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Bassendorf/Stubbendorf Erlebnispfad: Arbeiten starten jetzt

Altes Bollwerk in Bassendorf bekommt einen schwimmenden Steg

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Bassendorf/Stubbendorf. Alle Weichen sind gestellt, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Zur sogenannten Bauanlaufberatung für den künftigen, rund 30 Kilometer langen „Erlebnispfad Trebeltal“ (siehe Grafik) trafen sich am Donnerstag in Bassendorf Vertreterinnen des Amtes Recknitz-Trebeltal mit Verantwortlichen des Marlower Planungsbüros Voss &

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Altes Bollwerk in Bassendorf bekommt einen schwimmenden Steg

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Was sind Leader und ELER?

Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit Anfang der 1990er-Jahre innovative Aktionen im ländlichen Raum finanziell unterstützt werden.

ELER ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums in der Europäischen Union für die Förderperiode der Jahre von 2014 bis 2020.

Muderack und der Tiefbaufirma LTS aus Gnoien. „Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen mit dem Ausbessern der Zufahrt zum alten Bollwerk“, informiert Birgit Kamrath, Sachbearbeiterin für Tourismus, Kultur, Jugend und Sport im Amt Recknitz-Trebeltal und Leiterin des Erlebnispfad-Projektes.

30 Kilometer langer Rundkurs mitten im Trebeltal

Vor mehr als zwei Jahren wurden erste Pläne für den Ausbau eines Erlebnis- und Wanderweges öffentlich, der durch die Trebelregion rund um Tribsees, Nehringen und Deyelsdorf verlaufen soll. In einer Kooperationsvereinbarung verpflichteten sich die Gemeinden Deyelsdorf, Grammendorf und die Stadt Tribsees zur Übernahme von Eigenanteilen für die Finanzierung des Weges. Das Vorhaben war im Sommer 2015 als Projektidee für eine Leader-Förderung – ein Programm der Europäischen Union – eingereicht worden und hatte Zuspruch erhalten.

Die Kosten für den 30 Kilometer langen Rundkurs sollen mehr als 255000 Euro betragen. Als Aufgabenträger ist die Gemeinde Deyelsdorf mit 36000 Euro dabei. Die Tribseeser zahlen 23000 Euro in den Topf ein und die Grammendorfer 3000 Euro. Von Leader kommen 84 Prozent der Gesamtsumme.

„Wenn das fertig ist, wird das wunderschön sein. Nicht zuletzt ist das auch eine touristische Aufwertung für die Gemeinde“, sagt die Deyelsdorfer Bürgermeisterin Sandra Boy: „Hier kommen viele Radfahrer durch. Ich bin fest überzeugt, dass der Erlebnispfad viel genutzt wird.“ Probleme könnten später allerdings Pflege und Instandhaltung bereiten – weil alle Gemeinden sparen müssen...

Waldlehrpfad im Stubbendorfer Forst

Die Landesforst-Behörde will mit einem Waldlehrpfad ein paralleles Projekt verwirklichen, das an den Wanderweg anschließt. Bis zum Herbst dieses Jahres soll der Erlebnispfad Trebeltal fertiggestellt sein – und dann auch der Lehrpfad im Revier Stubbendorf. Jener wird separat über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit 75000

Euro gefördert.

„Bis zum Herbst beide Vorhaben fertiggestellt zu bekommen, ist schon recht sportlich“, sagt Revierförster Jörg Ludwig. Der zukünftige Waldlehrpfad beginnt und endet in der Nähe der Revierförsterei Stubbendorf. Auf etwa 4,5 Kilometern entstehen in regelmäßigen Abständen kleine Stationen, an denen nicht nur Informationstafeln zur Flora und Fauna aufgestellt werden, sondern auch Mitmachaktionen dazu einladen, selbst aktiv zu werden.

Während der Trebelpfad mehr informell gestaltet wird, ist der Waldlehrpfad mit Aktionen verbunden, erklärt Jörg Ludwig. So wird es etwa eine Stelle geben, wo in einer Buche die Attrappe eines Adlerhorstes verankert ist. Vom Waldboden aus könne mit einem Feldstecher dann das Riesennest erkundet werden. Geplant sind weiterhin ein Baumlabyrinth und eine Station, an der Vogelstimmen erkannt werden müssen.

Auch eine Streuobstwiese wird in den Waldlehrpfad mit einbezogen. „Wir haben hier unter anderem Bäume alter Obstsorten gepflanzt“, erzählt Jörg Ludwig. Zudem wird es entlang der Obstbäume einen Imkerlehrpfad geben. „Das große Thema des Waldlehrpfades ist die Nachhaltigkeit“, erklärt der Revierförster. Der Imkerlehrpfad passe damit sehr gut zum Thema. Gerade mit dem Wissen um das momentane Bienensterben sei es wichtig, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie wichtig die Natur und ihre Bewahrung nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für uns Menschen ist.

Die Lehrpfad-Runde beginnt am Waldeingang beim Stubbendorfer Forsthaus, informiert Jörg Ludwig. Dann geht es am Hauptweg in Richtung Trebel. An der Kreuzung „Dicke Buche“, die so heißt, weil einst ein solcher Baum dort stand, führt der Weg nach links in Richtung Bassendorf. Beim Waldlabyrinth werden zudem Bänke zum Ausruhen einladen. Zurück geht es dann in Richtung Stubbendorf, wo als letzte Station die Streuobstwiese und der Lehrpfad beim Stubbendorfer Doppelhaus warten.

Historikerin sammelt Material für Hinweistafeln

Birgit Kamrath, Mitinitiatorin des Trebeltal-Erlebnis-Pfades, leitet das Drei-Gemeinden-Projekt von Amts wegen. Beatrice Busjan aus Hamburg erkundete jetzt mithilfe der Amts-Mitarbeiterin die einzelnen Stationen des künftigen Pfades. Kunsthistorikerin Busjan zeichnet in Zusammenarbeit mit der Rostocker Agentur „Grafikagenten“ verantwortlich für die historisch erklärenden Texte, die auf Tafeln an den rund zehn Stationen über Wissenswertes informieren sollen; zudem versehen mit sogenannten QR-Codes, über die per Handy und via Internet direkt am Ort noch mehr Hintergründe abrufbar sind. „Wir starteten in Tribsees am Tor, haben Heimatmuseum und Kirche besucht und dann in Langsdorf den Reiterhof ’Little Uncle’“, berichtet Beatrice Busjan, die unterwegs viele Fotos schoss. Der Weg habe dann vom Zugang zum Stubbendorfer Forst – an dem ein Bohlensteg gebaut werden soll – über Techlin zum alten Bollwerk in Bassendorf geführt. „Dort wird ein Schwimmsteg auf Pontons errichtet, an dem Kanus anlegen können“, erläutert Birgit Kamrath. Außerdem seien an dem Ort eine überdachte Sitzgruppe sowie eine Komposttoilette geplant.

Historikerin Busjan lernte zudem Nehringen mit Fangelturm, Gutshaus, Kirche und historischer Klappbrücke kennen. „Das Konzept, auf den Hinweistafeln Naturkunde und Geschichte zu verbinden, find ich sehr gut“, sagt sie. „Es ist vollkommen idyllisch hier“, schwärmt die Hamburgerin vom Trebeltal.

Peter Franke und Claudia Noatnick

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