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Grimmens Ton auch in Frankreich gefragt

Grimmen Grimmens Ton auch in Frankreich gefragt

GTU-Prokurist Ralf Treise setzt bei Vermarktung auf Schritt-für-Schritt-Taktik

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Kürzlich rückte in der Tongrube wieder der Bagger an. Die schwere Technik kommt von der Firma TEA GmbH.

Quelle: Ralf Treise

Grimmen. Still war es geworden um die Tongrube bei Klein Lehmhagen und um die Grimmener Ton & Umwelt GmbH (GTU) als Eigentümer der Fläche und der Bergwerksrechte. Noch vor wenigen Jahren wollte das Unternehmen mit dem geförderten Ton unter anderem ins Katzenstreugeschäft einsteigen, heute dagegen heißt die Devise „Step by Step“, wie Prokurist Ralf Treise sagt.

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GTU-Prokurist Ralf Treise setzt bei Vermarktung auf Schritt-für-Schritt-Taktik

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Die Firma ist nach wie vor im Wachstum.

Ende Mai wurde wieder Ton gefördet.“Ralf Treise, Prokurist Grimmener Ton & Umwelt Gmbh & Co.KG

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Seit zwei Jahren betreibt der in Burg Stargard lebende 57-Jährige das Unternehmen in Grimmen allein. Bewährter Partner ist ihm Christian Heiden von der Firma TEA Tief- und Erdbau aus Roggentin. Kurt Hoffmann, zuvor Prokurist, schied vor zwei Jahren aus dem Unternehmen aus, dessen Gesellschafter nahe Vechta sitzen. Treise selbst ist seit Ende 2010 in der Firma, war zuvor auch auf für den Vertrieb zuständig. „Das Unternehmen ist nach wie vor im Wachstum“, versichert er. Er sei nur eben kein Freund davon, große Erwartungen zu wecken, die er dann nicht erfüllen könne.

„Uns ist es gelungen, bei mehreren Firmen als Lieferant mit unseren Produkten gelistet zu sein“, erzählt der aufgeschlossene Mann. An kleineren, aber auch größeren Ausschreibungen würde sich die GTU beteiligen. „Nicht immer haben wir Erfolg“, berichtet er, betont aber: „Wir müssen und wollen unseren Ton nicht zu jedem Preis verkaufen!“ Gute Kontakte würden derzeit nach Berlin und Hamburg bestehen. „Geliefert haben wir aber auch schon nach Österreich und sogar bis nach Frankreich“, erzählt Ralf Treise.

Circa 5000 Tonnen des unbehandelten Rohstoffes lagern derzeit in einer großen Halle auf dem Gelände des einstiges Blähton-Werkes in der Stoltenhäger Straße. Eine weitere Halle – das ehemalige Heizhaus des Werkes – wurde erst kürzlich entkernt und als weiterer Lagerplatz hergerichtet.

100 Hektar hat die GTU unter Bergrecht. „Gegenwärtig läuft die Beantragung des Hauptbetriebsplanes für weitere zwei Jahre“, erzählt Treise. 45000 bis 50000 Tonnen Ton könnten im gegenwärtig genutzten Tagebau noch abgebaut werden, schätzt der Prokurist. Auszeichnen würde den Grimmener Liaston unter anderem das hohe Quellvermögen. „Besonders interessant für den Brunnenbau“, begründet Ralf Treise. Jedoch sei der blaue Ton aus der Grimmener Grube weitaus vielseitiger verwendbar. „Zum Beispiel als Futtermittelzusatzstoff oder auch als Prozesshilfsmittel in Biogasanlagen“, zählt Treise auf. Auch interessant sei die Verwendung des Grimmener Tons zum Abdichten von Flächen. „In Falkenhagen zum Beispiel wurde unser Ton beim Anlegen eines Parkteiches verwendet“, berichtet er.

Auch beim Abdichten der Neuhofer Schadstoffdeponie oder bei der Deichsanierung in Greifswald sei der Grimmener Ton verarbeitet worden, zählt Treise auf.

„Hier 1500 Tonnen, da 500 Tonnen – man braucht in der Branche einfach Referenzen“, sagt der Prokurist der GTU. „Leider haben wir noch nicht das Portfolio, wie ich es mir vorstelle“, erklärt er. Eine effizientere Trocknung, die würde er sich noch wünschen, um dies zu erweitern. Und auch, um eventuell doch noch in Sachen Katzenstreu einsteigen zu können.

Ein Traditionsbetrieb

1959 entstand in Grimmen das Blähtonwerk als Teil des Baustoffkombinates der Stadt. Gefördert wurde 36 Jahre lang Liaston.

Der produzierte Porensinter diente als Leichtzuschlagsstoff für den Wohnungsbau.

Ende der 80er-Jahre hatte der VEB Leichtzuschlagsstoffe 280 Beschäftigte.

Nach einer Explosion 1995 wurde das Werk stillgelegt. Seit 2010 besitzt die Firma GTU die Fläche und die Bergwerksrechte.

Anja Krüger

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