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Grimmen Vorpommern-Rügen bekommt 772 000 Euro als Ausgleich für bayrische Herdprämie
Vorpommern Grimmen Vorpommern-Rügen bekommt 772 000 Euro als Ausgleich für bayrische Herdprämie
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13:37 15.04.2019
Die sogenannte Herdprämie wird jetzt unter anderen an Kitas verteilt. Quelle: dpa/Jens Büttner
Grimmen

Über eine zusätzliche Finanzspritze von rund 772 000 Euro kann sich Vorpommern-Rügen freuen. Das Geld stammt aus dem Betreuungsfonds, auch Herdprämie genannt. Und weil in Mecklenburg-Vorpommern nur wenige Eltern von diesem Angebot Gebrauch machen, gibt das Land die Mittel frei und überweist jedem Kreis seinen Anteil, ausgerechnet nach der Anzahl der Kinder von 0 bis 10 Jahren.

Die Hälfte geht an die Wohnsitzgemeinden

Mit 386 000 Euro steht die Hälfte der Summe den Wohnsitzkommunen zu, weil sie die Kita-Plätze mitfinanzieren. „Wie auch im letzten Jahr geben wir das Geld vom Land direkt an die Städte und Gemeinden weiter. Die Zuwendungsbescheide sind raus“, sagt Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises. Die Kommunen entscheiden dann selbst, was sie mit dem Geld machen.

„Als Stadt Grimmen erhalten wir so rund 15000 Euro“, sagt Uta Zoth, im Sozialamt der Stadtverwaltung verantwortlich für Kitas & Co. Etwa 700 Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten und bei Tagesmuttis betrifft das, erklärt sie. Im Vorjahr sei dieses Geld entsprechend der Kinderzahl an diese Einrichtungen weitergeleitet worden. Das könnte sich Uta Zoth auch jetzt vorstellen, eine Entscheidung dazu gibt es aber noch nicht.

Der Amtsbereich des Amtes Miltzow erhält aus dem Betreuungsfonds Zuweisungen in Höhe von 13559 Euro für 631 Kinder, informiert die Amtskämmerin Anne-Kathrin Winkler. Dabei stehen der Gemeinde Sundhagen 9705 Euro für 466 Kinder, der Gemeinde Elmenhorst 1374 Euro bei 66 Kindern und der Gemeinde Wittenhagen mit 119 Kindern insgesamt 2478 Euro zu. Die Gemeinde Wittenhagen beispielsweise möchte von den Mitteln für das Sportgelände in Abtshagen Garderobenbänke beschaffen. Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger verplant das Geld im gemeindlichen Zuschuss für den Erweiterungsneubau der Kita „Wirbelwind“ in Reinberg.

Jugendamt gibt Anteil direkt an Kitas weiter

Über die zweite Hälfte von rund 375 000 Euro aus dem Topf des einst von der CSU durchgesetzten Betreuungsgeldes kann das Jugendamt selbst entscheiden. „Wir bleiben bei unserer Vergabe-Strategie und geben das Geld an Kitas und in die Tagespflege weiter“, sagte Falk Ellwitz, Leiter des Fachdienstes Sozialpädagogischer Dienst, im letzten Jugendhilfeausschuss des Kreistages. Das heißt: Pro Kind im Alter bis zu zehn Jahren werden 20 Euro überwiesen – auf Basis der belegten Plätze am Stichtag 1. März 2018. Das sind zehn Euro weniger als im Vorjahr. Da hatte der Kreis vom Land noch insgesamt 1,5 Millionen bekommen und konnte selbst über 750 000 Euro verfügen. 2017 gab es für jedes Kind einen Zuschuss von 28 Euro.

Nutznießer dieser finanziellen Unterstützung sind die 167 Kindertagesstätten und 134 Tagespflegepersonen in Vorpommern-Rügen. Sie können das Geld für die Verbesserung der Kinder-Betreuung einsetzen. In Kita und Tagespflege profitieren davon rund 14 515 Mädchen und Jungen in unserem Kreis. „Wir werden wahrscheinlich dafür Spielzeug für den Außenbereich unserer Kita anschaffen“, sagt Franzi Nickel, Leiterin des Naturkindergartens in Sievertshagen, der zum Grimmener Jugendfreizeitverein gehört. Vielleicht auch etwas für die Gruppe, die regelmäßig einen Tag im nahen Wald verbringt, ist eine weitere Variante, die je 20 Euro für die etwa 30 Kinder einzusetzen.

Das Kreisdiakonische Werk hat für 622 Kinder in sechs Einrichtungen in ganz Vorpommern-Rügen insgesamt 12 440 Euro bekommen. „Die Leiterinnen und Teams werden in den einzelnen Kitas das Geld für Ausstattung in den Kita-Räumen, Verschönerungen im Haus und für die Gestaltung des Außengeländes ausgeben“, sagt Kita-Bereichsleiterin Karin Felgenhauer auf OZ-Anfrage.

Zusätzliche Angebote finanzierbar

Da nicht nur das Geld vom Kreis, sondern in den meisten Fällen auch die Mittel der Wohnsitzgemeinde direkt in der Kinderbetreuung von Kita und Tagespflege landen, erwartet diejenigen, die die Lütten umsorgen, eine lukrative Finanzspritze. Und mit der sind dann mal Dinge möglich, die man sich sonst nicht leisten könnte – zum Beispiel ein kreatives Projekt bei einem Künstler, ein Trommelkurs, die Lernwerkstatt oder ein Experimentier-Zimmer. Andere buchen einen Schwimmkurs für die Vorschulkinder.

Bleibt nach bisherigen Planungen beim Kreis ein Rest, denn für die 14515 Kinder im Alter von 0 bis 10 sind im Moment 290 000 Euro veranschlagt. Mit den verbleibenden etwa 95 000 Euro will das Jugendamt die Mehrausgaben für übernommene Kita-Elternbeiträge und Verpflegungskosten bei Kindern mit Migrationshintergrund abfedern.

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