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Kampf gegen die Windmühlen geht weiter

Papenhagen Kampf gegen die Windmühlen geht weiter

Papenhagener lehnen Bau von sechs neuen Anlagen auf angrenzenden Gemarkungen ab

Papenhagen. Die Papenhagener Gemeindevertreter lehnen den Bau von insgesamt sechs neuen Windkraftanlagen ab, die die Windprojekt Ingenieur- und Projektentwicklungsgesellschaft aus Börgerende östlich der Bundesstraße 194 errichten will. So ist es mit sieben zu einer Stimme beschlossen worden während der jüngsten Sitzung des Gremiums. Die Windräder sollen auf Gemarkungen von Glashagen, Stoltenhagen und Grimmen gebaut werden, die an Papenhagener Gemeindegebiet angrenzen. „Die Gemeinde Wittenhagen ist auch dagegen, wie auch die Stadt Grimmen“, wusste Bürgermeisterin Ilona Kindler (Wählergemeinschaft) zu berichten. Das Windkraft-Unternehmen aus Börgerende hatte beim Amt Franzburg-Richtenberg den „vorzeitigen Baubeginn“ der sechs Windmühlen mit einer Nabenhöhe von jeweils 127,5 Metern beantragt. Wenn auf dieser Seite der Bundesstraße mit dem Bau von Windkraftanlagen begonnen würde, „stehen auf der anderen Seite auch bald welche, auf Papenhagener Gebiet“, befürchtet Ilona Kindler.

Im Vorfeld der Gemeinderatsversammlung hatte die Bürgermeisterin Kontakt mit dem Umweltverband Nabu aufgenommen. Nabu-Experten hatten darauf verwiesen, dass zu vermuten sei, dass nur für einen Teil der neuen Windanlagen eine Umweltverträglichkeitsprüfung beabsichtigt sei, um eine solche Prüfung für den gesamten „Windpark Papenhagen“ zu umgehen. Eine Gesamtprüfung sei laut Nabu aber einzufordern.

Die Papenhagener verfolgen das Ziel, auf den naturschutzrechtlich relevanten Flächen rund um die Kronhorster Trebel keine Windenergieanlagen zuzulassen. Sie wehren sich schon seit Jahren vehement gegen den Bau von Windmühlen auf dem Gebiet ihrer Gemeinde. Eine Unterschriftensammlung hatte seinerzeit ergeben, dass 90 Prozent der Bewohner in den Orten der Gemeinde gegen Windmühlen-Pläne sind.

20000 Euro hatte die Gemeinde Papenhagen damals investiert, um zwei Umweltgutachten erstellen zu lassen. Fünf Kranichreviere, Kiebitz-Brutpaare, Schreiadler und sechs Mäusebussarde waren im Untersuchungsgebiet entdeckt worden. Zudem die seltene Mopsfledermaus „Barbarella barbastellus“, die auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ steht.

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