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In kleinen Schritten zum Erlebnispfad

Bassendorf In kleinen Schritten zum Erlebnispfad

Wenn kommunale Vertreter zustimmen, kann touristischer Ausbau des Trebeltal-Rundkurses bald starten

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Der Deyelsdorfer Bürgermeister Franz Frommholz (35) am Bassendorfer Bollwerk. Dort soll ein Wasserwanderrastplatz gebaut werden. Die angrenzende alte Badestelle kann durch Aufschütten von Sand wieder nutzbar gemacht werden. Fotos (2): Peter Franke

Bassendorf. Die Idee eines Erlebnispfades im Trebeltal wird immer realer. „Wir wollen damit nicht nur den Tourismus aufbauen“, sagt der Deyelsdorfer Bürgermeister Franz Frommholz (Freie Wählergemeinschaft). „Wir möchten auch für die Leute, die hier wohnen, die Attraktivität der Region erhöhen und Freizeitmöglichkeiten schaffen.“ Die Deyelsdorfer Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, einen entsprechenden Kooperationsvertrag zu unterzeichnen, den auch die Gemeinde Grammendorf und die Stadt Tribsees unterschreiben müssten. Grundlage dafür, um in den Genuss der Leader-Förderung zu kommen.

Die große und die kleine Tour

Die große Runde der Erlebnispfades verläuft von Nehringen über Dorow, Bassendorf, Stubbendorfer Forst, Tribsees, Techliner Wald, Deyelsdorf, Fäsekow und Dorow zurück nach Nehringen.

Die kleine Runde beginnt am Stubbendorfer Forst (dort soll das Forstamt eingebunden werden) in Richtung Tribsees, über den Tribseeser Stadtwald nach Deyelsdorf und wieder zurück nach Stubbendorf.(siehe Grafik)

Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit Anfang der 1990er-Jahre innovative Aktionen im ländlichen Raum finanziell unterstützt werden. Sowohl die Grammendorfer Gemeindevertreter, als auch die Tribseeser Stadtvertreter werden vermutlich in ihren März-Sitzungen über die Kooperation beschließen. „Der Hauptausschuss hat in seiner letzten Sitzung die Empfehlung an die Stadtvertreter abgegeben, dieser Vereinbarung zuzustimmen, so dass dann wohl der Beschluss gefasst werden kann“, informiert der Tribseeser Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU).

Zu den Erlebnispfad-Initiatoren zählen Jörg Ludwig, Revierförster im Forstrevier Stubbendorf, Birgit Kamrath, seinerzeit noch Leiterin des Nehringer Jugendgästehauses „Graureiher“ und Ehemann Karsten Kamrath aus Techlin. Geplant sind eine rund 30 Kilometer lange Rad- und Wanderroute sowie eine kürzere Tour, die etwa 15 Kilometern lang ist. Erste Pläne waren Anfang vorigen Jahres öffentlich geworden. Als Schwerpunkte wurden der Ausbau und die Reaktivierung von Rad- und Wanderwegen sowie die Gestaltung von Erlebnispfaden und -stationen genannt.

Inzwischen haben die Macher mit Unterstützung der beiden Gemeinden und am Ende auch der zunächst zögerlichen Stadt Tribsees das Projekt vorangetrieben.

Das Vorhaben „Erlebnispfad Trebeltal“ war im Sommer vorigen Jahres als Projektidee für eine Leader-Förderung eingereicht worden und hatte Zuspruch in der Projektbewertung erhalten. Entsprechend soll ab diesem Jahr das Fördergeld fließen können. Die nötige Gesamtinvestition beträgt laut Amt Recknitz-Trebeltal mehr als 255000 Euro.

Als sogenannter Aufgabenträger ist die Gemeinde Deyelsdorf, die damit auch den Förderantrag stellt, benannt worden. Die Deyelsdorfer sind mit einem Eigenanteil von 36000 Euro dabei. An der Umsetzung des Vorhabens müssen auch die Gemeinde Grammendorf und die Stadt Tribsees als Kooperationspartner beteiligt werden. Es ist dafür nun nötig, die Kooperationsvereinbarung zwischen den Beteiligten zu schließen. Die Tribseeser hätten dann 23000 Euro zu zahlen, die Grammendorfer lediglich 3000 Euro. Von Leader kommen 84 Prozent der Gesamtsumme, zehn Prozent werden kofinanziert durch das Land.

Die Pläne für den Erlebnispfad sind vielfältig. So könnte beispielsweise beim Stubbendorfer Forsthaus ein Bienenlehrpfad eingerichtet werden. Am alten Bassendorfer Bollwerk an der Trebel, an dem früher Zuckerrüben und Getreide umgeschlagen wurden, soll ein Wasserwanderrastplatz entstehen. „Mit Anlandemöglichkeiten für Kanus, einer Slipanlage und sanitären Einrichtungen“, erläutert Bürgermeister Franz Frommholz. Der jetzt noch marode Plattenweg zwischen Bassendorf und Dorow, 1,65 Kilometer lang, soll — wenn saniert — Teil des Erlebnispfades werden. Finanziert werden kann dies mit Fördergeld vom Staatlichen Amt für Umwelt und Landwirtschaft über das Nehringer Bodenordnungsverfahren, berichtet Frommholz. Drei Landwirte der Region beteiligen sich mit freiwilligen Eigenleistungsanteilen. „Die Erneuerung des Weges könnte im Mai schon beginnen“, meint Frommholz. Die konkrete Planung für den gesamten Erlebnispfad soll in diesem Jahr erfolgen. 2017, hofft der Bürgermeister, könnte der Ausbau des Pfades dann starten.

 



Peter Franke

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Der Deyelsdorfer Bürgermeister Franz Frommholz (35) am Bassendorfer Bollwerk. Dort soll ein Wasserwanderrastplatz gebaut werden. Die angrenzende alte Badestelle kann durch Aufschütten von Sand wieder nutzbar gemacht werden.

Wenn kommunale Vertreter zustimmen, kann der touristische Ausbau eines vorpommerschen Trebeltal-Rundkurses bald starten.

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