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Bauernverband: „Ernte-Erträge sind massiv eingebrochen“

Grimmen Bauernverband: „Ernte-Erträge sind massiv eingebrochen“

Geschäftsführer spricht von „sehr schwerem Jahr“ für die Landwirte

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Riesige Zuckerrübenberge – hier bei Boltenhagen – liegen bereit für den Abtransport.

Quelle: Foto: Almut Jaekel

Grimmen. In großen Bergen liegen die Rüben an den Ackerrändern. Während die Landwirte bei dieser Frucht noch recht zufriedenstellende Ernteerträge verzeichneten, „war es unterm Strich doch ein – gelinde ausgedrückt – sehr schweres Jahr“, sagt Christian Ehlers, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordvorpommern. Und das könnte auch für die kommende Saison Folgen haben.

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Geschäftsführer spricht von „sehr schwerem Jahr“ für die Landwirte

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Verregnet und verhältnismäßig kühl waren die Monate, die für die Landwirte beziehungsweise die Getreide- und Rapsreife wichtig waren. Vor allem für den Raps war es ein ganz schlechtes Jahr. „Und das bereits das zweite Mal in Folge“, sagt Ehlers. „Die Erträge sind massiv eingebrochen“, fügt er hinzu. Dies habe mehrere Gründe. Zum einen sei im Gegensatz zum Vorjahr schon weniger Raps angebaut worden. Zum anderen nennt er das Verbot, Beizmittel – das Glyphosat – einzusetzen, als Grund. „Das Verbot hat zur Folge, dass die jungen Pflanzen viel anfälliger für Schädlingsbefall sind“, erklärt der Bauernverbandschef. In diesem Jahr sei auch die ungleiche Reife ein Thema gewesen. „Während ein Teil des Rapses noch nicht reif war, fiel ein Teil der Rapskörner schon aus den Schoten“, berichtet Ehlers. Dies habe ebenfalls zu Verlusten bei der Ernte geführt.

Schon der Erntebeginn beim Winterweizen stimmte die Landwirte wenig optimistisch. Immer wieder mussten die Arbeiten aufgrund des Wetters unterbrochen werden. Zusätzlich musste das Getreide getrocknet werden, was für die Landwirte ohne eigene Trockungsanlage Abzüge beim Preis bedeutete. Und dieser sei im Vergleich zum vergangenen Jahr auch noch gesunken, informiert Christian Ehlers.

Derzeit läuft auf den Äckern noch teilweise die Zuckerrüben- und Maisernte. Vorrangig beim Mais, Wochen später als gewohnt. Denn auch für dessen Reifeprozess waren die Sommermonate alles andere als optimal. „Teilweise ist der Mais noch nicht einmal reif“, berichtet der Bauernverbandsvorsitzende. Und selbst wenn: Auch hier erschwert das Wetter die Erntearbeiten. „Die Äcker sind durch den Regen teilweise stark aufgeweicht“, sagt Ehlers. Und genau das könnte sich auf die Weizenerträge im kommenden Jahr auswirken. Denn das späte Ernten könnte zur Folge haben, dass Winterweizen nicht mehr gedrillt werden kann. Lediglich spätsaatverträglicher Winterweizen könne jetzt noch in den Boden kommen, meint Ehlers. Oder die Felder würden frei bleiben.

Angebaut werden könne dann im kommenden Jahr noch Sommerweizen oder wieder Mais, berichtet der Bauernverbandschef. Auch Rüben wären eine Möglichkeit. Für diese wurde die Kontingentierung aufgehoben.

Bedeutet: Jeder Landwirt kann so viel anbauen beziehungsweise für die Weiterverarbeitung anbieten, wie er möchte. „Aber auch für die Biogasgewinnung werden Rüben mittlerweile angebaut. Sie sind inzwischen ein Garant für eine gute Produktion“, berichtet Christian Ehlers. Auch für die weitere Fruchtfolge sei der Anbau von Rüben gut, da dies den Boden auflockern würde.

Eine Bitte hat der Verbandschef: „Erfahrungsgemäß werden Straßen beim Abfahren zum Teil stark verschmutzt“ – Ehlers appelliert an die Bevölkerung, dann nicht überzureagieren. Die Arbeiten würden bis in den Januar hinein laufen.

Anja Krüger

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