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24000 Mark für eine Zweieinhalbraumwohnung

Grimmen 24000 Mark für eine Zweieinhalbraumwohnung

Grimmener Wohnungsgenossenschaft feiert 60-Jähriges / 20 Prozent des Bestandes stehen gegenwärtig leer

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Es war damals eine sehr schöne Zeit. Rudi Mielke Gründungsmitglied

Grimmen. Seit 60 Jahren gibt es die Wohnungsgenossenschaft in Grimmen. Und genau seit 60 Jahren ist Rudi Mielke Mitglied dieser Genossenschaft. Das Gründungsmitglied wurde aus diesem Grund bei der gestrigen Jubiläumsfeier im Golfpark Strelasund in Kaschow mehrfach besonders gegrüßt.

Fünf Mitarbeiter

61 Anträge auf Mitgliedschaft für die neue Genossenschaft lagen am

21. Juni 1957 vor.

Der 26. Juni 1957

ist das korrekte

Gründungsdatum der ersten Grimmener

Wohnungsgenossenschaft.

5 Mitarbeiter sind bei der Wohnungs-

genossenschaft

Grimmen e. G. tätig.

1211 Wohnungen gehören heute zum Bestand

des Wohnungs-

unternehmens.

Etwa 20 Prozent

davon stehen leer.

Dabei plante Rudi Mielke privat damals gar nicht mit dieser speziellen Wohn- und Eigentumsform. „Ich war als Vertreter des Landkreises bei einer Versammlung und hatte privat eher vor, für meine Familie ein Eigenheim zu bauen“, sagte er gestern auf Nachfrage. Aber es fehlten für die zu gründende Genossenschaft Mitglieder, und so war Rudi Mielke mit von der Partie und bald auch der zweite Vorsitzende. „Seit März 1959 wohnen wir in unserer Genossenschaftwohnung in der Grimmener Heinrich-Heine-Straße“, erzählt er weiter. Es sei damals eine schöne Zeit gewesen. Gebaut wurde mit viel Handarbeit und oft war es schwierig, Materialien zu bekommen. Aber es sei vorwärtsgegangen. Mielke: „Wir wussten, wir schaffen etwas für uns und unsere Kinder.“

An diese vergangenen Zeiten erinnert auch Kornelia Thymian, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Grimmen. Unter anderem an die Wohnungsknappheit und die Notwendigkeit, die erste Wohnungsgenossenschaft Grimmens zu gründen. Allerdings waren eben zunächst nur 17 statt der 30 notwendigen potenziellen Mitglieder zur Stelle. „Am 21. Juni 1957 lagen dann aber 61 Anträge vor“, erinnert sie.

24000 Mark habe anfangs eine Zweieinhalbraumwohnung gekostet. 1500 Mark davon wurden als Eigenleistung erbracht, 2100 Mark als Genossenschaftsanteile. Ende der 50er-Jahre entstanden die ersten drei Häuser in der Heine-Straße. Dann kam der Bauboom in Südwest und 1977/78 entstanden Wohnhäuser in der Straße der Befreiung. Der letzte von der Genossenschaft gebaute Wohnblock in Grimmen war 1988 im jetzigen Innenring fertig.

In der Stadt gab es mit der AWG „Glück auf“ eine weitere Genossenschaft, außerdem einen Beamtenwohnungsverein und im Landbereich ebenfalls AWG, die nach und nach fusionierten, berichtet Kornelia Thymian. 1993 hatte die Wohnungsgenossenschaft einen Bestand von 1372 Wohnungen. Heute gibt es in der Stadt 1211 Genossenschaftswohnungen. Kornelia Thymian erinnert an ehemalige Kollegen wie Renate Klapper, an Sanierungen, den Anbau von Fahrstühlen, Rück- und Umbauten zu altersgerechtem Wohnraum. „Diese Entscheidung war richtig, dieser Wohnraum ist gefragt“, sagt sie. Anderer stehe aber leer.

Die Genossenschaft habe gegen etwa 20 Prozent Leerstand zu kämpfen.

Deshalb kamen die lobenden und aufmunternden Worte der Gastredner bei den Mitgliedern und Mitarbeitern, vor allem aber bei Kornelia Thymian, die sich Ende des Jahres in den Ruhestand verabschieden möchte, gut an. „Sie haben sicherlich oft Entscheidungen getroffen, die nicht immer leicht waren“, sagte Wirtschaftsminister und Stadtpräsident Harry Glawe (CDU). Aber sie seien notwendig gewesen. Er verwies auf Hilfen des Landes für die Bewältigung neuer Herausforderungen.

Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) erinnerte in seiner Ansprache an die Zusammenarbeit und die Solidarität, die bei Gründung der Wohnungsgenossenschaft eine ganz andere gewesen sei und die er sich heute oft wünsche. Er forderte den Vorstand auf, jede Chance, die sich biete, insbesondere bei Fördermitteln, zu nutzen.

Almut Jaekel

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