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Klo vor der Klosterruine bleibt Utopie

Greifswald Klo vor der Klosterruine bleibt Utopie

Besucher der Klosterruine in Eldena haben auch in den nächsten Jahren keine Chance, in unmittelbarer Nähe eine öffentliche Toilette vorzufinden.

Greifswald. Besucher der Klosterruine in Eldena haben auch in den nächsten Jahren keine Chance, in unmittelbarer Nähe eine öffentliche Toilette vorzufinden. Das machte Winfried Kremer, Leiter des Immobilienverwaltungsamtes der Hansestadt, auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates Eldena deutlich. Denn so sehr die WC-Anlage auch gebraucht wird — die Kosten für den Bau wären nicht mehr vertretbar. „Sie würden bei 80000 Euro liegen. Das lässt sich nicht vermitteln, deshalb wird das Vorhaben gestoppt“, erklärte Kremer.

Die explodierenden Kosten hänge mit der Forderung der Behindertenbeauftragten zusammen, die eine behindertengerechte Toilette mit ebenerdigen Zugängen verlangt. Um diese Forderung zu realisieren, müsste man die jetzigen Wege auf dem Areal verändern und einen Bodenausgleich durchführen. „Da es sich bei der Klosterruine Eldena aber um ein Denkmal von nationaler Bedeutung handelt, würden zunächst die Archäologen Grabungen durchführen müssen“, so Kremer. Aufwand und Nutzen stünden in keinem Verhältnis mehr.

Auch die Idee, auf dem Gelände direkt hinter der Eisdiele in Eldena eine Toilette zu errichten, lasse sich laut Kremer nicht verwirklichen. Da es sich um den Außenbereich handelt, bekäme man nur für fünf Jahre eine Ausnahmegenehmigung für eine Toilette. „Die Baukosten wären bei 50000 Euro, aber für nur fünf Jahre ist auch das viel zu viel“, sagte der Amtsleiter.

Die Stadt schlägt daher vor, wenn in einigen Jahren der schräg gegenüber der Klosterruine liegende städtische Parkplatz neu gestaltet und als Parkfläche für Busse hergerichtet wird, dort eine öffentliche Toilette mitzubauen. Allerdings: Wann genau der Parkplatz umgebaut wird, steht in den Sternen. Im Haushalt 2017/18 will ihn die Verwaltung zumindest für eine Prioritätenliste vorschlagen.

Gebaut werden könnte um 2020 — oder später.

Wer beim Besuch der Klosterruine schon jetzt ein dringendes Bedürfnis verspürt, dem rät Winfried Kremer, die öffentliche Toilette im „Schipp In“ in Wieck aufzusuchen. Im Sommer habe auch das Strandbad geöffnet, wo es Toiletten gäbe. Bustouristen seien sowieso im Vorteil, da das Fahrzeug eine Toilette an Bord habe.

Von Cornelia Meerkatz

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