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Geschäftsführerin packt selbst mit an

Grimmen Geschäftsführerin packt selbst mit an

In der Gastronomie ausgebildete Frauen und Männer werden irgendwann sehr gefragt sein und entsprechend gut bezahlt werden — der Meinung ist zumindest Antje Hagenstein.

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Anett Wachtel arbeitet in der Küche des „Gasthof zur Jarpenbeek“ im Rosenweg in Grimmen.

Grimmen. In der Gastronomie ausgebildete Frauen und Männer werden irgendwann sehr gefragt sein und entsprechend gut bezahlt werden — der Meinung ist zumindest Antje Hagenstein. Die 37-jährige Grimmenerin leitet die Geschicke im „Gasthof zur Jarpenbeek“ in Grimmen. Selbst oder gerade in der Trebelstadt sei es schwierig, gutes Personal zu finden, weiß sie. So sei zumindest ihre Erfahrung in den vergangenen knapp 16 Jahren — seit sie selbst im Gasthof arbeitet.

OZ-Bild

In der Gastronomie ausgebildete Frauen und Männer werden irgendwann sehr gefragt sein und entsprechend gut bezahlt werden — der Meinung ist zumindest Antje Hagenstein.

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In unserer Serie „Ein Tag bei...“ stellen wir in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufe in hiesigen Unternehmen vor.

Hinter die Kulissen wollen wir dabei schauen und Berufstätige von ihrem Job berichten lassen.

Schwierige Gäste gibt es nicht.“Bianca Prochnio (32), Restaurantfachfrau

Serie - heute:

Ein Tag mit

Antje Hagenstein

Wochenend- und Feiertagsarbeit, Schichtarbeit, Dienst sowohl in den Morgen- als auch in den Abendstunden und das alles für eine sehr geringe Ausbildungsvergütung sieht Antje Hagenstein als Ursache dafür, dass jährlich zahlreiche Lehrstellen im Gastronomiebereich unbesetzt bleiben.

So beginnt auch in ihrem Gasthof bereits morgens um 8 Uhr der Arbeitsalltag im Rosenweg. Denn neben dem Restaurantbetrieb bietet die Massivhaus GmbH als Betreiber auch vier Doppelzimmer zur Übernachtung. Erste Aufgabe: Das Frühstück für die Zimmergäste herrichten. „Wobei die Zimmer außerhalb der Saison eher von Vertretern und Montagearbeitern gebucht werden und diese sich die erste Mahlzeit des Tages selbst zubereiten“, erzählt Antje Hagenstein. In den Sommermonaten sehe das anders aus. Dann würden die freundlich eingerichteten Zimmer meist von Urlaubern genutzt werden. „Von Grimmen aus ist man dank der Autobahn schnell am Strand, auf der Insel Rügen und in den Hansestädten. Das wissen die Urlauber zu schätzen“, weiß die Geschäftsführerin, die auch selbst mit anpackt.

„Egal ob in der Küche oder im Restaurant oder beim Zimmer herrichten“, sagt sie.

Sind die Gäste mit Frühstück — dies wird übrigens im eigens dafür eingerichteten Raum serviert — versorgt, heißt es, das Restaurant für das Mittagsgeschäft vorzubereiten. „Auch Putzarbeiten gehören dazu“, erklärt Antje Hagenstein. „Die Zeit, bis wir mittags öffnen, ist hart kalkuliert“, weiß sie. Denn bereits um 10 Uhr heißt es, die Zimmer herzurichten — Staub saugen, wischen, Betten machen. In allen vier Zimmern. Alles muss bis 11.30 Uhr fertig sein, wenn das Restaurant öffnet — zumindest mittwochs bis sonntags.

Bianca Prochnio (32) arbeitet seit vier Jahren in dem Grimmener Gasthof als Servicekraft. Der Job habe so seine Herausforderungen, weiß die gelernte Restaurantfachfrau. „Zum Beispiel immer zu lächeln, auch wenn einem gerade nicht danach ist“, nennt sie ein Beispiel. Auch auf jeden Gast individuell einzugehen, sei nicht immer leicht. Schwierige Gäste gebe es aber nicht, meint sie. „Nur die Arbeit ist schwieriger geworden.“ Aber es mache ihr sehr viel Spaß. „Und es ist ein tolles Arbeitsklima hier“, sagt sie.

Kurz vor 12 Uhr kommen dann auch schon die ersten Gäste, denen ihre volle Aufmerksamkeit gilt — Getränke reichen, Essen servieren und zwischendurch immer ein wenig Smalltalk. Bis 14 Uhr geht die Schicht. „Und manchmal geht es dann abends um 17 Uhr weiter“, berichtet Antje Hagenstein. Denn von Montag bis Sonnabend habe der Gasthof auch abends geöffnet.

Auch wenn der Fachkräftemangel im Gastronomiebereich deutlich zu spüren sei, habe sie ein gutes — ein zuverlässiges — Team im Gasthof. Zwei Vollzeitkräfte in der Küche, eine Voll- und eine Teilzeitkraft im Service sowie ein „Springer“ für beide Bereiche sind im Gasthof angestellt.

Insgesamt sei sie zufrieden, wie die Geschäfte laufen, aber ausruhen kann und will sie sich darauf nicht. Immer wieder wurde investiert in den Grimmener Gasthof. „In den vergangenen beiden Jahren haben wir Zimmer renoviert, den Fußboden in den Gasträumen erneuert, eine neue Heizungsanlage eingebaut und gerade erst die Sitzmöbel in den Zimmern neu beziehen lassen“, erzählt Antje Hagenstein, die für Gäste stets neue Überraschungen bereit hält wie etwa die Fingerfood-Woche, die gestern begann. Und in diesem Jahr soll ein massiver Anbau auf dem Hof errichtet werden. Die Grundplatte dafür wurde bereits gegossen.

Von Anja Krüger

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