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Windpark ist vom Tisch

Ahrenshagen Windpark ist vom Tisch

Mühlen in Ahrenshagen wurden abgelehnt / Zweiter Park bei Tribohm ist noch in der Schwebe

Ahrenshagen. /Tribohm. Einen ersten Erfolg können die Bürger in Ahrenshagen für sich verbuchen: Der geplante Windpark ist erst einmal vom Tisch. Mehr als 600 Unterschriften hatten sie gegen die Windpark-Projekte in Ahrenshagen und Tribohm gesammelt. Seit mehreren Monaten protestieren viele Bürger gegen die Pläne der Investoren (die OZ berichtete).

Der Windpark vor Ahrenshagen, an dessen Planung unter anderem die Stadtwerke und die Fachhochschule Stralsund beteiligt sind, wird wohl nicht entstehen. „Der Park wurde durch die regionale Raumordnung abgelehnt“, bestätigt Burkhard Schade vom Bürgerbüro Ahrenshagen. Auch ein erneuter Versuch, den Windpark als Forschungsprojekt zu betreiben, sei gescheitert. „Dort passiert gar nichts mehr.“

Lieber Wohnraum für Familien

Gut für die Gemeinde: Denn entlang der Bahnhofstraße soll neuer Wohnraum – vor allem für junge Familien – geschaffen werden. „Da kann man die Menschen nicht mit Windrädern abschrecken“, betont Schade. Dennoch müsse die Gemeinde abwägen: „Man kann auch Geld damit verdienen, in dem sich die Gemeinde beteiligt“, weiß Burkhard Schade. Das sei aber Sache der Gemeindevertretung und eine politische Entscheidung.

Gemeinde bereit zu Gesprächen Der zweite geplante Windpark zwischen Prusdorf und Tribohm wurde ebenfalls vom Amt für Raumordnung und Landesplanung Vorpommern abgelehnt. Es gibt jedoch womöglich eine Hintertür für die Firma Jade Naturenergie aus Bayern, die schon einiges Geld in die Vorplanung und Untersuchung des Gebietes gesteckt hat: den Paragraphen 35 nach dem Baugesetzbuch. Doch ob diese Möglichkeit überhaupt realistisch ist und der Paragraph wirklich greifen kann, dazu will die Gemeinde erst noch genaue Informationen einholen.

Der Paragraph 35 besagt nämlich, dass der Bau von Windenergieanlagen im Außenbereich einer Gemeinde zulässig ist, wenn „öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Wind- oder Wasserenergie dient“.

Heißt: Landwirte zum Beispiel könnten ihre Ackerflächen, die abseits der Gemeinde stehen, sehr wohl für die Windmühlen veräußern. „Jedoch auch nur dann, wenn alle Voraussetzungen laut Bundes-Immissionsschutzgesetz erfüllt sind“, ergänzt Burkhard Schade. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen zu Vogelflug, Lärm und Schattenwurf der Anlagen.

Auch Ahrenshagens Bürgermeister Hagen Oehlckers (Bauernverband) sagt: „Die Betreiber wollen schon weitermachen und haben zugesagt, sich mit uns zu Gesprächen zusammenzusetzen, zu denen wir auch bereit sind.“ Weitere Informationen hätte er zunächst zwar nicht. Die Planung des Parks sei aber derzeit zumindest in der Schwebe.

637 Unterschriften Bei der letzten Gemeindevertretersitzung für Ahrenshagen-Daskow hatte Einwohner André Wagner erneut 86 Unterschriften überreicht. Schon im vergangenen Herbst hatte er viele Bürger überzeugt, sich gegen die Windparks auszusprechen. Somit sind inzwischen 637 zusammengekommen – ein starkes Zeichen gegen den Bau eines Windparks. „Das soll einfach eine Entscheidungshilfe für die Gemeinde sein“, sagt Wagner.

Michaela Krohn

OZ

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Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

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