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Mikrotopper trennt die Rübe vom Blatt

Tribsees Mikrotopper trennt die Rübe vom Blatt

Ernte ist in vollem Gange. Auf 85 Hektar hat die Agrarproduktionsgenossenschaft Tribsees die Früchte angebaut.

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Zeit für einen Pausenschwatz: Bernd Zentner, Olaf Schwebke, Jörg Pabst, Christian Landrath und Ingo Junck (v.l.).

Tribsees. Nieselregen hüllt das Feld in einen dunstigen Schleier. Unaufhörlich arbeiten sich die gelben Rübenkombines auf dem Zuckerrübenfeld der Agrarproduktionsgesellschaft Tribsees in Thomashof vorwärts. Rübe für Rübe holen sie aus dem weichen Boden. Auf 85 Hektar hat das Unternehmen Zuckerrüben angebaut.

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Zeit für einen Pausenschwatz: Bernd Zentner, Olaf Schwebke, Jörg Pabst, Christian Landrath und Ingo Junck (v.l.).

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„Vor knapp drei Wochen haben wir mit der ersten Ernteetappe begonnen“, erläutert Geschäftsführer Ingo Junck. Der Kampagnenstart ist vorgegeben von der Zuckerrübenfabrik Anklam. Er war am 10.

September. „Im Vorfeld haben wir dort Proberodungen vorgenommen.“, ergänzt Junck.

„Zunächst roden wir zur Hälfte die angebaute Fläche, die andere folgt dann. Gegenwärtig hat die Frucht die größte Zuckereinlagerung“, ergänzt der Landwirt.

Zur Zuckerrübenernte haben die Tribseeser ein Lohnunternehmen aus Saal angemietet. Die Ernte erfolgt mit zwei Maschinen im 24-Stunden-Rhythmus. 2,5 Tausend Tonnen Rüben werden auf 40 Hektar geerntet.

„Die Zuckerrübensorte für die Frührodung ist wüchsiger und deshalb zuckerbetonter“, erläutert Junck weiter. Die Thomashofer nehmen gern junge Sorten wegen des Zuchtfortschritts und des Sortenwechsels. Die Pflanzen, so Junck, sind resistent gegen Krankheiten und ertragsreich.

Auf einem Hektar gedeihen rund 100 000 Pflanzen. Maschinell wurden die Saatkörner Anfang April in in die Erde gelegt. In jedes Saatloch kam ein Korn. Erledigt wurde das ebenfalls von dem Lohnunternehmer, der jetzt auch die Ernte einbringt.

Zuckerrüben wachsen bis Oktober auf. Eine Rübe wiegt bei ihrer Ernte zwischen 600 und 700 Gramm. Mikrotopper trennen die Rübe vom Blatt, welches dann breitgehäkselt auf dem Acker liegen bleibt.

Neben dem Feld stehen zwei Traktoren zur Abfahrt der geernteten Rüben bereit. Olaf Schwebke und Bernd Zentner fahren mit dem John Deere und dem Muldenkipper an die Kombines heran und nehmen dann auf einen dreiachsigen Anhänger etwa 18 Tonnen Rüben auf. Am Feldrand kippen sie sie wieder ab.

Abgeholt werden die Rüben von hier direkt durch die Zuckerfabrik, je nach Verarbeitungskapazitäten ordert sie die Speditionsunternehmen.

Traktorist Olaf Schwebke steigt derweil aus dem Fahrzeug, spricht mit seinem Vorgesetzten und fährt auf die Erntefläche. Der 42-Jährige hat in der Landwirtschaft gelernt. Seit Betriebsgründung ist er dabei. Ebenso wie Bernd Zentner. Der 55-Jährige schaut während der Erntefahrt immer wieder rüber zum Nachbarfahrzeug, der Kombine, um den Abstand einzuhalten. Die gelbe Erntemaschine entleert die Rüben auf seinen Anhänger. Die ersten Früchte fallen polternd auf den Metallboden.

„In der Kombine laufen die Rüben dann über offenen Bänder, wobei sie den restlichen Ackerschmutz verlieren. Bevor sie zum Abtransport in die Zuckerfabrik aufgeladen werden, durchlaufen sie noch einmal ein Schmutzband“, erzählt der Landwirt. Ihm macht seine Arbeit Spaß. Sie ist abwechslungsreich.

Es ist Mittagszeit auf dem Thomashofer Feld. Karl-Friedrich Tilsner bringt in seinem Fahrzeug das Essen für die Männer. Er ist Abteilungsleiter in Thomashof. Auch die Fahrer des Lohnunternehmens, Jörg Pabst und Christian Landrath, bekommen eine warme Mahlzeit. Das Essen wird in der Tribseeser „Trebelklause“ gekocht. Für die Pausen steht während der Erntezeit ein kleiner Wohnwagen auf dem Feld bereit.

Rüben lockern die Fruchtfolge gut auf, erklärt Geschäftsführer Junck und betrachtet die Miete. Seit zwei Jahren hat der 48-Jährige den Vorsitz der Agrarproduktionsgesellschaft inne. In dem so genannten Gemischtbetrieb arbeiten insgesamt 22 Menschen. Damit ist die Produktionsgesellschaft einer der größten Arbeitgeber in Tribsees. 400 Milchkühe, 550 Kälber und Färsen stehen in den Ställen.

Sie sind das andere Standbein neben dem Anbau von Weizen, Gerste, Raps, Rüben und Mais, immer in jährlichem Fruchtfolgewechsel.

Auf einem Hektar gedeihen rund 100 000 Pflanzen. Eine Zuckerrübe wiegt bei ihrerErnte zwischen 600 und 700 Gramm.“Ingo Junck (48), Geschäftsführer Agrarproduktionsgesellschaft Tribsees

 

Ines Engelbrecht

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