Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Wenn’s brummt, nicht schlagen!
Vorpommern Grimmen Wenn’s brummt, nicht schlagen!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 06.09.2016

Mit höheren Temperaturen steigt die Hornissen-Häufigkeit. Sie bauen ihre Nester vor allem in alten, hohlen Bäumen. Aber auch in Jagdkanzeln, Geräte- und Bootsschuppen sowie in den Dachbereichen von Häusern, erklärt Andreas Osterland vom Landratsamt.

Bereits Anfang Mai, so der Experte, begann die Hornissenkönigin mit dem Bau eines kleinen Kugelnestes, in dem sie hier einige Eier ablegte, schlüpfende Larven fütterte und die erste Generation an Arbeiterinnen aufzog.

Anschließend widmete sie sich der Fortpflanzung, denn die anderen Aufgaben übernahmen nun ihre Arbeiterinnen. Diese haben eine Lebenszeit von ca. vier Wochen.

Im August hatte solch ein Nest bereits mehrere Etagen. Hier reifen dann die Larven heran, erklärt Osterland weiter. „Dies ist die Zeit, in dem auch die Menschen erstmals auf die laut brummenden Insekten aufmerksam werden.

Aufgrund ihrer Größe werden Hornissen oft als gefährlich eingeschätzt. Sie sind aber harmlos, vergleichbar mit Hummeln. Hornissen stechen nur, wenn man aus Angst nach ihnen schlägt oder sie eingeklemmt werden. Ihr Stich ist schmerzhaft. Da aber nur die Giftmenge einer Biene injiziert wird, gibt es eigentlich keine gesundheitlichen Probleme. Lediglich allergisch auf Insektengifte reagierenden Menschen müssen vorsichtig sein. Da Hornissen Wespen, Bienen Spinnen, Fliegen und Raupen fressen, suchen sie den Menschen nicht aktiv auf. Auf Jagd nach Beute gelangen die meist nachtaktiven Tiere auch in beleuchtete Wohnräume, da sie durch Licht angezogen werden. Befindet sich ein Hornissennest in der Nähe von Wohngebäuden, hilft die Anbringung von Insektengaze. Es reicht oft eine einfache Ausführung, rät der Fachmann. Muss aus triftigen Gründen eine Umsiedlung eines Volkes der besonders geschützten Hornissen vorgenommen werden, ist dies bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises zu beantragen.

Diese vermittelt dann an einen Fachkundigen, der alle Tiere am Nest abfängt, sie in einen Transportbehälter setzt und dann einen Umsiedlungskasten an einem Gebäude oder an Waldbäumen neu anbringt.

Meist kann aber auf solch eine Umsiedlung verzichtet werden, da zwischen der Entdeckung des Hornissennestes und dem Absterben des Volkes Ende Oktober oft nur Wochen liegen. Nur die im Spätsommer geschlüpften und begatteten jungen Hornissenköniginnen überleben und verlassen das alte Nest, um in Höhlen dicker Bäume oder in Gebäuden zu überwintern.

Wird es im Frühjahr wärmer, verlassen die überlebenden Königinnen ihre Winterresidenzen. Jede einzelne beginnt mit dem Nestbau, legt Eier und gründet damit einen neuen Hofstaat. Nur selten wird das alte Nest wieder bezogen.

OZ

„De Fischlänner Seelüd“ zu Gast in Rolofshagen

06.09.2016

Der Streit um die Errichtung eines Rindergüllelagers im Lassaner Winkel hat eine neue Dimension erlangt.

06.09.2016

In der Universitätsfrauenklinik wurden in der Vorwoche 21 Babys geboren

06.09.2016
Anzeige