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Grimmen Ungewissheit in Abtshagen: Wer betreibt ab Januar die Kita?
Vorpommern Grimmen Ungewissheit in Abtshagen: Wer betreibt ab Januar die Kita?
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10:25 29.10.2018
Die Kindertagesstätte "Kinderland" in Abtshagen. Wer sie ab 1. Januar 2019 betreibt, ist noch unklar. Quelle: Anja Krüger
Abtshagen

Wie geht es weiter mit der Kindertagesstätte in Abtshagen? Zum 31. Dezember dieses Jahres kündigte die Gemeinde Wittenhagen die Verträge mit dem derzeitigen Träger, dem DRK Nordvorpommern (die OZ berichtete). Es folgte ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren. Bedeutet: Interessierte Kita-Träger konnten sich für das Betreiben der Abtshagener Einrichtung bewerben. Eine Vorstellungsrunde, bei der sich die Bewerber unter anderem der Gemeindevertretung, aber auch dem Elternrat, vorstellten, gab es bereits. Wer aber ab dem 1. Januar 2019 die Kita betreibt, steht noch nicht fest. Grund ist eine Klage des DRK gegen die Kündigung beim Landgericht Stralsund.

Rückblick: Ende Mai dieses Jahres beschlossen die Vertreter der Gemeinde Wittenhagen, zu der Abtshagen gehört, die Verträge mit dem DRK Nordvorpommern zu kündigen. Immer wieder seien Gemeinde und die Geschäftsführung des DRK im Laufe der Zusammenarbeit aneinandergeraten, begründete Wittenhagens Bürgermeister. Unterschiedliche Auffassungen zum Erscheinungsbild oder unterschiedliche Ansichten zu zwingend notwendige Sanierungsarbeiten seien in den vergangenen Jahren immer wieder Zündstoff für Diskussionen gewesen. „Schon vor meiner Zeit als Bürgermeister wurde überlegt, den Vertrag zu kündigen“, berichtete das Gemeindeoberhaupt. Abstand hätte man davon genommen, weil eh erst zum 31. Dezember 2018 gekündigt hätte werden können.

Nun aber sollte es einen Neuanfang geben. Mit der Kündigung der Verträge und dem anschließenden Interessenbekundungsverfahren. Stattdessen aber gibt es eine große Unsicherheit. Denn bis zum Jahresende sind es lediglich noch zwei Monate. Beeskow betont jedoch: „Die Betreuung in der Abtshagener Kita ist auch ab dem 1. Januar gewährleistet.“ Nur, wer sie dann betreibt, könne eben noch nicht gesagt werden. Dazu müsse zunächst der Ausgang der Klage seitens des DRK beim Landgericht in Stralsund abgewartet werden. Einen ersten Beschluss vom Landgericht hat es bereits gegeben, wie Beeskow informiert. „Es wurde Anfang Oktober beschlossen, uns an den Güterichter zu verweisen“, berichtet er. Eine Art Streitschlichter. Der Güterichter, der nicht entscheidungsbefugt ist, soll die beiden Parteien in einer Verhandlung dabei unterstützen, eine Einigung zu erzielen. Zwingend ist dies für DRK und Gemeinde aber nicht. Beide müssen erst erklären, damit auch einverstanden zu sein. „Wir als Gemeinde haben dies bereits getan“, sagt Beeskow. Beim DRK sei dies noch nicht geschehen, wie dessen Geschäftsführer Hans-Henry Hiller berichtet. „Wir haben noch nicht entschieden, ob wir dieses Angebot annehmen“, sagt er. Er betont aber, dass man seitens des DRK an einer guten, einvernehmlichen Lösung interessiert sei. Geklagt habe das DRK, weil es seiner Meinung nach ältere Beschlüsse der Gemeindevertretung Wittenhagens gibt, die dem DRK zusichern, die Kita auch über das Jahr 2018 hinaus zu betreiben, begründet Hiller die Klage gegen die Kündigung.

Selbst wenn dem nicht so ist, ist das DRK daran interessiert, die Kita weiterhin zu betreiben, hat sich deshalb auch an dem Interessenbekundungsverfahren beteiligt. „Insgesamt haben vier Kita-Träger mitgemacht“, berichtet Beeskow. Wer das neben dem DRK ist, wolle er aber nicht sagen. Nur so viel: „Alle Träger betreiben Einrichtungen in der Region“, sagt er. Wittenhagen als Gemeinde sei sehr daran gelegen, möglichst zeitnah Klarheit zu schaffen – sowohl für die Eltern der Kita-Kinder als auch für die Erzieherinnen, mit deren Arbeit Gemeinde und Eltern stets zufrieden waren. „Alle Bewerber neben dem DRK haben zugesichert, das Kita-Personal zu übernehmen. Und auch, dass sie, wenn die Entscheidung gefallen ist, lediglich vier Wochen Zeit für die Übernahme bräuchten“, berichtet der Bürgermeister. Erst mal aber heißt es abzuwarten, ob das DRK bereit ist, sich mit der Gemeinde beim Güterichter zusammenzusetzen. Wenn dem nicht so ist, oder in der Güteverhandlung keine Einigung gefunden wird, muss sich die Gemeinde wohl oder übel auf eine Verhandlung beim Landgericht einstellen.

Anja Krüger

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