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Grimmen Einzug in Traumhaus steht in den Sternen
Vorpommern Grimmen Einzug in Traumhaus steht in den Sternen
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09:25 30.08.2013
Die Form des Hauses erinnert an den Stil der Schifferkirche in Ahrenshoop. Seit geraumer Zeit ruhen die Arbeiten. Quelle: Timo Richter
Ahrenshoop

Eines der am meisten fotografierten Häuser in dem Künstlerort ist kein historisches Gebäude, sondern ein moderner Neubau. Der ist aber noch gar nicht fertig. Wegen Baumängeln hat Ralf Wernitz, der mit seiner Familie schon im September 2011 das Traumhaus am Weg zum Hohen Ufer beziehen wollte, die Arbeiten gestoppt. Dass die Arbeiten aufgrund baurechtlicher Angelegenheiten von Amts wegen beendet wurden, entspreche nicht den Tatsachen, sagt der 50-jährige Geschäftsführer einer Messeservice GmbH.

Ein von Wernitz beauftragter Gutachter stellte eine lange Liste von Mängeln zusammen. Trotzdem pochten Baubetriebe auf die volle Bezahlung, sagt Ralf Wernitz. Die Restzahlungen will er nicht leisten — das Haus ist ja noch gar nicht fertig und für eine mangelhafte Sache will er schon gar nicht den vollen Preis bezahlen.

Trotzdem ist die Angelegenheit inzwischen vor Gericht gelandet. Einigungsversuche mit den am Bau beteiligten scheiterten allesamt. Jetzt steht ein vom Gericht angefordertes Gutachten aus. „Die Beweisaufnahme ist somit noch nicht abgeschlossen“, sagt Ralf Wernitz. Die vierköpfige Familie plus Hund hängt derzeit in einer Warteschleife fest. Weil in Wustrow und Ahrenshoop keine Unterkunft zu finden war, wohnen die Wernitz‘ seit geraumer Zeit in einem Ahrenshooper Hotel. Ralf Wernitz sind die Hände gebunden, so lange das Gerichtsgutachten nicht vorliegt. „Ich kann nicht weiter bauen, dann würden Beweismittel verloren gehen.“

Verkaufen oder abreißen kann Ralf Wernitz das Haus mit Ostseeblick aber auch nicht. Will er im Grunde genommen auch gar nicht, denn in dem Haus soll sich einmal der Lebensmittelpunkt der Familie befinden, fühlt sich die Familie doch in Ahrenshoop und Wustrow, dort hat Ralf Wernitz in der Strandstraße eine Geschäftszeile gebaut, sehr willkommen geheißen.

Ob dieser Traum jemals Wirklichkeit werden wird, lässt Ralf Wernitz verzweifeln. Jetzt, unzählige schlaflose Nächte und eine Herzattacke später, habe er eine ruhigen und klaren Blick auf die Angelegenheit. Denn hätte er schon früher haben sollen, sagt der Firmenchef heute selbstkritisch. Dann hätte er die Reißleine viel früher gezogen, denn was auf der Baustelle teilweise geschah, hatte ihn zwar stutzig gemacht, aber „ich haben mich voll auf die Kompetenz des Architekten und der Baufirmen verlassen“.

Bereits nach Baustart hatte Wernitz die Arbeiten gestoppt: Die Bodenplatte lag zu hoch. Sie musste abgetragen und ersetzt werden.

Weil die Beweisaufnahme noch nicht abge- schlossen ist, hängt die Familie in der Warteschleife.“Ralf Wernitz, Bauherr

Timo Richter

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