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Willkommen im runden Zelt – im Mittelpunkt der Welt

Stralsund Willkommen im runden Zelt – im Mittelpunkt der Welt

Montessori-Schüler trainieren mit Projektzirkus Sperlicn für Gala-Vorstellung

Stralsund. Manege frei! Der Zirkus kommt in die Schule! Nein, kein Schummelzirkus, bei dem man nur so tut als ob. Ein richtig großes Zirkuszelt steht derzeit auf dem Schulhof der Montessori-Grundschule „Lambert Steinwich“. Darin tummeln sich die Erst- bis Viertklässler als Akrobaten, Fakire, Clowns, Seiltänzer, Zauberer...

Bereits zum wiederholten Mal machen die Mädchen und Jungen eine Woche die ganze Schule zum Zirkus, zum Projektzirkus Andre Sperlich um genau zu sein. „Mit unserem Projektzirkus ziehen wir von Schule zu Schule“, erklärt der Zirkusdirektor Marko Sperlich. Die professionell ausgebildeten Artisten bringen den Schülern in kurzer Zeit Kunststücke bei, und am Ende der Projektwoche steht eine große Gala-Vorstellung, in der die Kinder ihr Können zeigen.

„Unser großer Vorteil ist, dass wir mit zehn Leuten unterwegs sind und so die Gruppen individuell betreuen können“, erklärt Marko Sperlich. „Wir bieten eigentlich alles, was in einem klassischen Zirkus vertreten ist.“ Lehrerin Manuela Knorr hatte die Sperlichs bereits einmal in Greifswald erlebt und war „total begeistert. Zirkus, das ist für die Kinder etwas fernab jeden Alltags. Darauf freuen sie sich riesig.“ Abgesehen davon, dass sich alle Kinder in den Gruppen kennenlernen, sei es toll, dass die Schüler so die Möglichkeit haben, ganz andere Stärken zeigen zu können. Das kann Beatrice Weidner nur bestätigen. Während der Projekttage bringt sie den Kindern bei, wie es ist, auf Scherben zu laufen, auf einem Nagelkissen zu stehen, Feuer zu berühren oder einen großen Albino Tiger Python zu tragen. „Gerade bei den Fakiren ist es oft so, dass die, die immer eine große Klappe haben, auf einmal ganz klein mit Hut werden“, sagt sie mit einem Lachen. „Und die, die sonst sehr ruhig sind, wachsen über sich hinaus.“

Das machen auch die kleinen Trapezkünstler, die bei Steven Sperlich schon die ersten Kunststücke lernen. „Es ist toll, mit welcher Ernsthaftigkeit die Kinder an ihre Aufgaben gehen“, sagt Manuela Knorr. „Weil sie wissen, dass am Ende die große Gala ansteht, und dort alle Eltern und Großeltern bei der Aufführung dabei sind.“ Doch eben weil in relativ kurzer Zeit viel erreicht werden soll, sind die Leute vom Zirkus Sperlich taff bei der Sache. „Disziplin ist wichtig, sonst wird das alles nichts“, sagt Marko Sperlich. Die Vorteile so eines Projektes liegen für Sperlich auf der Hand. Das sei zum einen das klassen- und fachübergreifende Arbeiten. „Aber es ist uns auch wichtig, den Kindern zu zeigen, dass es noch andere Sachen als Computerspiele gibt.“ Er erzählt, dass es mittlerweile kaum noch Mädchen gebe, die Hula Hoop könnten. „Wir möchten gern etwas von unserem Wissen, von unseren Fähigkeiten weitergeben. Und vielleicht können wir die Kinder dafür begeistern, nach der Schule zu zaubern oder sich einer Sportgruppe anzuschließen.“

Was die Mädchen und Jungen der Montessori-Grundschule gemeinsam mit den Artisten auf die Beine gestellt haben, wird morgen und am Donnerstag in den großen Vorstellungen vor Publikum zu sehen sein.

Dann geben sich Seiltänzer, Trapezkünstler, Clowns, Zauberer, Fakire, Darsteller des Schwarzlicht-Theaters, Piraten, Artisten und Tierdresseure sozusagen den Zirkusvorhang in die Hand.

Miriam Weber

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