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33 neue Wohnungen in altem Pflegeheim

Stralsund 33 neue Wohnungen in altem Pflegeheim

Die Sanierung soll bis zum Herbst abgeschlossen sein / Auf dem Hof wird ein Grillpavillon aufgestellt

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Das ehemalige Pflegeheim in der Kedingshäger Straße wird saniert. Die Miet-Wohnungen sollen im Spätherbst fertig sein. FOTOS (2): MARLIES WALTHER

Stralsund. Das Gesicht einer alten Immobilie in Knieper Nord wandelt sich: Aus dem ehemaligen Pflegeheim „Franziska Tiburtius“ in der Kedingshäger Straße 92 bis 96 wird ein moderner Wohnblock. Damit verschwindet ein in den letzten Jahren immer wieder kritisierter Schandfleck, denn seit dem Leerzug des Gebäudes hatte der Bau einen zunehmend verwahrlosten Eindruck gemacht.

OZ-Bild

Die Sanierung soll bis zum Herbst abgeschlossen sein / Auf dem Hof wird ein Grillpavillon aufgestellt

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Jetzt ist endlich alles auf gutem Weg, wie Investor Gerhard Ernst gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG versicherte, auch wenn es „ein schwieriges Objekt“ sei. „Wir haben die drei Häuser vor anderthalb Jahren gekauft und im Juni des vergangenen Jahres mit der Sanierung begonnen“, sagt Ernst, der zusammen mit einem Handwerker aus Grimmen Bauherr ist. Er sei zuversichtlich, dass die 33 geplanten Miet-Wohnungen im Oktober beziehungsweise November fertiggestellt werden.

„Die neuen Fenster und Türen sind bereits drin. Der Bau ist verschlossen. Ich denke, im nächsten Monat ist der Rohbau fertig“, sagt Ernst. Dann könne es kräftig mit dem Innenausbau weitergehen. Jetzt sei es „eine ganz normale Baustelle“, auch wenn es am Anfang schon ziemliche Schwierigkeiten gegeben hatte. Während des Leerstandes war es immer wieder zu Einbrüchen und Vandalismus gekommen. Das Gelände sei regelrecht als Müllkippe benutzt worden. Verzögert hätten sich die Arbeiten nach der Baugenehmigung durch nicht ganz einfache Absprachen zum Brandschutz. Doch nun sei alles geklärt. Und auf die Zusammenarbeit mit der Stadt lässt Ernst nichts kommen. „Da kann ich mich wirklich nicht beklagen“, lobt der Investor. „Wir haben gute Kompromisse gefunden.“ Inzwischen gebe es auch schon interessierte Nachfragen. Die Wohnungen werden im Schnitt über zweieinhalb Zimmer verfügen, auf einer Fläche zwischen 60 und 70 Quadratmetern – mit Loggia oder Balkon.

Der alte Aufzugsturm aus Pflegeheim-Zeiten wird nun für Wohnzwecke mit genutzt. Alle drei Häuser erhalten jeweils einen neuer Aufzug. Und besonders attraktiv dürften die rund 100 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnungen sein, die in einem Staffelgeschoss im Dachbereich entstehen. Der Fahrstuhl endet übrigens unmittelbar in diesen Wohnungen, die einen großzügigen Terrassenbereich haben werden, mit einem weiten Blick über das Stadtgebiet.

Auf dem Außengelände sind Stellplätze geplant. Es soll aber auch Möglichkeiten für das nachbarschaftliche Zusammenleben und Begegnungen geben. So wird auf der Grünfläche ein Grillpavillon aufgestellt, kündigt Ernst an.

Der Mann aus Wittenberge, der an der Elbe aufgewachsen ist, engagiert sich seit der Wende in der Hansestadt. Er ist gekommen, „als Stralsund noch ein Spukschloss“ war, wie er sich erinnert. Bei seinem ersten Besuch an einem diesigen Nachmittag seien ihm auf dem Weg vom Alten zum Neuen Markt gerade mal zwei Menschen begegnet. Und aus den Baugerüsten wuchs Gras. Da stand für ihn fest, dass er mithelfen wollte, etwas zu verändern.

Gerhard Ernst hat seit dieser Zeit mit verschiedenen Investorengruppen über 400 Wohneinheiten in rund 40 Stralsunder Häusern geschaffen beziehungsweise in Planung. Dazu zählen zum Beispiel der alte Speicher in der Schillstraße oder die preisgekrönte Jacobiturmstraße 32. Derzeit errichtet Ernst mit der Elbe Wohnungsbaugenossenschaft in Knieper West für zehn Millionen Euro 90 altengerechte Wohnungen.

Marlies Walther

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