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Neue Rauchmelder kosten Miete

Grimmen Neue Rauchmelder kosten Miete

Wohnungsgenossenschaft: Für Austausch die finanziell günstigere Variante gewählt

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Der Brand in der Ossietzky -Straße hat ge- zeigt, wie wichtig funktionierende Rauchwarnmel- der sind.Kornelia Thymian, Wohnungsgenossenschaft

Grimmen. Die Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft (WG) Grimmen werden mit neuen Rauchwarnmeldern ausgestattet. Kostenpflichtig für die Mieter, allerdings nun etwas günstiger als zuvor geplant. 10,21 Euro pro Warngerät sollten die Mieter dafür pro Jahr zahlen (die OZ berichtete). Eine entsprechende Mitteilung des WG-Vorstandes an ihre Mitglieder sorgte mächtig für Verärgerung.

Und auch auf der jüngsten Mitgliederversammlung gab es zu diesem Thema eine rege Diskussion. Zum einen war es der Preis – in einer Dreiraumwohnung sind drei Melder nötig, was mit insgesamt rund 31

Euro pro Jahr zu Buche schlagen würde. Zum anderen war es vielen unbegreiflich, warum nun wieder neue Rauchmelder installiert werden müssten, schließlich seien sie doch vor knapp zehn Jahren aufgefordert worden, selbst in ihren Wohnungen Rauchwarnmelder anzubauen.

Letzteres war schnell beantwortet: „Rauchwarnmelder verlieren nach zehn Jahren ihren Bestandsschutz. Zudem liegt es aufgrund einer Gesetzesänderung nun in unserer Verantwortung, dass die Wohnungen mit Meldern ausgestattet und diese auch betriebsbereit sind“, sagt Kornelia Thymian, geschäftsführender Vorstand der WG. „Und der Brand in der Ossietzky-Straße hat gezeigt, wie wichtig funktionierende Rauchwarnmelder sind“, macht sie deutlich.

Eineinhalb Stunden rege Diskussion wurde schließlich geführt auf der Mitgliederversammlung, erzählt das Vorstandsmitglied. Sie endete mit einer Abstimmung – „Pro oder contra neue Rauchwarnmelder?“

Die Alternative wäre gewesen, dass die WG mit jedem Mitglied eine Vereinbarung trifft, in der sich dieser verpflichtet, Rauchwarnmelder einbauen und warten zu lassen und dieses auch nachweisen würde.

Was die anwesenden Mitglieder betraf – von insgesamt 1133 Anteilseignern (Stand 31. Dezember 2015) waren 188 Anwesende stimmberechtigt – ging diese Abstimmung mehrheitlich für den Einbau aus: 98 waren dafür, 42 dagegen, alle anderen enthielten sich.

Was blieb, war die Frage des Preises. „Wir hatten uns anfangs für Geräte mit Funk entschieden. Diese haben den Vorteil, dass bei der Firma Ista aufläuft, wenn ein Gerät nicht funktioniert“, berichtet Kornelia Thymian. 7,15 Euro Miete und 3,06 Euro Wartung – so habe sich der Preis pro Funk-Rauchwarnmelder von 10,21 Euro zusammengesetzt.

Nun sei entschieden worden, die etwas günstigere Variante – Melder ohne Funk – zu nehmen. Ersparnis pro Gerät: 2,15 Euro. „Eine Wartung und Funktionskontrolle erfolgt nun aber nur einmal jährlich durch einen Ista-Mitarbeiter“, erklärt Kornelia Thymian den Unterschied. Warum sich die WG für das Mieten der Rauchwarnmelder entschieden hat und nicht für den Kauf, erläutert sie so: „Bei der Miete wird ein Gerät kostenfrei ausgetauscht, wenn es defekt ist, und muss nicht neu gekauft werden.“ Und noch einen Kritikpunkt möchte sie aus dem Weg geräumt wissen: „Wir haben von vielen Mietern gehört, dass Verwandte oder Bekannte in Greifswald oder Stralsund weniger zahlen würden. Das ist durchaus möglich. Aber wir sind ein kleines Wohnungsunternehmen, die Abnahme von Geräten bei den entsprechenden Firmen ist bei uns wesentlich geringer als bei den großen Wohnungsunternehmen in diesen Städten. So gestalten auch die Lieferanten ihre Preise – wer mehr abnimmt, zahlt auch weniger pro Stück.“ Bei Wartungsarbeiten gebe es keinen finanziellen Unterschied.

Allerdings zeigt sich die WG kulant: „Wenn Mieter nachweisen können, dass ihre Geräte noch Bestandsschutz haben, werden erst nach Ablauf der Frist neue Warnmelder installiert.“

Anja Krüger

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