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Dachfest in St. Marien: Die ganze Stadt ist eingeladen

Greifswald Dachfest in St. Marien: Die ganze Stadt ist eingeladen

Für fast 1,4 Millionen Euro wurde der kostbare Dachstuhl der Kirche gerettet / Am 2. Oktober wird das gefeiert

Greifswald. Zwei Jahre hat es gedauert, viele Nerven und hunderttausende Euro gekostet, das Dach der „Dicken Marie“ zu retten. Doch nun sind alle maroden Balken dieses riesigen Dachstuhls ausgetauscht, nur ein paar Quadratmeter neue Schindel fehlen noch.

Ein guter Grund für die Gemeinde, am 2. Oktober Dachfest zu feiern. „Wir laden alle Greifswalder ein, sich unter dem Dach von St. Marien an den gedeckten Tisch zu setzen“, sagt Pastorin Ulrike Streckenbach. Mit Unterstützung der Peter-Warschow-Stiftung schmeiße die Gemeinde eine Party für die ganze Stadt. „Wir sagen allen: Diese Kirche gehört auch Euch.“ Die mittelalterliche Hallenkirche St. Marien gilt als Denkmal Nationaler Bedeutung, ihr hölzerner Dachstuhl wegen seiner Größe und des Alters als etwas ganz besonderes. „Er stammt noch aus der Bauzeit der Kirche“, erklärt Pastorin Streckenbach. „Das Holz dafür wurde Anfang des 14. Jahrhunderts geschlagen.“ So etwas gebe es sonst kaum noch im Norden.

Doch in vielen Balken wütete der Hausschwamm, fraßen sich Insekten durchs Holz (die OZ berichtete). Das ganze Ausmaß der Zerstörung war erst während der Sanierungsarbeiten deutlich geworden.

Umso glücklicher ist Ulrike Streckenbach, dass der Dachstuhl nun gerettet ist. „Die Zimmerleute, Gerüstbauer, Dachdecker und Maurer haben Großartiges geleistet“, sagt sie. Wie, das will der leitende Architekt Ulf Kirmis am 2. Oktober anhand von vielen Fotos schildern.

Beginnen soll das Fest aber mit einem Gottesdienst um 10.15 Uhr. An einer extra langen Tafel in der Kirche können die Besucher danach zum Essen Platz nehmen. Auf einer Minibaustelle gilt „betreten erlaubt“. Jugendliche wollen Bücher zu der Frage präsentieren, wie das Miteinander unter einem Dach gelingen kann. Von der Wanderfalkenfamilie in St. Marien soll Ornithologe Danny Eichhorn erzählen, und Mitarbeiter des Kindergartens St. Marien wollen die Kinder in die Welt von „Goldmarie“ entführen, in der am Ende alles gut wird.

Dass am Ende auch in St. Marien alles gut wird, bleibt der Gemeinde nur zu hoffen. Die Kosten für die Sanierung waren wegen des großen Schadens in die Höhe geschnellt, auf insgesamt fast 1,4 Millionen Euro. 205000 Euro davon muss die Gemeinde als Eigenanteil aufbringen. Der Bund und das Land haben den Löwenanteil bestritten. Viele Stiftungen, der Förderverein von St. Marien und zahlreiche private Spender stockten die Eigenmittel auf, doch noch immer ist ein Teil der Kosten nicht gedeckt.

Und die Bauarbeiten gehen weiter: „Die große Baumaßnahme 2015 bis 2018“ läuft, eine zweite millionenschwere Sanierung. Fenster müssen ausgetauscht, Gewölberisse beseitigt, die Außenmauern überarbeitet werden. Noch mindestens zwei Jahre bleibt die Kirche also eine Baustelle. Zum Abschluss wird es wohl die nächste, noch größere Party geben.

Sybille Marx

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