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Grimmen Wegen Verletzung des Pfandrechts verurteilt
Vorpommern Grimmen Wegen Verletzung des Pfandrechts verurteilt
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00:00 14.01.2015
Ribnitz-Damgarten

Vermieterpfandrecht ist etwas, das in hiesigen Gerichtsverfahren eher selten vorkommt. Im Fall von Mathias T.* spielte es jedoch eine wesentliche Rolle. Vor dem Amtsgericht in Ribnitz-Damgarten war der 37-Jährige in zwei Punkten angeklagt, die Vorwürfe bezogen sich auf Taten im Herbst 2013 bzw. im Frühjahr 2014.

Der gebürtige Rostocker Mathias T.* hatte laut Anklageschrift Rainer I.* versprochen, für ihn zwei Kleinkrafträder zu verkaufen. Für je 500 Euro. Das Geld sei aber nicht geflossen, schildert Rainer I. Die Kräder gab es aber auch nicht zurück, stattdessen einen Roller und Zubehör, was aber nicht die vereinbarten 1000 Euro abdeckte. Mathias T. hingegen meinte, es hätte eben einen Gegenwert gegeben. Vorwurf Nummer zwei hing damit zusammen, dass sich Mathias T. in Geschäftsräume in Ribnitz-Damgarten eingemietet und eine kleine Werkstatt eingerichtet hatte. Mit der Zeit sammelten sich 4060 Euro Mietschulden an. Der Geschäftsführer der Vermieterfirma, Markus V.*, machte im Februar 2014 deshalb vom Pfandrecht Gebrauch. Mathias T. hatte ihm Ausrüstungsgegenstände der Werkstatt verpfändet und dafür auch eine Vereinbarung unterschrieben, so der Geschäftsführer. Eines Tages habe er allerdings feststellen müssen, dass Mathias T. die Werkstatt ausräumte. Der wiederum schilderte vor Gericht, dass er damit lediglich eine Hebebühne, die einem Dritten gehörte, außer Betrieb setzen wollte.

Die verpfändeten Ausrüstungsgegenstände, unter anderem Möbel und Werkzeug, sind bis heute eingelagert, nachdem die Polizei sie sicherstellte. „Die Sachen stehen bei uns im Lager“, so Markus V. Und die Mietschulden seien nicht beglichen. „Wenn er sie bezahlt, bekommt er alles wieder“, so der Geschäftsführer.

Bezahlen muss Mathias T. nun aber erst mal die vom Gericht verhängte Geldstrafe. Das sah die Vorwürfe als erwiesen an. Wegen Unterschlagung und Verletzung des Pfandrechtes wurde der nicht vorbestrafte 37-Jährige zu 80 Tagessätzen verurteilt. Die Tagessatzhöhe liegt — da der Angeklagte seit längerem krank geschrieben ist — bei 20 Euro.

*Namen von der Redaktion geändert

Gerichtsbericht



Peter Schlag

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