunkt in Vorbereitung auf die Saison 2017.

Worum geht's noch auf den Resonanz-Zetteln?

Haase: Angesprochen wurde auch, dass die Aras mehr Platz bekommen sollten. Dadurch, dass wir dieses Jahr zum dritten Mal die Wellensittichvolieren vergrößert haben, ist ein gewisser Kontrast entstanden. Eine neue Anlage für die Aras zu bauen, ist auch eines unserer Schwerpunkt-Projekte für die nächsten Jahre. Sie wird groß in der Fläche sein, aber auch groß im Preis. Deshalb geht das auch nicht so schnell. Wir sparen darauf hin.

Im Vogelpark kann man auch übernachten. Wie werden die drei Baumhäuser und die Kea-Schlafhöhle angenommen?

Haase: Sehr gut. Die Kea-Höhle ist dieses Jahr ein neues Angebot gewesen. Entstanden ist auch das aus einem Hinweis heraus. Besucher schrieben, dass eine Übernachtungsmöglichkeit für zwei Personen angeboten werden sollte. Die haben wir direkt neben der Kea-Voliere geschaffen. Das hat super funktioniert. Insgesamt hatten wir bei Baumhäusern und Kea-Höhle pro angebotener Schlafmöglichkeit dieses Jahr rund 100 Übernachtungen. Für den Sommer 2017 gibt es auch schon großes Interesse.

Nach der Saison ist vor der Saison. Welche Arbeiten erfolgen in den nächsten Monaten?

Haase: In diesem Jahr haben wir ja mit dem neuen Spielplatz neben der Lori-Bar den ersten Bauabschnitt eines über Leader geförderten Projektes eingeweiht. Insgesamt geht es dabei um noch mehr Familienfreundlichkeit und weitere Spielplätze. Für den Saisonstart 2017 wollen wir den zweiten Bauabschnitt übergeben.

Was entsteht dabei?

Haase: Ein großer Wasserspielplatz. Er befindet sich zwischen der Präriehunde-Anlage und dem Baumpfad. Die Spielgeräte werden von einer Firma aufgebaut, das Drumherum, etwa die landschaftliche Gestaltung, machen wir mit eigenen Kräften. Neben dem Wasserspielplatz entsteht auch ein Spielplatz für die ganz Kleinen. Auch das war ein Wunsch von Besuchern, wir sollten speziell etwas für Kinder im Krippenalter anbieten.

Um welche Arbeiten geht es noch im Winter?

Haase: Wir stellen gerade das Emu-Haus fertig, für die vier Emus hatten wir dieses Jahr ja eine Anlage gebaut. Was nach und nach vorangetrieben wird, ist außerdem der Bau unserer Artenschutz-Voliere. Hier wollen wir den Besuchern Tierarten näher bringen, die akut vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehört zum Beispiel der Edwards-Fasan, die Sokoro-Taube oder die Malaien-Ente.

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