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Grimmen Vor 64 Jahren im Ort geboren
Vorpommern Grimmen Vor 64 Jahren im Ort geboren
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03:56 16.03.2013
Gerhard Melahn (64) lebt seit seiner Geburt in Behnkendorf und war lange Jahre als Wehrführer tätig.

Gerhard Melahn ist ein echter Behnkendorfer. „Mein Bruder und ich sind die letzten, die in Behnkendorf geboren sind", erzählt der 64-Jährige.

Er kann sich noch gut an ein intaktes Dorfleben erinnern. „Wir hatten sogar eine Schule. Da gingen die Kinder von Klein Behnkenhagen und Behnkendorf hin. Und die war voll, so viele Kinder gab es", erzählt er. Auch er selbst lernte dort lesen, schreiben und rechnen. Danach besuchte er die Schulen in Ahrendsee und Brandshagen, bevor er den Beruf des Schlossers erlernte und später in Reinkenhagen und die letzten Jahre in der LPG im eigenen Dorf arbeitete. Der Schulbetrieb in Behnkendorf ging bis Anfang der 60er Jahre. Danach befand sich eine Arztpraxis in dem Gebäude. Heute ist aus der Schule ein Wohnhaus geworden. Und auch die einst existierende Gaststätte ist zu Wohnraum umgestaltet worden. „Dort trafen sich die Einwohner gerne auf ein Bier, es wurden Hochzeiten und Erntefeste gefeiert“, erzählt der Alteingesessene. Die selbe Umnutzung erfährt gegenwärtig auch der ehemalige „Konsum". Früher gab es auch eine Stellmacherei und eine Schmiede. Von den großen Bauernhöfen gibt es nur noch einen.

Gerhard Melahn, der inzwischen allein in dem Haus, das er 1973 für die Familie gebaut hat, lebt, bedauert es sehr, dass die freiwillige Feuerwehr einfach abgewickelt wurde und die Kameraden in die Umstrukturierung nicht mit einbezogen wurden. „Das Gerätehaus ist noch relativ neu und viele Kameraden haben den Bau mit Eigeninitiative unterstützt." Der jahrelange Wehrführer erinnert sich an viele Einsätze, Ausbildungen und Übungen und bedauert das derzeit negative Image der Sundhagener Wehr. Im Alltag erfreut sich das Behnkendorfer Urgestein an seinem Federvieh und dem Mischlingshund Rex, mit dem er jeden Nachmittag ausgiebige Spaziergänge unternimmt.

„Viele kommen von der Arbeit und machen die Tür hinter sich zu. Man könnte denken, hier wohnt keiner mehr", sagt Melahn. Das sei jedenfalls der gegenwärtige Eindruck vom einst so aktiven Dorfleben.

Roswitha Pendzinsky

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Behnkendorf wird zusammen mit Ahrendsee am 8. März 1304 erstmals in einer Kaufurkunde urkundlich erwähnt.1323 gehörte Behnkendorf dem Hospital St.

16.03.2013

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OZ

16.03.2013
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