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Grimmener Ärztehäuser sollen 2017 saniert werden

Grimmen Grimmener Ärztehäuser sollen 2017 saniert werden

Landkreis will die Immobilien noch im Dezember an die Hillebrand-Gruppe verkaufen

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Die in Grimmen im Jahr 1974 erbaute Kreispoliklinik, die jetzt als Ärztehaus firmiert, soll noch im Dezember dieses Jahres verkauft werden. Der neue Inhaber plant für 2017 die Sanierung des Hauses. FOTOS (3): REINHARD AMLER

Grimmen. . Das Grimmener Ärztehaus soll 2017 umgebaut werden. Diese Nachricht klingt fast wie eine Sensation, denn jahrzehntelang schien die 1974 erbaute Grimmener Kreispoliklinik in der Carl-von-Ossietzky-Straße 1a in einen Dornröschenschlaf verfallen zu sein. Niemand schien sich mehr an der sehr in die Jahre gekommenen Immobilie zu stören, obwohl es hier weder eine Fassadendämmung gibt, die Toiletten noch DDR-Klospülkästen haben und auch die Heizungsanlage ihre Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

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Landkreis will die Immobilien noch im Dezember an die Hillebrand-Gruppe verkaufen

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„Wir wollen beide Ärztehäuser kaufen.Herbert Hillebrand (76), Hillebrand Gruppe

Nachdem aber in diesem Jahr innerhalb von nur sechs Wochen gleich zweimal der Fahrstuhl, der ebenfalls noch original von 1974 ist, mit älteren, gehbehinderten Patienten stecken geblieben war und einmal sogar die Grimmener Feuerwehr zum Einsatz kommen musste, um einen 81-Jährigen zu befreien, ist offenbar Bewegung in die Sache gekommen.

„Wir wollen dieses Gebäude und auch die alte Kreispoliklinik in der Straße der Solidarität kaufen“, informierte Herbert Hillebrand, der Chef der gleichnamigen Immobilien-Gruppe, die bereits 2014 die Miltzower Wohnungsbaugesellschaft übernommen hat und auch in Grimmen mehrere Wohnhäuser besitzt.

Und Hillebrand hat auch schon konkrete Pläne, wie die Sanierung vonstatten gehen soll, ohne die Häuser und damit die sich dort befindlichen Arztpraxen schließen zu müssen. Diese sollen nämlich eine nach der anderen umgebaut werden. „Da es auch Leerstände im Ärztehaus gibt, sind kurzzeitige Umzüge möglich, so dass nach Fertigstellung die Ärzte und Schwestern wieder ihre angestammten Räume übernehmen können“, meint Hillebrand. Das sei eine reine Organisationsaufgabe.

Dem 76-jährigen Unternehmer schwebt vor, noch weitere Ärzte im Ärztehaus anzusiedeln, denn in Grimmen werden sie dringend benötigt. Der im Juli 2016 veröffentlichte Ärzteatlas des Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) bescheinigte der Region bekanntlich eine Versorgung von lediglich 67,3 Prozent. Damit liegt die Stadt deutschlandweit ganz weit hinten. „Natürlich werden wir nach der Sanierung die 3,50 Euro, die der Landkreis derzeit pro Quadratmeter verlangt, nicht halten können“, sagt Hillebrand. Er will die Mieten dennoch niedrig belassen, veranschlagt derzeit rund fünf Euro. Dafür verspricht er den Mietern auch „schöne, schicke Räume“.

Wiedereröffnet werden soll das Ärztehaus in der Ossietzkystraße mit einem Tag der offenen Tür, damit sich alle Grimmener Patienten umsehen können.

Hillebrand plant für die Sanierung 1,2 Millionen Euro. Einschließlich der Außenanlagen, sagt er, denn auch die jetzigen Parkplätze haben noch eine Befestigung, die original von 1974 stammt.

Besonders erfreut zeigt sich Herbert Hillebrand von der Stadt Grimmen. Sie habe schon im Vorfeld viel Hilfe gegeben und auch signalisiert, das Vorhaben positiv zu begleiten, sagt der Immobilienmann.

So etwas sei im Westen sehr selten, ergänzt er.

Landrat Ralf Drescher (CDU) sieht dem Vorhaben ebenso erwartungsvoll entgegen. Er sei froh, dass das Ärztehaus, das dem Landkreis seit der Übergabe 1974 gehört, nun verkauft werde. Es wird von der Behörde für deren originäre Aufgaben nicht benötigt. Drescher ergänzt, dass die Veräußerung derartiger Immobilien auch Bestandteil des Konsolidierungskonzeptes ist, das dem Landkreis durch das Innenministerium auferlegt wurde.

Am 19. Dezember soll der Kreistag den Verkauf in nichtöffentlicher Sitzung beschließen, sagt der Landrat. Er geht davon aus, dass dies auch geschieht, denn einen alternativen Kaufinteressenten gibt es nicht. Über die Höhe der Kaufsumme wollte er sich nicht äußern.

Reinhard Amler

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