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Grimmen Von Krabbeltieren und Spuren im Wald
Vorpommern Grimmen Von Krabbeltieren und Spuren im Wald
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00:00 14.07.2016
Kalle hat einen Grashüpfer gefunden.

„Wir haben schönes Wetter. Das passt gut, denn wir wollen heute mit euch Spaß haben und auch was lernen“, begrüßt Klaus Vorpahl die Mädchen und Jungen der Grundschule und die zukünftigen Abc-Schützen aus Horst und Klein Miltzow. Der Revierförster hat sich mit Matthias Sandmann, Hubert Schuck, Hendrik Wojtek und Christian Schulz Unterstützung für den „Tag des Waldes“ geholt. Die mitgebrachten Jagdhunde sind gleich mit Betreten des Schulhofes die Lieblinge der Kinder und werden mit Streicheleinheiten verwöhnt.

Forstleute lassen Kinder die Natur hautnah erleben

Erzieherin Katrin Blahr ist mit 13 Kita-Kindern aus Horst dabei. Die Klein Miltzower sind mit sechs Kindern angereist. „Ich war noch nie im Wald“, erzählt die kleine Laura und hofft, dass sie einen Bären sieht. „Aber die gibt es doch gar nicht bei uns, höchstens ein Reh“, weiß dagegen Ria aus der ersten Klasse. Auf dem Weg ins Revier „Wendorfer Holz“ gibt es in Begleitung der Förster viel zu entdecken. Der erste Stopp ist an der Rienegrabenbrücke. Revierförster Hendrik Wojtek begleitet die Viertklässler und weiß jede Menge über Käfer, Libellen und Tierspuren.

Ein Goldläufer hat die Aufmerksamkeit der kleinen Naturforscher auf sich gezogen. „Der ist so süß, der hält sich richtig fest“, ist Sanija fasziniert von dem gestreiften Käfer auf ihrem Unterarm.

Wojtek erklärt, das der räuberische Käfer unter Naturschutz steht. Und dann entdeckt der erfahrene Förster selbst eine ihm unbekannte Hummelart, die in Erdlöchern im sandigen Boden am Wegrand lebt.

Heidemarie Lindemann ist froh über die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Forstamt Poggendorf. „Die Kinder erleben Unterricht zum Anfassen. Das Interesse und die Begeisterung sind da. Es ist schön zu sehen, wie die Förster individuell auf die Kinder eingehen“, lobt die Schulleiterin.

Erstmalig ist Christian Schulz dabei. Er arbeitet in der Forstverwaltung und qualifiziert sich gerade zum Waldpädagogen. Seinen Foxterrier Anna durften die Kinder abwechselnd an der Leine führen.

Amalia und Luise hatten besonders viel Freude mit dem freundlichen Vierbeiner. Dass Schulz den sprichwörtlichen guten Draht zu Kindern hat, zeigt sich an vielen praktischen Beispielen. Etwa: Wie erklärt man, was ein Raummeter ist? Die Kinder sollen sich dafür mit ausgestreckten Armen zum Quadrat stellen. „Nun müsst ihr euch das auch noch bis zu eurer Schulterhöhe vorstellen. So groß ist ein Raummeter Holz“, erklärt er am Holzpolter stehend. „Und was wird alles aus Holz gemacht?“, fragt Schulz. Das wissen die Lütten aus der zweiten Klasse. Für Schulhefte, Möbel, zum Häuserbau und für den Kamin wird der natürliche Rohstoff genutzt. Viel zu schnell war der besondere Tag im Wald rum, der mit einer Bratwurst vom Grill an der Kieskuhle in Wendorf endete.

Roswitha Pendzinsky

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