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Konzept: Ein Tag in Grimmen

Grimmen Konzept: Ein Tag in Grimmen

Ausschussmitglieder und Planer fordern Kassensystem für den Heimattierpark und Wohnmobilstellplatz am Bad

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Die Altstadt bietet einen schönen Rundgang auf den Spuren der Backsteingotik. Überregionale Radwege führen jedoch vorbei.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. „Ein Tag in Grimmen“ ist der Titel eines touristischen Entwicklungskonzepts, das jetzt dem Stadtentwicklungs- und Bauausschuss vorgestellt wurde. Und genau das soll das neue Konzept auch entwickeln: Ein Angebot für Grimmener, ihre Gäste und Urlauber, die an einem Tag die Besonderheiten der kleinen Stadt an der Trebel erleben möchten.

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Ausschussmitglieder und Planer fordern Kassensystem für den Heimattierpark und Wohnmobilstellplatz am Bad

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„Das Konzept umfasst die gesamte Innenstadt sowie den Heimattierpark und das Naturschwimmbad“, klärte Bauamtsleiterin Heike Hübner auf. Dieses Konzept sei die Voraussetzung für Fördermittel, die die touristische Entwicklung Grimmens voranbringen sollen. Es soll möglichst noch vor der Sommerpause von den Stadtvertretern beschlossen werden und dann als Arbeitsgrundlage dienen. Für das Konzept selbst gibt es übrigens bereits Fördermittel aus dem Schweriner Wirtschaftsministerium.

Es gebe viele Highlights, an die angeknüpft werden könne, sagte Gabriele Pütz vom Planungbüro. Stärken, die weiter ausgebaut werden sollten, seien die Altstadt mit dem schönen Rundgang auf den Spuren der Backsteingotik, das Schwimmbad, der Tierpark und das Gelände rund um den Schwanenteich. Noch nicht optimal seien die Wegeverbindungen.

Wegeverbindungen

Gabriele Pütz schlug den Grimmenern vor, sich auf die drei Achsen zu konzentrieren, die auch die drei überregionalen Radwege durch die Stadt darstellen: Der Radweg Berlin/ Stralsund, die Alleenstraße, die allerdings vorwiegend von Autos genutzt wird, und die Bernsteinroute. „In Grimmen selbst bedienen diese ausgewiesenen überregionalen Radwege aber keine attraktiven Wege und laufen an der Altstadt vorbei“, sagte Gabriele Pütz. Deshalb müssten die Grimmener innerhalb ihrer Stadt Umwege anbieten, die das Stadtmotto „Merk Würdig Schön“ untersetzten. Für die Planer steht dabei der Tierpark für das Merken, weil er mit seinem urigen Ambiente besonders ist. Würdig sei die Altstadt mit den Backsteinelementen und schön das Bad.

Welche Wege sollen optimiert werden? Beispielsweise der Wanderweg im Stadtwald, der zum Rundweg ausgebaut werden sollte. „Hohes touristisches Potenzial hat das kleine Flüsschen Jarpenbeek in Grimmen“, meint Gabriele Pütz. Deshalb schlug sie vor, dort einen Radweg entlang zu leiten, der von Westen bis zum Schwanenteich und dem Tierpark führt, von wo aus es nur wenige Schritte in die Altstadt sind. „Die Idee finde ich sehr gut“, sagte Bauausschussvorsitzender Marco Jahns (CDU).

Die Erweiterung des roten Infosystems in der Altstadt um Hinweise auf Bad und Tierpark sowie die Etablierung eines Fahrradverleihs im Wasserturm, in dem sich auch die Touristeninformation befindet, hält die Planerin für wichtig. Außerdem solle ein Rundweg um den Schwanenteich geschaffen und der Teich und eine Brücke unbedingt saniert werden. Katrin Klasen (SPD) lobte den Vorschlag des Fahrradverleihs.

Tierpark

Charakter, Preise, Tiere und Ambiente stehen beim Tierpark im Mittelpunkt. Die Planer um Gabriele Pütz empfehlen, die Preise auf das Doppelte – auf vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder anzuheben und dabei ein wirksames Kassensystem im Eingangsbereich zu schaffen. Derzeit gibt es im Tierpark lediglich eine Kasse des Vertrauens, in die die Eintrittsgelder nur mäßig fließen.

Der Vorteil des kleinen Zoos sei, das es viele sympathische Tiere gebe, Streichelgehege vorhanden und auch Teich, Baumbestand und der Spielbereich schön seien. Es würden aber Schulungsräume und Sitzgelegenheiten fehlen. Die Verlagerung des Erdmännchenbereichs in eine attraktivere Zone, die Einbeziehung von Familien und Senioren als Tierpaten, das Anbieten von Dauerkarten und die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit nannte Gabriele Pütz als dringend notwendig. Außerdem schlug sie die Ansiedlung von gefährdeten Haustierrassen vor sowie die Schaffung von außerschulischen Lernorten und therapeutisches Arbeiten – eventuell gemeinsam mit einer sozialen Einrichtung. Der Rundweg solle in das Ponygehege erweitert werden, um die dortigen uralten Eichen besser einzubeziehen.

Naturbad

Schön sei das Naturschwimmbad mit seinen Sandstrand, der 50-Meter-Bahn, Sprungbrettern, dem Natursee und Liegewiesen. Die Zuwege allerdings ließen ebenso zu wünschen übrig wie Öffnungszeiten, Umkleidekabinen und Duschmöglichkeiten. Um das zu verbessern, könnte am Bad ein Platz für Wohnmobile geschaffen werden. Dann könnten erweiterte Sanitärbereiche doppelt und somit effektiver genutzt werden. Dringend notwendig sei die Erneuerung der Spundwand im Wasser.

Das Konzept solle ein Leitfaden sein, betonte Heike Hübner nochmals. „Wir müssen es aber so umsetzen, dass wir touristische Strukturen sanft aufbauen, um nicht an unsere eigenen Grenzen zu kommen“, ergänzte Bürgermeister Benno Rüster in einem anschließenden Gespräch und zielte dabei beispielsweise auf die Gastronomie ab. Er setzt vor allem auf Radfahrer, Wanderer, Pilger und Einzelbesucher, die nach Grimmen kommen.

Kein Einsparpotenzial im Tierpark

Kein Einsparpotenzial sehen die Mitglieder des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses im Heimattierpark. Auf diese Aussage einigten sie sich nach einem Rundgang durch den Zoo und der Konzeptvorstellung.

Attraktiv und sehr sympathisch sei die Einrichtung am Schwanenteich. Und die positive Handschrift des Tierparkfördervereins sowie der neuen Chefin Christine Trapp sei zu sehen, befanden mehrere Ausschussmitglieder.

Im Klaren ist sich der Ausschuss darüber, dass eine Einrichtung wie der Heimattierpark nicht kostendeckend arbeiten kann. Positiv seien zwar die Bemühung, mit Nachwuchs und interessanten Tierarten Verkäufe attraktiver zu machen, aber alle Kosten könnten nicht gedeckt werden. Als ein Teil des Konzeptes könne der Tierpark aber Menschen in die Stadt locken.

Ein funktionierendes Kassensystem – eventuell mit Automat und Drehtür – dass auch Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren und Behinderte durchlässt und gleichzeitig Dauerkarten ermöglicht, strebt der Ausschuss an. Bis dahin sollen die Hinweise auf die derzeitige Kasse, in die die Besucher eigenständig Geld stecken, intensiviert werden.

Almut Jaekel

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