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Grimmen Entspanntes Radeln mit dem perfektem Sundblick
Vorpommern Grimmen Entspanntes Radeln mit dem perfektem Sundblick
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00:00 31.03.2014
Ab August dieses Jahres radelt es sich an der Sundpromenade ohne Pfützen. Stephan Bogusch an der Stelle, wo neuer Asphalt auf vorhandenen treffen wird. Quelle: Jörg Mattern
Stralsund

Vor den Linden liegen roh geschnittene Bretter. Sie sollen die Bäume schon bald vor Beschädigungen während der Bauarbeiten an der Sundpromenade schützen. Wo die Flaniermeile auf die Badeanstalt stößt, sind die Bauarbeiten schon im Gange. Ein Laster der Firma Bornhöft lädt Sandgemisch ab.

Das Unternehmen baut hier bis August auf einem guten Kilometer das letzte von zwei Teilstücken des Ostseeküstenradwanderweges auf Stralsunder Territorium. Das andere wird derzeit zwischen dem Selliner und dem Drigger Weg entlang der Gartensparte in Ufernähe gebaut.

Stephan Bogusch, Abteilungsleiter Straßen und Stadtgrün, kommt extra mit dem Fahrrad zum Treffpunkt. „Der Radweg wird auf etwa 2,6 Metern Breite auf der Wasserseite der Promenade asphaltiert“, sagt Bogusch und verweist darauf, dass das neue Teilstück dann direkt an das Asphaltband anschließt, das vor der Gaststätte „Ventspils“ bereits liegt.

Besondere Herausforderung: Die Sundpromenade steht unter Denkmalschutz, der berücksichtigt werden muss. Für diese Arbeiten, die 575 000 Euro kosten werden, gibt es Fördermittel. Für den zweiten Weg auf der Sundpromenade entlang der Sitzbankreihe gibt es diese nicht. „Deshalb fassen wir das Stück vorerst nicht an“, erklärt der Abteilungsleiter.

Angefasst werden im Zuge des Radwegbaus aber vor allem die alten Laternen, die sonst in der neuen Piste stehen würden. Sie werden daneben platziert und bekommen dabei gleich noch neue Masten.

„Unberührt bleibt von den Bauarbeiten das Thälmann-Denkmal“, betont Bogusch und verweist darauf, dass ihn dazu bereits Anfragen erreicht haben.

Zwei Besonderheiten wird das Teilstück an der Sundpromenade aufweisen: „Den Zugang von der Gerhart-Hauptmann-Straße zur Promenade werden wir so aufweiten, dass ein kleiner Platz und somit mehr Bewegungsfreiheit in diesem Bereich entsteht“, erklärt der Abteilungsleiter. Zweite Besonderheit: Direkt vor dem Seebad gab es einst das historische Lindenrondell. Das wird fast vollständig in den alten Abmessungen wiederhergestellt. Die noch vorhandenen Linden werden mit Neupflanzungen ergänzt. Der Platz selbst wird mit einer wassergebundenen Tragschicht versehen, die im Mittelteil, der von den Radfahrern gekreuzt wird, etwas stärker aufgebracht wird. „Der andere Belag soll vor allem ein natürliches Aussehen des Rondells unterstreichen“, so Bogusch. Rundherum sind neue Sitzplätze vorgesehen.

Im Bereich hinter dem Seebad wird der Radweg auf drei Meter aufgeweitet. Der Grund dafür: Es muss die Befahrbarkeit für den Zulieferverkehr zur Gastronomie und zu den Rettern von der DLRG in den Freizeitkomplex gewährleistet werden. Für den geplanten Neubau der DLRG-Station wird zuvor ein Stromkabel verlegt.

Wenn im August alles fertig ist, können die Radler von Parow bis Devin ihr Hobby mit nahezu vollständigem Sundblick genießen. Für die Weiterführung des Ostseeküsten-Radwanderweges werden derzeit zwei Varianten geprüft. Die eine führt von Devin über den Teschenhäger Weg zur alten B 96, die andere in Richtung Naturschutzgebiet Devin und weiter über eine Brücke bis zur Marina Neuhof.

Pläne von Gartenbauinspektor Hans Winter
Die Gestaltung der heutigen Sundpromenade geht auf den Gartenbauinspektor Hans Winter zurück.



Er ließ seine Idee von einem durch Lindenalleen geführten Promenadenweg, der verschiedene Plätze miteinander verbinden sollte, in den Jahren 1927/28 umsetzen.



Ausgangspunkt war ein Kinderspielplatz am so genannten Nassen Dreieck. Es folgten eine große Staudenwiese am jetzigen Hansa-Gymnasium, ein Rasenschmuckplatz auf Höhe der Schill-Anlagen, teppichbeetartige Plätze an der heutigen Gaststätte „Ventspils“ sowie am jetzigen Thälmann-Denkmal.



Zwei Wandelgänge schlossen sich mit einem Konzertplatz vor den Fischerhäusern an, die vor der Badeanstalt in einem Lindenrondell endeten.


Das Hohe Ufer wurde eine Promenade für Radler und Fußgänger.



Die Sundpromenade hieß anfangs Hindenburg-Ufer und dann bis 1991 Thälmann-Ufer.

Quelle: „Backstein & Grün“, Angela Pfennig



Jörg Mattern

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