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Grimmen Warum sind US-Serien im TV so beliebt?
Vorpommern Grimmen Warum sind US-Serien im TV so beliebt?
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00:00 24.03.2017
Deutsche Serien im TV gehen gar nicht - oder? Warum sind vor allem die US-amerikanischen Shows so erfolgreich? Quelle: Foto: Claudia Noatnick

Jeder tut es und jeder mag es, immer mehr mögen es, wenn auch nicht immer genug Zeit dafür bleibt: das Fernsehen. Ob man sich nun an den dummen Entscheidungen und dem lustigen Handeln anderer ergötzt oder sich in eine echte Story vertieft.

Die Ozelot-Lokalreporter haben sich nun eine Frage gestellt: Woran liegt es, dass fast alle Serien in den USA produziert werden und deutsch synchronisiert bei uns im Fernsehen oder auf anderen Medien zu sehen sind? Liegt es daran, dass die Amerikaner es einfach draufhaben und die besten sind, oder hat das andere Gründe?

„Ich glaube, die deutschen Regisseure sind nicht gut genug für solche Serien und wissen nicht, was unser Publikum will“, meint Ann Carolin Krause. Die 16-Jährige schaut fast ausschließlich amerikanische Serien und sagt: „Ich würde es cool finden, wenn eine deutsche Serie richtig erfolgreich werden würde. Allderdings rechne ich damit aktuell nicht.“

Fakt ist, dass wir die amerikanischen Bildstreifen, wie „The Big Bang Theory“, „How I met your mother“ oder „Two and a half man“ lieben. Auch dies liegt aber sich auch an der deutschen Synchronität.

Diese ist nämlich alles andere als schlecht. „Man merkt bei den Serien überhaupt nicht, dass die deutschen Stimmen draufgelegt wurden. Sie passen immer super zum Charakter. Amerikanische Schauspieler werden auch meistens durch den selben deutschen Synchronsprecher übersetzt“, glaubt Christian Korth einen der Erfolgsgründe zu kennen. Der 17-Järige meint: „Würde man die Synchronisierung sofort bemerken, wären die Serien weniger erfolgreich. Also hat die deutsche Synchronisierung einen wichtig Anteil am Erfolg der US-Serien in Deutschland.“

Da sieht es in anderen Ländern schon deutlich schlechter aus. Manchmal werden dort die Filme nur mit Untertiteln versehen, ganz ohne Synchronisation.

Ein weiterer Punkt ist die Herkunft. Wie erwähnt, kommen unsere Filme und Serien hauptsächlich aus den USA. Das liegt sicher nicht daran, dass wir nicht die Schauspieler oder die Drehbücher für gute Filme und Serien haben, hierzulande mangelt es allerdings an der nötigen Infrastruktur und den finanziellen Mitteln. In Amerika hat man einfach mehr Chancen, groß raus zu kommen, anders gesagt, weiß

man dort, wie es geht und daran müssten wir uns bloß ein Beispiel nehmen. Mag sein, dass da irgendwo in unserem schönen Land ein Wunder schlummert, nur werden wir es nie erfahren. „Der Serien-Markt liegt in amerikanischer Hand. Sie haben dort den Markt voll im Griff und besitzen einen großen Anteil am täglichen TV-Programm“, glaubt Susanne Klann. Die 20-Jährige findet aber: „Es gibt ja auch deutsche Erfolgsserien. Diese sprechen aber oftmals eher ein älteres Publikum an. Serien, wie ’GZSZ’ oder ’Berlin Tag und Nacht’ sind in Deutschland aktuell ja auch sehr beliebt, weil sie in bekannten Großstädten spielen. In anderen Ländern würden sie aber nicht funktionieren.“

„ Man bekommt bei der Vielzahl an US–Serien auch gar nicht die Chance, einen Erfolg zu landen“, glaubt Dominik Truske. „Für die Umsetzung guter Drehbücher braucht man nämlich das nötige Geld. Man könnte auch sagen, in den Staaten hat man das Kapital, Risiken einzugehen“, glaubt er.

Wer nichts riskiert, gewinnt in diesem Gewerbe nichts. Es kostet nun mal ein Vermögen, bekannte Schauspieler einzusetzen und erfolgreiche Serien zu drehen. Umso aufwendiger die Serie, desto teurer wird sie. Ein gute Serie kostet daher einige Millionen oder noch sehr viel mehr.

Das Örtchen Hollywood sagt wohl jedem etwas. Dort kommen die wirklich teuren Serien her. Und dort lassen sich die Macher nieder. Hat jetzt jemand ein gutes Drehbuch. Wo geht er dann wohl hin?

In Deutschland wird also das „Einfachere“ produziert – leider eine schmerzhafte Wahrheit. Nicht nur junge Leute wollen aber den guten Stoff, der aus einfachem Fernsehen ein Erlebnis macht.

Deshalb geben wir auch viel Geld für DVD’s, Streaming-Dienste oder Ähnliches aus.

Das Produzieren wird also immer aufwendiger und immer umfassender. So braucht man auch immer mehr Leute, welche die Gabe haben, Gesagtes durchzusetzen. „Diese Voraussetzungen sind in Amerika einfach derzeit und auch auf lange Sicht unschlagbar“, findet Frederike Sauer. Die 18-Jährige sagt: „Mir ist es ehrlich gesagt aber völlig egal, von wo die Serie kommt. Sie muss mir einfach gefallen und zu guten Zeiten ausgestrahlt werden.“

Björn Rückels, Laura Robakowski und Ragna Stremlau

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