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Vom Schullandheim zum Abenteuerland

Bremerhagen Vom Schullandheim zum Abenteuerland

Junger Verein will die traditionsreiche Einrichtung in Bremerhagen erhalten und modernisieren.

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Ich habe in meiner Kindheit und Jugend selbst sehr viel Zeit in diesem Schullandheim verbracht.“Oliver Blahr (32), Vereinsvorsitzender des Schullandheim Abenteuerland Bremerhagen

Bremerhagen. „Das Schullandheim muss erhalten bleiben. Es würde etwas fehlen in der Region“, sagt Oliver Blahr (32), Vereinsvorsitzender des Schullandheim Abenteuerland Bremerhagen. Der Verein bekam im Dezember 2012 den Zuschlag für den Kauf des Objektes vom Landkreis Vorpommern-Rügen.

Oliver Blahr verbrachte Kindheit und Jugend in Bremerhagen. Als er acht Jahre alt war, zog er mit seiner Familie dorthin. „Die Dorfjugend war immer dort“, erinnert er sich. Er selbst hat als Jugendgruppenleiter dort Ferienfreizeiten mitgestaltet und war als Betreuer tätig. Als es im August vergangenen Jahres hieß, dass das Schullandheim verkauft werden soll, saß er tage- und wochenlang mit seinem Mann Tristan Schekat-Blahr und dem guten Freund Sebastian Schütz zusammen und überlegte, wie es gerettet werden kann.

Mit vier weiteren Enthusiasten gründeten sie am 31. Oktober 2012 den Verein Schullandheim Abenteuerland Bremerhagen. „Unser Ziel ist es, das Schullandheim als solches zu erhalten, zu renovieren und zu modernisieren“, informiert der Vereinsvorsitzende. Um das zu ermöglichen, arbeitet der Verein eng mit dem Landesverband der Schullandheime zusammen. „Es soll eine Kinder- und Jugendbildungseinrichtung mit den Schwerpunktthemen Natur, Umwelt und Abenteuer werden“, erläutert Oliver Blahr die Ziele des Vereins. Rund anderthalb Hektar in idyllischer Lage, bebaut mit vier Holzblockhäusern als Schlafunterkunft, einem Speisesaal mit Küche sowie einem Haupthaus mit Schulungsraum, seien nahezu perfekt für die Umsetzung. „Wir sind auch schon im Gespräch mit der Landesforst und würden mit ihr gern eine Kooperation eingehen“, informiert Oliver Blahr. Denn mit dem Naturlehrpfad, der Imkerei und der Hubertus-Hütte im Forst von Bremerhagen ließen sich in Zusammenarbeit Projekte planen und umsetzen, die wichtiger Inhalt ihrer Arbeit sein sollen.

Darüber hinaus möchte der Verein mit dem Schullandheim eine regionale Begegnungsstätte schaffen, wo sich Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Behinderung treffen können. „Auch hier sind wir im Gespräch, vor allem mit anderen Vereinen wie der Volkssolidarität und der Greifswalder Sportgemeinschaft“, erzählt der 32-Jährige. Verschiedene Schulen hätten bereits ihr Interesse an Projekten im Schullandheim Bremerhagen bekundet.

In den vergangenen Jahrzehnten verbrachten unzählige Kinder und Jugendliche Ferientage in Bremerhagen, erlebten lehr- und abenteuerreiche Klassenfahrten auf dem Gelände. Früher befand sich auf dem Gelände die Landschule. Ab 1978 wurde es als Touristenstation genutzt. Es wurden Planwagen als Übernachtungsmöglichkeit angeboten, später Blockhäuser errichtet. Die Umbenennung zum Schullandheim erfolgte 1991.

Zu erreichen ist der Verein unter ☎ 0172 / 5746454 oder per Email: Abenteuerland-Bremerhagen@t-online.de

Anja Bruder

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