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Grimmen Weniger Rinder in Vorpommern-Rügen
Vorpommern Grimmen Weniger Rinder in Vorpommern-Rügen
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00:00 08.02.2018
Grimmen

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es immer weniger Rinder. Ende des vergangenen Jahres standen noch 62581Tiere in den Ställen und auf den Weiden. Fünf Jahre vorher waren es noch 4716 mehr. Vor allem in den vergangenen zwei Jahren hat die Zahl abgenommen.

Damit liegt der Kreis im bundesweiten Trend, denn 12,3 Millionen Milchkühe, Mastrinder, Zuchttiere, Mutterkühe oder Kälbchen werden aktuell zwischen Flensburg und Berchtesgaden gezählt - rund 226000 weniger als vor fünf Jahren. Während die Zahl der Rinderhalter sinkt, steigen die Herdengrößen. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) leben mehr als zwei Drittel der Rinder in Betrieben, die 100 oder mehr Tiere halten.Während einige Landwirte ausschließlich auf Zuchtvieh, Milchvieh, Masttiere oder Mutterkühe setzten, fahren andere zweigleisig und koppeln Milcherzeugung und Fleischproduktion.

Um am Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein, schaffte die EU-Kommission 2015 die Milchquote ab, die 30 Jahre lang den Angebotsmarkt regulierte. Agrarökonomen hielten dies für längst überfällig. Die Kehrseite: Kleinbäuerliche Erzeuger kämpfen seither ums Überleben. Der Milchmarkt ist gesättigt, der Milchpreis niedrig und die Kosten für Strom, Futter, Maschinen und Arbeitskräfte steigen. Momentan gibt es im Kreis Vorpommern-Rügen noch 19262 Milchkühe. Sie machen damit rund 30,8 Prozent des gesamten Rinderbestandes im Landkreis aus. Auch die Zahl der Milchkühe ist in den zurückliegenden fünf Jahren kontinuierlich gesunken – um 3084 Tiere.

Susanne Herrmann/zds

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