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Blick unter Motorhaube lohnt sich

Grimmen Blick unter Motorhaube lohnt sich

Vier Siebtklässlerinnen von der Regionalschule Robert Koch lernten in den Autohäusern Gerds und Hückstädt den Alltag eines Mechatronikers kennen.

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Celine Marlow (13, v.r.) und Chantal Koch (13) schauen sich im Autohaus Gerds um und begleiten Kai Heidtmann bei seiner Arbeit — vom Öl- bis zum Reifenwechsel. Fotos (2): Anne Kubik

Grimmen. 45 Mitarbeiter sind beim Autohaus Hückstädt beschäftigt, darunter auch einige Frauen. „Allerdings im Service oder in der Abrechnung — in der Werkstatt haben wir leider bislang gar keine Frau“, sagt Chef Paul Hückstädt. Doch das könnte sich in Zukunft ändern, denn die Teilnehmerinnen des Girls‘ Day zeigten viel Interesse am Beruf des Mechatronikers.

Vier Mädchen von der Regionalschule Robert Koch hatten sich in die ölige Männerwelt getraut — und genossen die neuen Erfahrungen. „Ich könnte mir sogar vorstellen, später mal in der Werkstatt zu arbeiten“, sagte Celina Bielau (12) bereits nach drei Arbeitsstunden. Erst half sie im Lager des Autohauses Hückstädt gemeinsam mit Jaqueline Boldt (12) beim Sortieren, danach baute sie mit Marcel Peters einen Motor aus — und löcherte den Mechatroniker dabei mit vielen Fragen, die er ruhig beantwortete. „Ich interessiere mich sehr für Autos — am meisten für Trabis und Motorräder. Ich würde auch gern Stockcar fahren, so wie mein Bruder“, erklärte die Splietsdorferin die Wahl ihres Unternehmens. Der Tag in der Werkstatt habe sich für sie gelohnt: „Es ist sehr interessant und macht mir viel Spaß“, sagte sie begeistert.

Auch Celine Marlow (13) hatte die Neugier im Autohaus Gerds gepackt. „Ich wusste bislang nur, dass hier viele Autos rumstehen“, gestand die Schülerin. Doch das änderte sich schnell, als sie und auch Chantal Koch (13) Kai Heidtmann bei der Arbeit begleiten durfte. Beim Ölwechsel erfuhren die Mädchen etwa, dass der Ölwechsel einmal pro Jahr ansteht. „Oder nach 30 000 Kilometern“, sagte Heidtmann. „Mein Gott“, staunte Celine angesichts dieser Zahl. Sie nutzte die Chance der offenen Motorhaube gleich aus, um genauer nachzuhaken. „Was ist das da“, fragte sie und deutete mit dem Finger auf einen schwarze Box. „Der Sicherungskasten“, entgegnete der Mechatroniker. „Oh, ich dachte, das wäre die Heizung“, bemerkte die 13-Jährige, fragte aber sogleich nach den weiteren mysteriösen Fahrzeugteilen. „Das ist echt cool, dass einem hier alles so toll erklärt wird. Auch der Job an sich ist total interessant“, lautete ihr Urteil. Machen will sie ihn aber selbst nicht. „Ich möchte Krankenschwester werden und Menschen helfen“, stellte sie klar.

Ich könnte mir vorstellen, später mal in der Werkstatt zu arbeiten.“
Celina Bielau (12) aus Splietsdorf

 



Anne Kubik

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