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Schlupfloch im Vertrag? / Gemeinde Sundhagen: Kein Geld für Abriss

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Die Jagdhütte (links) könne erhalten bleiben, das Sanitärgebäude (rechts) muss jedoch abgerissen werden. Fotos (2): OZ-Archiv

Bremerhagen. In Sachen Hubertushütte bleiben die Fronten verhärtet. Zwischen dem ehemaligen und jetzigen Eigentümer ist kein Ende des Streites abzusehen. Einst von Mitgliedern der Jagdgenossenschaft mitten im Bremerhagener Forst errichtet, ging die kleine Hütte vor einem dreiviertel Jahr in das Eigentum der Landesforstbehörde über. Genauso lange dauern nun die Diskussionen über die Zukunft des Objektes.

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Schlupfloch im Vertrag? / Gemeinde Sundhagen: Kein Geld für Abriss

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In einem sogenannten Gestattungsvertrag wurde nämlich verankert, dass die Hütte nach Ablauf des Vertrages von einstigen Eigentümer – in diesem Fall der Gemeinde Sundhagen – zurückgebaut werden müsse.

Entgegenkommen zeigte die Landesforst insofern, dass sie sich bereit erklärte, die Hubertushütte erhalten zu wollen. „Der dazugehörige Sanitärtrakt jedoch ist derart marode, dass er nur noch abgerissen werden kann“, macht Thomas Gottlob, Chef des Forstamtes Poggendorf, nach einer Begutachtung des Objektes mit verschiedenen Sachverständigen klar.

Die Gemeinde Sundhagen sieht sich in Zeiten klammer Kassen jedoch nicht in der Lage, ihren Vertragspflichten nachzukommen. Zudem gebe es mittlerweile eine Interessenbekundung der Jägerschaft, sich in Form eines Vereines um die Hubertushütte zu kümmern. „Entsprechende Gespräche mit der Landesforst waren jedoch ergebnislos“, sagt Bürgermeister Helmut Krüger (CDU). Er sei „ratlos, wie die Gemeinde nun weiter agieren soll“. Im Haushalt seien jedenfalls keine Mittel für einen Abriss eingestellt. Christiane Latendorf (Die Linke) sieht dagegen in dem Gestattungsvertrag ein Schlupfloch. „Dort ist die Rede von der Hubertushütte, nicht aber von dem Nebengebäude“, merkte sie bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Miltzow an. Man könne also ganz ruhig bleiben. Wenn die Forstbehörde weiter auf Einhaltung des Vertrages poche, könne die Gemeinde ruhig Bereitschaft zum Abriss der Hütte – die die Forst ja erhalten wolle – signalisiert werden.

Thomas Gottlob kann da nur den Kopf schütteln. Er könne das „Schlupfloch“ nicht erkennen, werde doch in dem Vertrag von einem „Gebäudekomplex“ gesprochen. Der Erhalt der Hubertushütte sei zudem ein Entgegenkommen der Forst an die Jägerschaft gewesen. Wenn daran kein Interesse bestünde, könne die Forst gut damit leben und bleibe deshalb bei den jüngsten Sundhagener Spitzfindigkeiten auch gelassen. Die Angelegenheit hat die Forstverwaltung mittlerweile an ihre Rechtsabteilung übergeben und auch die Gemeinde überlegt ihrerseits, einen Anwalt einzuschalten.

Streitfall

1958 wurde die Hubertushütte im Bremerhagener Forst auf Staatsland errichtet.

Mit der Wende wurde der Komplex Eigentum der Gemeinde Wilmshagen, die heute zu Sundhagen gehört.

Zum 1. Oktober 2015 gingen die Objekte in das Eigentum der Landesforst über.

In einem Gestattungsvertrag von 1990 war festgelegt, dass die Gemeinde in diesem Fall den Gebäudekomplex auf eigene Kosten zurückbauen müsse.

Die Forst würde zwar die Hubertushütte für jagdliche und waldpädagogische Zwecke erhalten, das dazugehörige Sanitärgebäude aber müsste aus bautechnischen Gründen abgerissen werden.

Die Angelegenheit wurde nun an die Rechtsabteilung übergeben, da bislang zwischen Forst und Gemeinde keine Einigung erzielt wurde.

Claudia Noatnick

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