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Eigenbetrieb Abfallwirtschaft will Müllgebühren leicht senken

Grimmen/Stralsund Eigenbetrieb Abfallwirtschaft will Müllgebühren leicht senken

Nach über 2000 Beschwerden zur neuen Abfallsatzung des Landkreises will der Kreistag jetzt eine erste Änderung auf den Weg bringen

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Abfallbehälter in Grimmen. Die Literpreise, nach denen die Gebühren für Mülltonnen berechnet werden, sollen sinken.

Quelle: Peter Franke

Grimmen/Stralsund. Der Kreistag steht vor einer Änderung der Abfallgebührensatzung. Die gute Nachricht zuerst: Die Literpreise, nach denen die Gebühren für die Mülltonnen berechnet werden, sinken. Etwas teurer werden dagegen Sondergebühren, die bei Selbstanlieferung von gefährlichen Abfällen, wie etwa Asbest oder Bauschutt auf den Wertstoffhöfen erhoben werden.

Gestern Abend befasste sich der Wirtschaftsausschuss des Kreistages mit der Beschlussvorlage dazu. Die neue Gebührensatzung für den gesamten Großkreis war erst seit Januar dieses Jahres in Kraft.

Doch wegen der überwiegenden Verteuerung hatte es in kurzer Zeit über 2000 Einsprüche beim Eigenbetrieb für Abfallwirtschaft des Landkreises gehagelt. Die SPD im Kreistag hatte schließlich noch vor der Sommerpause Druck gemacht, mit einer Überprüfung der Gebühren nicht erst ein Jahr zu warten. „Nach einem dreiviertel Jahr haben wir jetzt belastbare Zahlen, die von den Annahmen abweichen, die wir 2015 für die Ausschreibung zu Grunde gelegt haben“, sagt Annemarie Stachowiak, Leiterin der Buchhaltung des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft, auf OZ-Nachfrage. Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Biotonne in Nordvorpommern und Stralsund besser angenommen worden war, als ursprünglich prognostiziert. „Damit landete weniger in den Restmülltonnen, was sich jetzt in einer Verringerung der Literpreise niederschlägt“, betont die Fachfrau. Das hat zur Folge, dass etwa die 1100 Liter-Müllcontainer vor den Wohnblocks für den geplanten Zeitraum 2017/18 bei wöchentlicher Leerung in der Tonnengebühr um 123 Euro billiger und damit pro Jahr 3618 Euro zuzüglich Grundgebühr kosten werden.

Im letzten dreiviertel Jahr hat sich auch gezeigt, dass die Kreisbewohner offenbar mehr Müll selbst abliefern. Vielleicht auch eine Folge der durch den Eigenbetrieb in Barth und Ribnitz–Damgarten errichteten neuen Wertstoffhöfe, vermutet Annemarie Stachowiak. Die Mehrtonnage bleibt jedoch nicht ohne Auswirkungen. Logistik- und Beseitigungskosten steigen. Zwar sind Haus- und Sperrmüll weiterhin kostenfrei abzugeben, doch anderer Müll kostet extra. So muss der Selbstanlieferer in den nächsten zwei Jahren etwa für das ausgeschöpfte Kofferraumvolumen seines Autos mit Extra-Abfall 6,01 statt wie bisher 5,44 Euro bezahlen.

Der Mehraufwand für die selbst angelieferte Tonnage bei Haus- und Sperrmüll fließt in die Grundgebühr, die von jedem anschlusspflichtigen Bürger zu entrichten ist. Sie wird jedoch für den Zeitraum 2017/18 nicht angehoben. „Das ist möglich, weil wir an anderer Stelle Kosten eingespart haben“, betont Annemarie Stachowiak. Etwa beim Bau der beiden neuen Wertstoffhöfe in Barth und Ribnitz-Damgarten. Geld, das zur Stabilisierung der Grundgebühr verwendet wird. Über diese Änderung der Abfallgebühren muss der Kreistag im Dezember entscheiden.

Geplante Veränderungen bei den Gebühren

Billiger wird die Tonnengebühr übers Jahr unter anderem für die 14-tägig geleerte 60-Liter-Tonne für Zwei-Personen-Haushalte.

Sie sinkt um 2,33 auf 68,71 Euro zuzüglich der stabil gebliebenen Grundgebühr von 15,84 Euro.

Teurer wird unter anderem die Selbstanlieferung von Abfällen beim Wertstoffhof etwa mit dem eigenen Pkw. Im Zeitraum 2017/18 wird für einen vollgepackten Anhänger oder Kombi eine Gebühr von 18,78 Euro erhoben. Haus- und Sperrmüll bleiben frei.

Jörg Mattern

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