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Golfparkchef plant neues Hotel, aber es fehlen die Fachkräfte

10 Jahre Golfpark Strelasund: Seit der Gründung wurden auf der Anlage 15 Millionen Euro investiert Golfparkchef plant neues Hotel, aber es fehlen die Fachkräfte

Die Jubiläums-Saison in Kaschow ist in vollem Gange: Junior-Chef Jörg Remer über neue Ideen, die Anfänge, schwedische Gäste und warum er Golf als echten Sport etablieren will

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Erfolgreiche Unternehmerfamilie: Die Remers gründeten den Golfpark Strelasund 2006 und entwickelten ihn stetig weiter. Von rechts: Familienoberhaupt Michael, Tochter Marei, Mutter Annegret, Sohn Jörg und seine Ehefrau Steffi. Die kleine Johanna ist noch nicht im Bild.

Kaschow. Die laufende Saison in Kaschow steht ganz unter dem Motto: 10 Jahre Golfpark Strelasund. Es gab bereits eine Turnier-Festwoche und viele Veranstaltungen. Im OZ-Interview zieht Geschäftsführer Jörg Remer (38) Bilanz nach einem Jahrzehnt am Markt.

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Die Jubiläums-Saison in Kaschow ist in vollem Gange: Junior-Chef Jörg Remer über neue Ideen, die Anfänge, schwedische Gäste und warum er Golf als echten Sport etablieren will

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Erstmal Glückwunsche. Seit genau zwei Wochen sind Sie Vater!

Jörg Remer: Vielen Dank. Für meine Frau Steffi und mich ist das natürlich eine große Umstellung, die Nächte sind kurz, aber es ist wunderbar. Wir sind sehr glücklich, dass unsere Johanna da ist.

Die Familie spielt schon immer eine große Rolle für Sie. Vor zehn Jahren gründeten Sie mit Ihren Eltern und Ihrer Schwester in Kaschow den Golfpark Strelasund, wo damals nur Acker war. Warum hier?

Remer: Weil uns der Ort gefiel, weil wir hier schon Landwirtschaft hatten und wegen der A20-Nähe. Gute Erreichbarkeit war uns wichtig.

Hatten Sie damals schon vor Augen, welche Dimension die Anlage einmal annehmen könnte?

Remer: Nein, damit haben wir nicht gerechnet. Als wir anfingen, hieß der Plan: Golfplatz mit 18 Löchern, ein kleines Klubhaus mit 60 Plätzen und ein Hotel im alten Gutshaus mit 16 Zimmern.

Nun haben Sie zwei Meisterschafts-Plätze mit 36 Bahnen, zwei Hotels mit 47 Zimmern, 650 Quadratmeter Spa, 140 Plätze im Restaurant, zudem eine Scheune, in der wichtige Veranstaltungen für die ganze Region stattfinden...

Remer: Ja... und acht Ferienwohnungen und acht Appartements (lacht). Es ist schon Wahnsinn, wie alles gewachsen ist. Viele Leute sagen, wir haben ein kleines gesellschaftliches Zentrum auf dem Land etabliert. Das freut mich.

Wie kam es, dass alles viel größer wurde als geplant?

Remer: Das war zum einen der Tatendrang unserer Familie. Das war aber auch wirtschaftliche Notwendigkeit. Wir haben schnell gemerkt, dass wir neben einheimischen Spielern und Gästen viele Urlauber brauchen, um Erfolg zu haben. Die kommen nur, wenn du gewisse Größe und Niveau anbietest. Deswegen haben wir ein Projekt nach dem anderen verwirklicht und zum Glück immer Unterstützer gefunden.

Schätzungsweise 15 Millionen Euro sind in den Standort geflossen.

Remer: Stimmt. Und vier Millionen Euro davon hat das Land gefördert. Ich bin stolz, dass wir daraus etwas Gutes gemacht haben. Wir waren nie pleite, schreiben heute schwarze Zahlen – aber wir müssen immer mit guten Konzepten darum kämpfen, dass genug Golfer kommen. Und wir brauchen gutes Wetter.

Wie lauten Ihre nächsten Pläne?

Remer: Wir wollen das, was wir hier aufgebaut haben, festigen. Auf den Bahnen ist an vielen Tagen noch Platz, von unseren 2100 Mitgliedern sind die meisten Fernmitglieder, nur 400 Einheimische, da hätten wir gern mehr.

Aber bei Remers gibt es doch immer auch ein großes Projekt im Hinterkopf, oder?

Remer: Das ist so. Ich würde gern ein drittes Hotel bauen. Das würden wir finanziell auch schaffen. Die Nachfrage ist da. Wir haben jährlich mehr als 16000 Übernachtungen, 20 Prozent davon sind Schweden, die sehr gut feiern können und immer gern bei uns in Deutschland spielen...

... aber?

Remer: Aber ich finde im Moment gar nicht mehr genug Fachkräfte, um ein weiteres Haus betreiben zu können. Da bräuchte ich 50 weitere gute Leute. Derzeit in der Gastronomie/Hotellerie undenkbar!

In Strelasund wird der sportliche Aspekt des Golfspiels groß geschrieben. Ihre Teams trainieren hart, sind bei Landesmeisterschaften immer vorn dabei. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Remer: Weil wir über diesen Weg mehr Einheimische begeistern können. Golf ist Sport, das weiß jeder, der es probiert hat. Bei 18 Löchern geht man zehn Kilometer, macht 200 Schwünge. Golf ist anspruchsvoll, aber auch cool und nicht mehr so teuer. Das alles kann Menschen überzeugen. Ich fände auch ein Golf-Stipendium-Programm für junge Leute gut: Studieren mit Gehalt an der Uni Greifswald, Golfspielen für uns. Aber dafür suche ich noch Geldgeber (lacht).

Familienmensch

9,0 – über dieses gute Handicap verfügt Jörg Remer (38). Heißt: Er spielt einen 18-Loch-Golfplatz nur neun Schläge schlechter als ein Profi. Der Geschäftsführer des Golfparks Strelasund ist Betriebswirt (er studierte in Greifswald) und Familienmensch. Er liebt es, mit Eltern, Schwester und Ehefrau im selben Betrieb zu arbeiten.

63 Menschen arbeiten im Golfpark Strelasund. Die Anlage verfügt über 36 Golfbahnen, 47 Hotelzimmer und eine Event-Scheune. Sie zählt unter Fachleuten inzwischen zu den besten Golfanlagen im Norden und den Top 3 in MV.

Alexander Loew

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