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Drogeriekette kommt vorerst nicht in die Altstadt

Grimmen Drogeriekette kommt vorerst nicht in die Altstadt

Leerstände von Geschäften noch überschaubar / Aber es gibt auch fast hoffnungslose Fälle

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In diesen Laden in der Langen Straße will die Drogeriekette Rossmann eine Filiale auf über 700 Quadratmetern einrichten. Fotos (3): Reinhard Amler

Grimmen. Die Drogeriekette Rossmann wird entgegen ihrer Ankündigung vom April in diesem Sommer keine Filiale im ehemaligen Edeka in der Grimmener Langen Straße eröffnen.

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Leerstände von Geschäften noch überschaubar / Aber es gibt auch fast hoffnungslose Fälle

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Nach dem jetzigen Stand der Planung gehen wir von einer Übergabe des Objektes Ende Oktober aus. Dann könnte der neue Rossmann-Markt bereits zum Weihnachtsgeschäft 2016 geöffnet sein.“

Stephan-Thomas Klose, Pressesprecher Droegeriekette Rossmann

Das bestätigte Stephan-Thomas Klose, Pressesprecher des Unternehmens aus Burgwedel bei Hannover auf Anfrage.

Er bekundete aber gleichzeitig, dass Rossmann nach wie vor daran interessiert sei, schnellstmöglich in der Grimmener Innenstadt präsent zu sein. Als neuen Termin nannte er jetzt Ende Oktober. Der Pressechef schränkte aber ein, dass nicht klar sei, ob bis dahin alle strittigen Fragen geklärt seien. Bei einem Einzug Ende Oktober wäre Rossmann dann zum Weihnachtsgeschäft in Grimmen präsent.

Die noch offenen Probleme hängen mit der Immobilie zusammen. Denn das Gebäude ist noch nicht an den künftigen Investor verkauft. Es gehört einer Eigentümergemeinschaft, die aus rund einhundert Beteiligten besteht. Jeder muss bei einem Verkauf sein Einverständnis geben. Und das gestaltet sich kompliziert. Klar ist indes aber, dass der Verkäufer verkaufen und der Käufer kaufen möchte. Das bestätigte gestern auch Grimmens Stadträtin Heike Hübner.

Die Stadt begleitet die Verhandlungen nämlich schon seit langem und bemüht sich auch zu helfen, wo sie es kann. „Wir haben großes Interesse daran, dass Rossmann schnellstmöglich einzieht“ , sagt Hübner.

Denn der Filialist, der immerhin über 700 Quadratmeter brachliegende Verkaufsfläche belegen will, würde nicht nur einen großen Leerstand mitten in der Altstadt aufheben. Ein Drogeriegeschäft dieser Art würde auch zur weiteren Belebung der City beitragen. Bereits 2008 hatte ein im Auftrag der Stadt erarbeitetes Einzelhandelskonzept ergeben, dass 84 Prozent der Grimmener neben Nahrungs- und Genussmitteln auch Drogeriewaren und Parfümerieartikel in starkem Umfang gern innerhalb ihres Stadtgebietes kaufen möchten. Die Neuvermietung der ehemaligen Edeka-Fläche besitze dabei zentrale Bedeutung, steht in dem Papier.

Auch wenn sich der Leerstand in der Altstadt insgesamt noch recht übersichtlich darstellt, wie Heike Hübner meint, gäbe es leerstehende Geschäfte, die für die Stadt ein großes Ärgernis darstellen.

Dazu gehören vor allem das ehemalige Kaufhaus „Format“ in der Sundischen Straße und das zu DDR-Zeiten als Fahrzeugladen genutzte Geschäft in der Langen Straße. Beide sind mittlerweile zu Schandflecken verkommen. Stadträtin Hübner verweist auf äußerst schwierige Eigentums- und Rechtsverhältnisse sowohl bei der einen als auch anderen Immobilie.

Leider gäbe es nicht viel Hoffnung, dass sich hier demnächst schnell etwas verändert. Anders sieht es dagegen beim ehemaligen Autoteile-Laden in der Friedrichstraße aus. Der hat seit 1. Januar verhangene Fenster. „Wir sind daran interessiert, hier schnell eine Lösung zu finden“, erklärt Grimmens Bürgermeister Benno Rüster (CDU). Das Stadtoberhaupt ist überzeugt, dass dies gelingt.

Allerdings gibt es derzeit noch kein Ergebnis, wie Sylvia Kleschewski, die Ehefrau des Hauseigentümers sagt. „Mietinteressenten können sich gern bei mir melden“. Sylvia Kleschewski ist offen für alle Nachfragen. Das ist auch Thilo Menschel. Ihm gehört der ehemalige Fischladen im Birkenweg, einer Seitenstraße zur Bahnhofstraße. Seit 1. Januar 2016 wartet das Geschäft auf einen Neumieter. „Es gab einige Interessenten“, erklärt Menschel, dem auch nahe Geschenkboutique gehört. „Aber leider kann ich noch nichts Abschließendes verkünden“. Menschel würde gern wieder einen Fischladen ansiedeln.

Weil es in Grimmen keinen gibt.

Reinhard Amler

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