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Milchproduzenten geben auf

Vorland Milchproduzenten geben auf

Immer mehr Bauern entscheiden sich, die Kühe abzuschaffen - hauptsächlich wegen des niedrigen Milchpreises. Die Agrargenossenschaft in Vorland (Landkreis Vorpommern-Rügen) zieht jetzt die Reißleine - auch wegen veralterten Produktionsbedingungen.

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Der Färsenstall in Vorland wird auch zukünftig weiter für die Tierproduktion genutzt. Außerdem wird es eine Mutterkuhherde geben.

Quelle: Almut Jaekel

Vorland. Jahrelang wollte Petra Schmidt, Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft in Vorland (Landkreis Vorpommern-Rügen) die Milchproduktion und die Ställe im Landwirtschaftsunternehmen modernisieren. Doch jetzt zieht sie die Reißleine. Ende des Jahres werden die letzten Milchkühe aus Vorland verschwunden sein.

Unter veralterten Produnktionsbedingungen betreibt die Agrargenossenschaft die Milchproduktion. 300 Kühe und dazu 300 Tiere an Nachzucht werden gehalten. „Jahrelang planten wir den Neubau, aber aufgrund der Umweltbelastung im Ortskern von Vorland nahe der Wohnbebauung ist das letztendlich nichts geworden“, bedauert Petra Schmidt.

Ein weiterer, sehr aktueller Grund, ist der derzeitige Milchpreis, der den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern generell große Sorgen bereitet. 24 Cent werden im Moment pro Kilogramm abgelieferter Milch von den Molkereien gezahlt. „34 Cent sind notwendig, damit wir kostendeckend produzieren könnten“, sagt Petra Schmidt. „Und der Milchpreis soll noch weiter runtergehen, bis auf 20 Cent oder weniger“, befürchtet Christian Ehlers, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordvorpommern.

Die Milchproduktion ist in Vorland bereits gedrosselt, wird zum Ende des Jahres vollständig eingestellt und der Viehbestand umstrukturiert. „In Richtung kleine Mutterkuhhaltung und Färsenmast“, plant Petra Schmidt. Damit können die vorhandenen Grünflächen und Wiesen an der Trebel weiter genutzt werden. Leider würden nicht mehr alle Arbeitskräfte gebraucht. Von den derzeit sechs Mitarbeitern in der Tierproduktion würde zukünftig einer weiter beschäftigt werden. Weiter genutzt werden sollen der Färsenstall und auch ein Bergeraum. „Und der alte Kuhstall als Heulager“, plant die Chefin. Und auch etwa 60 der derzeitigen Tiere können bleiben. Sie werden die Grundlage der Mutterkuhherde bilden.

Auswirkungen haben solche Produktionseinschränkungen der unterschiedlichen Landwirte natürlich auch auf Dienstleister, Tierärzte und auch auf Landwirtschaftskollegen. „Denn wenn die Milchproduktion wegbricht und sich der Tierbestand verringert, werden ihre Dienste oder eben Futter für diese Tiere weniger gebraucht“, erklärt Christian Ehlers.

Von oz

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