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Fachleute für moderne Maschinen gefragt

Grimmen Fachleute für moderne Maschinen gefragt

Die Landwirte nutzen knappes Zeitfenster nach der überdurchschnittlich guten Ernte für die Herbstbestellung.

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Gerrit Karnop, Frank Müller, Heiko Breitsprecher, Gebietsverkaufsleiter der Firma Lemken MV, und Christoph Benett (von links) überprüfen die Tiefe der Bodenbearbeitung.

Grimmen. Zufrieden sind sind die Landwirte in diesem Sommer. „Die Getreideernte war überdurchschnittlich“, sagt Evitta Schlender, stellvertretende Geschäftsführerin des Bauernverbandes Nordvorpommern. Doch obwohl die meisten Bauern das Getreide vom Halm haben, ist noch lange keine Pause auf den Äckern. „Der Boden wird jetzt bearbeitet, der Raps muss in die Erde“, sagt Gerrit Karnop, Geschäftsführer der Agrarservice Vorpommern GmbH in Trantow bei Loitz, die unter anderem für die Trantower Agrar GmbH arbeitet. In diesem Unternehmen wurde gestern ein hochmoderner New Holland-Schlepper T9 getestet, der Mitte September bei der Landwirtschaftsausstellung Mela in Mühlengeez zu sehen sein wird.

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Gerrit Karnop, Frank Müller, Heiko Breitsprecher, Gebietsverkaufsleiter der Firma Lemken MV, und Christoph Benett (von links) überprüfen die Tiefe der Bodenbearbeitung.

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Frank Müller steuerte den Traktor über den weiten Schlag, ein sieben Meter breites dreibalkiges Grubbersystem Karat im Schlepp. „Der Traktor hat 507 PS Nennleistung und lohnt sich für Betriebe ab 1500 Hektar Größe“, sagt er. 1200 Liter Kraftstoff passen in den Tank. „Dabei ist das Fahrzeug aber keineswegs ein Umweltverschmutzer“, sagt Christoph Benett, Vertriebsleiter der Firma Wüstenberg Landtechnik, die den Traktor vorführt und in Mecklenburg-Vorpommern vier Filialen betreibt. Beispielsweise gebe es eine spezielle Abgasbehandlung mit einer Harnstofflösung. „Damit wird den gesetzlichen Anforderungen auch in der modernen Landwirtschaft voll entsprochen“, sagt Gerrit Karnop.

Fahrassistent, automatische Lenkung und ein Parallelfahrsystem, damit es nicht zu unnötigen Überlappungen bei der Bearbeitung des Boden kommt, sind nur einige der Funktionen, über die der Traktor verfügt. Gerrit Karnop: „Wenn die Fahrer in der Saison bis zu 18 Stunden auf diesen Schleppern sitzen, muss die Arbeit optimiert und auch ein gewisser Komfort vorhanden sein“.

Diese Technik erfordere aber gute Fachkräfte, die immer schwerer zu finden seien, sind sich Karnop und Benett einig. Die Anforderungen an die Angestellten sind hoch“, sagt Gerrit Karnop. „Die Maschinen werden immer komplexer“, ergänzt Christoph Benett. Deshalb habe die Lehrlingsausbildung in den Betrieben der Landwirtschaft und Landtechnik einen immer höheren Stellenwert. „Wir haben bei 95 Beschäftigten in der Wüstenberg Landtechnik beispielsweise im Moment 21 Auszubildene“, sagt Christoph Benett. Bei fachlich gut qualifizierten Mitarbeitern reiche oft schon ein Telefonat, vom Traktor oder Mähdrescher aus, um Probleme zu klären.

Das spare viel Zeit, sagen Benett und Karnop. Und die sei notwendig, denn das Zeitfenster für Ernte und Wiederbestellung in diesen Wochen sei eng.

In diesem Jahr sind die Landwirte im Bereich des Bauernverbandes Nordvorpommern aber auf einem guten Weg, ist sich Evitta Schlender sicher. Regelmäßig erfragt die Mitarbeiterin des Bauernverbandes die aktuelle Lage sowie die Ernteergebnisse. Kleinere Verzögerungen habe es dort gegeben, wo die Bauern die Rapsernte unterbrechen und zwischendurch den Weizen mit einem anderen Mähwerk dreschen mussten. Jetzt seien nur noch kleine Restflächen Weizen zu ernten, einige Betriebe hätten die Rapsbestellung bereits abgeschlossen.

Erträge
Überdurchschnittlich gut ist die Ernte 2013 im Gebiet des Bauernverbandes Nordvorpommern ausgefallen.

80 Dezitonnen Gerste wurden vom Hektar geerntet und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

45 dt/ha ist das Durchschnittsergebnis beim Raps (7 Prozent mehr als 2012).

91 dt/ha und sogar 15 Prozent mehr als im letzten Jahr ernteten die Landwirte beim Weizen.

 

Almut Jaekel

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