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Ende des Supermarktes bewegt viele Menschen

Reinkenhagen Ende des Supermarktes bewegt viele Menschen

OZ-Beitrag erreichte fast 33 000 Personen bei Facebook

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Dieses Team bediente die Reinkenhäger in den letzten Jahren: Edeltraud Spiekermann, Katja Lewerenz, Nadine Klein und Kathrin Spiekermann.

Quelle: Reinhard Amler

Reinkenhagen. Die Schließung des Reinkenhagener Lebensmittel-Marktes bewegt die Gemüter. Auf ihrer Facebook-Seite verzeichnete die Grimmener OZ bis gestern knapp 33 000 erreichte Personen.

Viele haben auch ihre Meinung dazu aufgeschrieben. So Saskia Kraus: „Echt traurig. Ich bin voller Wut. Die armen Alten Leute.“ Renaldo Siegfried Ewald-Menzel kommentiert das Ganze so: „Das ist eben Marktwirtschaft. Ich finde es nicht gut, aber so ist es halt. Und bei dem übersichtlichen Angebot und den hohen Preisen kann man schlecht einen Einkauf für eine vierköpfige Familie im Dorfkonsum machen.“ Und Just Mu entgegnet dem: „Es ist nicht nur die Marktwirtschaft, sondern die Dummheit der darin Lebenden.... Und zwar jedes Mal, wenn sie meinen, zu teuer, rechnen sie weder Zeit noch Sprit und Verschleiß in die fünf Joghurts ein, für die sie dann nochmal zum Supermarkt gurken, um zu sparen!“ Enrico Schmidt kommt zu der Schlussfolgerung: „Wenn der Netto in Brandshagen fertig ist, dann wird auch der Konsum in Reinberg schließen. Schade für die älteren Bürger, die drauf angewiesen sind in Reinberg.“

Edeltraud Spiekermann, die die Verkaufsstelle seit 24 Jahren selbstständig geführt hat, musste sich aufgrund gesundheitlicher und wirtschaftlicher Probleme zu diesem Schritt entschließen. „Es hat sich einfach nicht mehr gerechnet“, sagte die 62-Jährige. Betroffen von der Entscheidung ist auch ihre Tochter Kathrin, die hier als Verkäuferin angestellt war. Sie hätte das Objekt gern weitergeführt, ihr fehlt aber das Geld für notwendige Investitionen. Die beiden anderen Verkäuferinnen Nadine Klein, die hier seit sechs Jahren arbeitet, ebenso wie Katja Lewerenz, die seit zwei Jahren tätig ist, gehen in die Arbeitslosigkeit. „Wir schreiben Bewerbungen“, sagen sie.

Edeltraud Spiekermann bat darum, noch einmal allen Kunden, die ihr langjährig die Treue gehalten haben, herzlich zu danken. „Dank dafür, dass sie 24 Jahre durchgehalten haben“, sagte ihr Bürgermeister Helmut Krüger (CDU), der versprach, dass die größte Gemeinde in Sundhagen, Reinkenhagen-Miltzow, künftig nicht ohne Supermarkt bleiben wird. Ob es bereits Pläne gibt, hier– ähnlich wie in Brandshagen – einen Einkaufsmarkt zu bauen, sagte er nicht. Er wolle auf jeden Fall die endgültige Entscheidung der Familie Spiekermann abwarten, deren Tochter Kathrin ja noch überlegt, ob sie den Laden ihrer Mutter weiterführt. „Ein Fünkchen Hoffnung gibt es noch“, betonte sie.

Reinhard Amler

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