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Grimmen Vorpommern setzt auf Elektro-Schiffe
Vorpommern Grimmen Vorpommern setzt auf Elektro-Schiffe
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07:42 13.06.2017
Dieses Elektro-Solarboot wurde bei Ostseestaal gebaut. Die Weiße Flotte setzt es in der Autostadt Wolfsburg ein. Quelle: Foto: Ostseestaal
Stralsund

/Greifswald. Vorpommern will die Elektro-Mobilität auf dem Wasser stärker als bisher fördern. Jetzt fiel der Startschuss für ein entsprechendes EU-Projekt, mit dem die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Schiffen und Booten mit Elektroantrieb (Elmar) gefördert werden soll. Ziel ist es, Unternehmen aus dem Schiffs- und dem Bootsbau bei Anwendung neuer Technologien zu helfen, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG), die in Deutschland federführend an der Umsetzung beteiligt ist. Weitere Partner sind unter anderem die Hochschule Stralsund, der Marina-Verbund Ostsee und die IHK Neubrandenburg. Darüber hinaus beteiligen sich polnische, litauische, schwedische und dänische Partner.

Elmar bietet nach Angaben der WFG zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen. Dazu zählen die Bestandsaufnahme potenzieller Anbieter sowie Lieferanten- und Vertriebsketten von Bootsbau- und Schiffbauunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit Interesse an Elektro-Mobilität. Hinzu kommen eine Marktpotenzial- und Zielgruppenanalyse, Unternehmerreisen nach Süddeutschland und Österreich sowie Schweden und Norwegen und eine mögliche Teilnahme an Bootsbau-Workshops zum Bau von Demo-Booten in Litauen und Polen.

Außerdem werden Fachkonferenzen, Seminare und Unternehmerforen für Boots- und Schiffbauunternehmen mit potenziellen Herstellern und Lieferanten organisiert. Die Hochschule Stralsund bietet Trainingskurse zu Antriebs-Technologien an. Darüber hinaus wird ein Online-Portal zur Präsentation der Netzwerk-Unternehmen aufgebaut. Hinzu kommen Veranstaltungen für öffentliche Entscheidungsträger, Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr, Schifffahrtsgesellschaften und andere gewerbliche Nutzer zur Präsentation von Elektrobooten. Auch ein Branchenverzeichnis der marinen Elektromobilität und eine Imagebroschüre für die maritime Wirtschaft Vorpommerns sollen erscheinen. Mit ihrer Teilnahme an EU-Förderprojekten will die WFG Vorpommern zusätzliche finanzielle Mittel erschließen und Vorhaben der Regional- und Wirtschaftsentwicklung ermöglichen. Dabei arbeitet sie eng mit interessierten Betrieben der Region zusammen.

Mit der Greifswalder Hanse Yachts AG, der Ostseestaal GmbH und der Weißen Flotte aus Stralsund zeigten sich bereits im vergangenen Jahr mehrere Unternehmen im Rahmen der Vorbereitungsphase sehr am Thema interessiert. Die Vertreter sind sich einig, dass Elmar die Chance bietet, eine größere Initiative wachsen zu lassen und ein Netzwerk aufzubauen, das einerseits dem Erfahrungsaustausch dient und andererseits die Interessen der maritimen Wirtschaft im Bereich Elektro-Mobilität vertritt.

Vor allem Ostseestaal und die Weiße Flotte haben bereits viele praktische Erfahrungen mit der Elektro-Mobilität auf dem Wasser. Das Metallbauunternehmen aus der Hansestadt baute den in vergangenen Jahren mehrere Boote mit Elektroantrieb, die von der Stralsunder Reederei zum Beispiel als Fähren im öffentlichen Personennahverkehr auf Berliner Gewässern sowie zu Besichtigungstouren in der Autostadt in Wolfsburg eingesetzt werden.

Das Projekt, das über das Interreg South Baltic Programm aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert wird, ist für weitere regionale Unternehmen offen. Hinweise, Vorschläge und Empfehlungen werden unter kuba@invest-in-vorpommern.de oder ☎ 03834/ 550 606 entgegengenommen.

Ansprechpartner für Firmen

Die Wirtschaftsfördergesellschaft mit Sitz in Greifswald sieht sich als Ansprechpartner für Unternehmen, die sich am Standort Vorpommern engagieren wollen oder betreits hier tätig sin.

Sie unterstützt als zentraler Ansprechpartner mit umfassenden Informationen, wenn es um Ansiedlungs- und Investitionsfragen geht – kostenfrei.

Gesellschafter sind die Sparkasse Vorpommern, die Hansestädte Greifswald und Stralsund sowie die Landkreise Vorpommern Greifswald und Vorpommern-Rügen.

jpw

Ulrike Böttcher führt einen landwirtschaft- lichen Betrieb auf Rügen. Über 20 Jahre lang hat sie ihre Futterwiesen ausschließlich ohne Dünger und Unkrautvernichter bewirtschaftet. Dies habe den Kühen geschadet, sagt sie.

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