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„Was macht man mit 50 Kilo Weizen?“

Reinberg „Was macht man mit 50 Kilo Weizen?“

Mit Tombola, Kuhmelken und Oldtimer-Schau feierte Sundhagen am Sonnabend Erntedankfest.

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Sundhagens „Marmeladenkönigin“: Christel Asphal (l.) aus Reinkenhagen räumte beim Wettbewerb um die leckerste Konfitüre sowohl den ersten als auch zweiten Preis ab. Rechts Martina Liedtke und Moderator Kalle Stühler.

Reinberg. Winfried Lissek aus Horst hat 50 Kilo Weizen gewonnen. Auch wenn er nicht so recht wusste, was er mit diesem Tombolapreis anfangen sollte, nahm er ihn mit Humor.

OZ-Bild

Mit Tombola, Kuhmelken und Oldtimer-Schau feierte Sundhagen am Sonnabend Erntedankfest.

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So wie alle anderen auch, die entweder mit einer großen Kiste Hunde- oder Katzenfutter ihren Heimweg antreten mussten. Kalle Stühler, Tausendsassa aus Abtshagen, der beim Erntedankfest am Sonnabend in Reinberg moderierte, hatte für alle Gewinner auch noch einen netten Spruch parat, so dass die Unterhaltung absolut nicht zu kurz kam.

„Wir haben 175 Lose verkauft. Die Preise stammen entweder von Einwohnern der Gemeinde Sundhagen oder von Gewerbetreibenden“, klärte Martina Liedtke vom Kulturausschuss der Großgemeinde auf. „Wir sind begeistert davon, wie die Gäste das als Gaudi aufgenommen haben.“ Die Tombola soll das Fest mitfinanzieren. Sie war einer der Höhepunkte in Reinberg. Und das bei Kaiserwetter. Es war aber nicht das einzige Highlight an diesem Nachmittag. Denn genauso viel Interesse gab es für den Melkwettbewerb, den Martin Martens aus Tribsees für sich entschied, die Suche nach der besten Marmeladenköchin, die Christel Asphal aus Reinkenhagen wurde, und natürlich für eine Oldtimer-Show, die Winfried Lissek organisiert hatte.

Der Horster präsentierte dabei stolz seinen F 8 Kombi. „Aus dem Jahr 1959“, wie er betonte. Immer wieder beantwortete er Fragen der neugierigen Besucher zu seinem erst drei Monate fahrbereiten Auto.

Lissek hatte auch Sohn Max mitgebracht, der mit Kumpel Tony Wett aus Zarrendorf genauso stolz sein Mofa Hercules Prima präsentierte. Baujahr 1975. Mit ihm fährt der Zehntklässler täglich zur Schule nach Stralsund.

Wie in den Vorjahren hatten wieder viele Helfer zum Gelingen des Erntedankfestes beigetragen. So auch die Landwirte der Region, die vor allem Strohballen für die Deko beigesteuert hatten, obwohl ihnen, aufgrund der schlechten Ernte in diesem Jahr gar nicht so recht zum Feiern zumute war. Dabei waren auch wieder die Landfrauen, die 14 leckere Kuchen gebacken hatten. Im Handumdrehen waren die verkauft.

Und nicht zu vergessen die Freiwillige Feuerwehr. Die kam nicht nur mit einem Einsatzfahrzeug, mit dem sie Rundfahrten anbot, sondern sorgte auch mit Bratwurst und Grillfleisch dafür, dass niemand hungern musste. Und das, obwohl die Kameraden noch am Vormittag eine anstrengende Übung auf dem Offroad-Gelände in Steinhagen zusammen mit den anderen Wehren des Amtes Miltzow zu absolvieren hatten, wie Wehrführer Heiko Schammel berichtete.

„Ich bin sehr zufrieden, dass uns wieder so viele unterstützt haben“, sagte Bürgermeister Helmut Krüger (CDU). Ihm sei wichtig, mit solchen Höhepunkten die Gemeinschaft in Sundhagen weiter zu stärken. 2009 hatten sich über 30 Gemeinden zur Großgemeinde zusammengefunden. Bis heute identifiziert sich aber noch nicht jeder mit ihr. Trotzdem sagt Krüger, dass die Vorteile eines solchen Zusammenschlussen, vor dem jetzt viele Gemeinden im Umland stehen, überwiegen. „Wir sind in der Lage, Großinvestitionen anzupacken, wie den Bau einer neuen Schule, zu dem eine kleine Gemeinde nie fähig wäre“, sagte er. Außerdem werden wir mit über 5000 Einwohnern in Schwerin auch besser gehört. Trotzdem sollen aber Traditionen und vor allem das Vereinsleben in den Ortsteilen weiter gepflegt werden, meint Krüger.

Reinhard Amler

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