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Grimmen Was kommt nach der ganzen Paukerei?

Die Ozelot-Lokalredaktion fragt junge Leute, was sie nach dem Schulabschluss machen wollen

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Ich habe noch keinen Plan, was ich beruflich machen will.Lena Schröder Schülerin

Grimmen. Die Schüler sitzen unruhig auf ihren Bänken, im Unterricht werden immer häufiger Spielchen herausgeholt und die Lehrer schauen auch schon auf ihre Kalender: Jeder zählt die Tage, bis das Schuljahr in vier Wochen endet. Für viele heißt es dann: Sonne, Spaß und mehr – ab in die Ferien. Doch einige starten auch in einen neuen Lebensabschnitt. Der Schulabschluss bedeutet für jeden, eine sehr lange, manchmal anstrengende, aber trotzdem immer schöne Zeit zu beenden. Mancher Abgänger weiß genau, was er jetzt will. Andere wiederum genießen erstmal die freie Zeit – bis sie mit dem Überlegen anfangen. Bei all den Möglichkeiten, fällt es oft auch sehr schwer sich zu entscheiden, weshalb man sich möglichst spät festlegen will.

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Die Ozelot-Lokalredaktion fragt junge Leute, was sie nach dem Schulabschluss machen wollen

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Die Jugendredaktion hat sich deshalb unter euch umgehört und jüngere Schüler gefragt: Wisst ihr schon, was ihr nach der ganzen Paukerei machen wollt?

Nele Pfeil (15) zieht es ins Ausland: „Wenn ich mit der Schule fertig bin, möchte ich nicht gleich studieren. Ich möchte erst ein Auslandsjahr machen und dies am liebsten in den USA als Au-pair. Wenn ich dann studiere, will ich das nicht gerade in Mecklenburg- Vorpommern, sondern in einer Großstadt, um noch andere Erfahrungen zu sammeln.“ Auch die zwölfjährige Kira Dopichaj will zuerst ein Auslandsjahr machen. „Ich möchte später vielleicht etwas in Richtung Radiomoderation machen , aber vorher würde ich gerne ins Ausland oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.“

Für viele Jugendliche stellt die Fremde einen gewissen Reiz dar, sodass solche Angebote immer häufiger genutzt werden. Kira und Nele würden aber trotzdem gerne wieder nach Deutschland kommen wollen. „Ich fände es aber nicht so schlimm, wenn es mich doch noch woanders hin verschlägt.“, sagt Nele Pfeil.

Etwas ruhiger geht es Till Hensel (15) an:„Ich möchte mit einer Freundin eine WG gründen und dann würde ich gerne anfangen Bücher und Kurzgeschichten zu schreiben.“

Wohngemeinschaften sind für junge Leute oft eine gute Überbrückung zur ersten eigenen Wohnung, weil es günstiger ist und man noch nicht ganz alleine die Verantwortung trägt.

In der Schule werden die Grimmener Schüler auch schon früh an das Thema Berufe herangeführt. Die Regionalschule „Robert Koch“ veranstaltete bereits zum fünften Mal eine Berufsmesse und auch am Grimmener Gymnasium gehört eine solche inzwischen zur jährlichen Tradition. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichsten Berufe zu informieren oder Alternativen kennenzulernen wie das Freiwillige Soziale Jahr.

„Mir haben die Berufsmessen sehr geholfen, weil ich auch zur Bundeswehr gehen möchte. Es war gut, mit den Menschen schon mal in Kontakt zu treten. Es ist noch mal was anderes, als sich immer nur im Internet zu informieren.“, meint Nele Pfeil, „Dort kann man mit Menschen sprechen, die das selber schon mal gemacht haben, und dementsprechend ihr eigens persönliches Bild vermitteln können. Für mich ist dies sehr hilfreich.“

Außerdem stehen auch noch Praktika in den verschiedenen Jahrgangsstufen auf dem Programm der Schulen, bei denen sich die Schüler noch genauer in den jeweiligen Berufen umschauen können, etwas über den Arbeitsalltag lernen und eine konkrete Vorstellung davon bekommen, was später auf sie zukommt – sollten sie sich für genau den Beruf entscheiden. Je nach Schulart hat man hier in Grimmen diese Praktika entweder in der neunten und zehnten Klasse oder in der zehnten und elften Klasse.

Mancher Teenager hat noch gar keine Idee, was er nach dem Schulabschluss machen will. Zum Beispiel Lena Schröder (15): „Ich habe noch keinen genauen Plan, wie meine Zukunft aussehen soll, weil sich immer noch alles verändern kann.“ Auch der 16-jährige Bastian Thiele hat noch keine genauen Vorstellungen: „Mir ist es egal, wo ich arbeite und es muss auch nicht unbedingt in Deutschland sein. Ich möchte nur gerne etwas Handwerkliches machen, aber der Rest kommt, wie es kommt.“

Egal ob man schon genau weiß, was man später machen will, oder nicht – bis dahin sollten alle auf jeden Fall die Schulzeit mit all ihren Höhen und Tiefen genießen. Denn: Später kann man sich beruflich umorientieren, woanders anfangen oder eine Auszeit nehmen – aber in die Schule kann man nicht so einfach zurück.

Ragna Stremlau, Henriette Jesse, Carolina Lüth und

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Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

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