Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Wer hat unsere Simba so schwer verletzt?
Vorpommern Grimmen Wer hat unsere Simba so schwer verletzt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:47 24.04.2018
Der fast fünfjährige Simba ist ein Dackel-Mix. Er läuft sehr gern, auch weite Strecken. Er ist ein „Power-Hund“, wie sein Herrchen sagt. Manche im Dorf sagen, wenn sie ihn sehen, hier kommt der „Leistungssportler“.

Kirch Baggendorf. „Hier“, sagt Erich Schaefer und öffnet eine Mullkompresse. Darin verpackt liegt ein Diabolo von einem Luftgewehr. „Das Teil wurde im Magen unserer Simba gefunden“, erzählt der 79-Jährige aus Kirch Baggendorf. In der Tierklinik Demmin, wo Simba bis gestern noch stationär lag, ist die Kugel herausoperiert worden. Gleichzeitig wurde dem Tier ein Teil des Magens entnommen. „Wir hoffen, dass sich unser Hund von alldem schnell wieder gut erholt“, sagt Schaefers 75-jährige Ehefrau Erika. Der Arzt in Demmin, der operierte, habe ihnen gesagt, dass gezielt und aus nächster Nähe geschossen wurde. „Also muss es hier im Dorf geschehen sein“, schlussfolgern die Schaefers. „Gar nicht weit weg von unserem Haus.“ Die Beiden wissen nicht, wer es auf ihren Hund abgesehen hatte. Sie können auch nicht verstehen, dass jemand so etwas tut. Der Hund sei immer lieb zu allen, sagen sie. Es soll aber schon mal solch einen Vorfall in Kirch Baggendorf gegeben haben, wissen die Schaefers. Vor einigen Jahren, so habe ihnen der Tierarzt bestätigt, sei eine Katze zusammen geschossen worden.

Ehepaar aus Kirch-Baggendorf will wissen, wer aus nächster Nähe mit einem Luftgewehr auf ihren Hund geschossen hat.

Passiert ist der Vorfall mit Simba vorletzten Sonntag. Da habe sich der Hund abends unbemerkt aus dem Haus geschlichen, schildert Erich Schaefer. Es dauerte aber nicht lange, und Simba habe dann wieder vor der Tür gestanden, ergänzt er. Auf seiner linken Fellseite war Blut. „Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht und es entfernt“, sagt der Halter. Erschrocken haben sich die Schaefers aber kurz darauf, als Simba anfing, sich zu übergeben. Die ganze Nacht habe sich das Tier gequält. Der Tierarzt, bei dem sie dann gleich am Montagmorgen waren, habe sie sofort in die Tierklinik nach Demmin geschickt. Es wurde eine Magen-Darm-Sache vermutet. Auch in der Tierklinik ging man davon aus. Aber dem Hund, der wieder mit nach Hause durfte, ging es danach nicht besser. Deshalb machten sich Schaefers tags darauf abermals nach Demmin auf. Und dann wurde Simba geröntgt. Dabei kam die Kugel zum Vorschein.

„Er ist doch unser Leben“, sagt Erika Schaefer. Jeden Tag seien sie in Demmin gewesen, um Simba zu sehen. Seit 2011 wohnen Schaefers in der Gemeinde und haben sich gut integriert, wie sie meinen.

Sehr gute Kontakte haben sie zum Beispiel zur nahen Gartensparte. „Wenn die Erntezeit heran ist“, erzählt Erika Schaefer, „wird bei uns immer Obst abgeladen.“ Die Rentnerin ist nämlich begnadete Marmeladenköchin. „Das mache ich sehr gern und das brauche ich einfach“, sagt sie. Umso weniger könne sie die Sache mit dem Hund verstehen.

Reinhard Amler

Vier Einwohner ziehen Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr in Erwägung

28.04.2018

Am Wochenende rutschten Teile des bei Wanderern beliebten Weges in die Tiefe. Das Nationalparkamt hat die Gefahrenstelle gesperrt.

24.04.2018

Neue Veranstaltung soll „Lange Nacht des offenen Denkmals“ ersetzen

24.04.2018
Anzeige