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Weniger Unfälle auf den Straßen

Grimmen Weniger Unfälle auf den Straßen

Grimmener Polizeibeamte führen regelmäßig Verkehrskontrollen durch. Sie erwischen immer mehr Fahrer, die unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehen.

Grimmen. Unfälle auf den Straßen sind zurückgegangen. Das ist die gute Nachricht. Dafür aber häufen sich – und das ist die weniger gute – Verkehrsverstöße, wie das Fahren ohne Sicherheitsgurt, dafür aber mit Handy am Ohr. Im Bereich des Polizeireviers Grimmen wird deshalb verstärkt auf Verkehrskontrollen gesetzt. „Und das hat sich auch bewährt“, sagt Polizeihauptkommissar Maik Schröder, Leiter des Reviers.

 

OZ-Bild

Polizeihauptmeister Jens Vetter und Polizeimeisteranwärterin Nicole Severin bei einer Verkehrskontrolle in der Stralsunder Straße in Grimmen.

Quelle: Polizeirevier Grimmen

Wir halten an den regelmäßigen Verkehrskontrollen fest, sie haben sich bewährt.“Maik Schröder, Leiter des Polizeireviers Grimmen

Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ist die Zahl der Verkehrsunfälle gesunken. „Wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 552 Unfälle registriert, so haben wir in diesem Jahr bis Ende Mai 482 bearbeitet“, so Klaus Nehls, stellvertretender Leiter des Grimmener Polizeireviers. Leider wurde 2016 dabei eine Person getötet, zehn Personen wurden schwer und 33 leicht verletzt (2015: 16 Schwer- und 38 Leichtverletzte).

Den Rückgang von knapp 13 Prozent führt Nehls auch auf die regelmäßig durchgeführten Verkehrskontrollen zurück. „Wir konnten beobachten, dass Verkehrsteilnehmer vorsichtiger und aufmerksamer fahren, wenn wir einen Verkehrskontrolldruck aufbauen“, sagt er. Mit anderen Worten: Geraten Fahrer erst einmal in eine Kontrolle oder werden sie geblitzt, sind sie anschließend vorsichtiger und aufmerksamer unterwegs.

Zugenommen hat das Fahren ohne Sicherheitsgurt und mit Handy am Ohr. „Werden Kraftfahrer dabei erwischt, kann das teuer werden“, weiß Nehls. Laut Bußgeldkatalog kommen auf Gurtmuffel 30 Euro Strafe zu. Wer beim Fahren ohne Freisprechanlage telefoniert, muss 60 Euro berappen und kassiert obendrein einen Punkt in Flensburg. In diesem Jahr zogen die Beamten bereits 274 Fahrer, die nicht ordnungsgemäß angeschnallt waren, aus dem Verkehr (2015 gesamt: 466). Noch auffälliger ist es beim Telefonieren: Im Vorjahr wurden 101 Fälle registriert, in diesem Jahr sind es bereits 79.

„Und das ist nur das erste Halbjahr“, so Klaus Nehls.

Alarmierend seien auch die Zahlen bei Geschwindigkeitsübertretungen. 1028 Rasern aus dem Jahr 2015 stehen bereits 829 aus diesem Jahr gegenüber.

Zu den allgemeinen Verkehrskontrollen kommen themenorientierte hinzu. Diese werden einmal monatlich durchgeführt und vom Polizeipräsidium Neubrandenburg vorgegeben. Bei der jüngsten Kontrolle dieser Art ging es um Alkohol und Drogen am Steuer und auch hier wird eine Zunahme der Delikte registriert. „In diesem Monat haben wir bereits drei Kraftfahrer erwischt, die unter Einfluss von Drogen standen, im Mai waren es zwölf“, weiß Nehls. Wie durch die Kontrollen festgestellt wurde, handele es sich bei den Drogen, die hier von meist jungen Leuten konsumiert werden, hauptsächlich um Cannabis und Amphetamine. Besonders Menschen zwischen 18 und 25 Jahren würden wegen solcher Delikte auffallen.

Doch nicht nur Kraftfahrer werden von den Beamten kontrolliert. Auch bei Radfahrern häuften sich Verkehrswidrigkeiten. Es werde viel auf Fußwegen gefahren, an Zebrasteifen nicht abgestiegen oder abgebogen, ohne dies per Handzeichen anzuzeigen, hat Nehls beobachtet. „Und ganz viele telefonieren mit ihren Handys beim Fahren“, so Nehls. Das übrigens kann auch für Radler teuer werden. Wird man erwischt, sind 25 Euro fällig. Immer mehr Radler seien auch außerhalb von Ortschaften auf Straßen unterwegs. „Für diese empfehle ich wegen des teilweise hohen Verkehrs zur eigenen Sicherheit das Tragen einer Warnweste“, sagt Klaus Nehls. Pflicht sei das jedoch nicht.

Hin und wieder gehen Polizeibeamte auch Hinweisen von Bürgern nach. „Gerade gestern gab es zum Beispiel den Hinweis eines Grimmeners, dass in der Heinrich-Heine-Straße oft Raser unterwegs sind“, sagt Nehls. „Das werden wir auf jeden Fall beobachten und kontrollieren.“ Für solche Informationen seien die Beamten dankbar und würden sie sehr ernst nehmen.

Zahl der Gurtmuffel und Telefonierer nimmt zu

Ein Rückgang von 13 Prozent ist bei Verkehrsunfällen zu verzeichnen.

274 Gurtmuffel wurden in diesem Jahr bereits erwischt. Die Verkehrswidrigkeit wird mit 30 Euro geahndet.

Immer häufiger sind Alkohol- und Drogen im Spiel.

829 Raser wurden in diesem Jahr registriert. 2015 waren es im gesamten Jahr 1028.

Teuer wird es , werden Kraftfahrer mit Handy erwischt. Das kostet 60 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg.

1 Mensch starb in diesem Jahr bei einem Unfall, 43 wurden verletzt.

Claudia Noatnick

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