Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 6 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
2,5 Millionen Euro für Boot-Tourismus

Neuhof / Greifswald 2,5 Millionen Euro für Boot-Tourismus

Maritime Möglichkeiten in Vorpommern und im übrigen südlichen Ostseeraum sollen intensiver vermarktet werden

Voriger Artikel
Kreisstraße voll gesperrt
Nächster Artikel
Breitband: Gibt es noch einen Ausweg?

Die Marina in Neuhof wird immer beliebter bei Freizeit-Kapitänen.

Quelle: Poetke/knueppel Gbr

Neuhof / Greifswald. Da flattert ein Fördermittelbescheid in Höhe von 2,1 Millionen Euro ins Haus und Romy Sommer sagt auf die Frage, wie sich das anfühlt, schlicht:

„Gut.“ Einerseits freut sich die Projektmanagerin von der Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) Vorpommern natürlich darüber, dass EU-Mittel für „South Coast Baltic“ fließen.

Dank der Eigenanteile der 21 Projektpartner stehen nun bis 2020 insgesamt 2,5 Millionen Euro für eine intensivere Vermarktung der maritimen Möglichkeiten für Segel-, Charter- und Motorboot-Touristen zur Verfügung. Andererseits hat Sommer aber auch schon den beachtlichen Arbeitsaufwand vor Augen, der mit dem Projekt verbunden ist.

Denn „South Coast Baltic“ nimmt den gesamten südlichen Ostseeraum in den Fokus. Hobbykapitäne sollen für die Marinas und kleinen Sportboothäfen entlang der Insel- und Festlandküsten begeistert werden – vom vorpommerschen Fischland über Polen und die russische Exklave Kaliningrad bis zum litauischen Klaipeda. Auch Dänemark mit der Ferieninsel Bornholm sitzt mit im Boot. Die WFG übernimmt neben der Federführung der internationalen Partnerschaft die Koordination des regionalen maritimen Netzwerkes in Vorpommern sowie die Organisation von Fachveranstaltungen. Die erste wird im Februar in Greifswald stattfinden.

Warum ist es überhaupt sinnvoll, ein so großes Gebiet als Einheit zu vermarkten? „Seglern ist es fast egal, in welcher Region sie sind“, erklärt Sommer. „Sie sind grenzübergreifend unterwegs.“ Die Werbetrommel soll vor allem in „internationalen Quellmärkten“ gerührt werden, wie es die Marketingexpertin ausdrückt – also in den Ländern, aus denen viele (potenzielle) Touristen kommen. Das wäre zum einen Deutschland. „Wir wollen auf jeden Fall mit einen Stand auf der ,Boot’ in Düsseldorf im Februar präsent sein“, sagt Sommer. Die Messe gilt als die weltweit größte und bedeutendste Bootsschau. Auch die Niederlande und Skandinavien seien interessant.

Neben Messeauftritten werde es „einen ganzen Strauß“ von Marketingmaßnahmen geben, kündigt sie weiter an. „Es wird ein ,South Coast Baltic Magazin’ geben, wir wollen Broschüren in mehreren Sprachen für Motor- und Charterboot-Interessierte drucken, es wird ein Video und Social-Media-Kampagnen auf verschiedenen Online-Kanälen geben“, listet Sommer auf. Mit „South Coast Baltic“ fangen die Verantwortlichen nicht bei null an. Das Vorgängerprojekt namens „Marriage“, das seit Oktober 2011 existierte, hatte schon eine ähnliche Schlagrichtung und war laut Sommer auch erfolgreich. Unter anderem ist ein Hafenführer entstanden, der detailliert die Marinas und Sportboothäfen in dem Gebiet beschreibt. „Den wollen wir aktualisieren und fortschreiben“, benennt sie ein weiteres Vorhaben.

Das soll auch dazu beitragen, dass sich die Marinas besser – über Ländergrenzen hinaus – vernetzen.

Aber in welchem Zustand sind die kleinen Ostsee-Häfen überhaupt? Was kann verbessert werden? „Ein großes Thema ist die Barrierefreiheit“, meint Sommer. Segeltouristen seien oft älteren Semesters.

Zudem könnten die Marinas einheitliche Computerprogramme und Managementsysteme verwenden, um die Gäste, ihre Herkunft und die Verweildauer präzise und vergleichbar zu erfassen.

Projekt finanziert sich nach 2020 selbst

3 Jahre wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Dann soll „South Coast Baltic“ als Marke etabliert sein. Im Anschluss soll sich das Projekt selbst finanzieren. Neben der WFG sind der Tourismusverband Vorpommern, die Gemeinde Heringsdorf, der Marinaverbund Ostsee, der Planungsverband Vorpommern und der Landestourismusverband MV weitere deutsche Partner.

Kai Lachmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.