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Projekt erfolgreich — 50000 Euro im Topf

Dorow Projekt erfolgreich — 50000 Euro im Topf

Der virtuell im Internet aufgestellte Geldtopf ist voll. Am 29. Februar war Stichtag, doch schon einen Tag zuvor war es so weit.

Dorow. Der virtuell im Internet aufgestellte Geldtopf ist voll. Am 29. Februar war Stichtag, doch schon einen Tag zuvor war es so weit. Die angepeilte Zielsumme von 50000 Euro füllte das Treuhandkonto, auf das die Gelder für Olaf Schnelles Crowdfunding flossen. „Krautulation“ gratulierte jemand spontan auf Schnelles Facebook-Seite. Das Geld braucht der Dorower Unternehmer, um den Eigenanteil für sein geplantes „Zentrum für Gemüsefermentation im Trebeltal“ zusammen zu bekommen (die OZ berichtete). „Das war schon eine große Freude und eine Erleichterung. Da habe ich erstmal eine Flasche Prosecco aufgemacht“, beschreibt Olaf Schnelle seine Gefühlslage, als auf seinem Bildschirm die Meldung „Projekt erfolgreich“ aufploppte. „Aber ob ich es heute nochmal so machen würde, weiß ich nicht“, gibt der 50-Jährige zu. „Der Aufwand war schon gewaltig. Und es funktioniert nur mit enormen Netzwerkaktivitäten.“

OZ-Bild

Der virtuell im Internet aufgestellte Geldtopf ist voll. Am 29. Februar war Stichtag, doch schon einen Tag zuvor war es so weit.

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Fermentieren

Fermentiertes Gemüse ist gesund und frei von Zusatzstoffen. Fermentation ist eine natürliche Methode, Gemüse haltbar zu machen. Seit 9000 Jahren ist bekannt, wie gesund Fermente sind. Auch Spitzenköche wissen die einzigartigen Aromen wieder zu schätzen.

Infos: www.schnelles-gruenzeug.de

Im Juli 2014 war der gelernte Gartenbauingenieur Olaf Schnelle, der vor Jahren gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Ralf Hiener durch das Unternehmen „Essbare Landschaften“ in Boltenhagen von sich reden machte, unter dem Firmennamen „Schnelles Grünzeug“ in Dorow gestartet. Spezialität des geborenen Thüringers: Anbau von Wildkräutern und seltenem Gemüse. Geliefert wird bundesweit sowie in die Schweiz an Restaurants, die Schnelles außergewöhnliche Produkte zu schätzen wissen.

Sauer macht lustig: Mit dem Fermentieren von Gemüse hat Schnelle eine uralte Methode wiederbelebt, die schon fast vergessen schien. Dabei wird Gemüse mit Salz behandelt und luftdicht abgeschlossen.

Eine schonende Methode, die zu einem gesunden und lange haltbaren Produkt führt. Für sein geplantes „Zentrum für Gemüsefermentation im Trebeltal“ rechnet Olaf Schnelle aktuell mit Gesamtkosten von rund 300000 Euro. 200000 Euro Zuschuss dafür kommen aus dem Fördertopf des Programms „Land(auf)Schwung“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Das „Restgeld“ muss der Dorower selbst zusammenbekommen. Das Crowdfunding mit einer Zielsumme von 50000 Euro, das bei Schnelle „Krautfunding“ heißt, war offenkundig die richtige Idee. Im Internet bot der Unternehmer gegen Zahlung auf sein Krautfunding-Konto fermentiertes Gemüse, Fermantations-Sets, Einkaufsgutscheine, Workshops, Seminare und anderes mehr an. Zu Preisen zwischen fünf und 2500 Euro. „Mein Auftritt in der Experimentierküche der Zeitschrift ‘Essen und Trinken‘ in Hamburg, über den auch im Internet berichtet wurde, hat mit geholfen, mein Vorhaben bekannter zu machen“, meint Olaf Schnelle. Sogar der bekannte TV-Koch Tim Mälzer habe dazu aufgerufen, ihn zu unterstützen. In der nächsten Zeit nun will Schnelle all das einlösen, wofür im Verlauf von drei Monaten von den Unterstützern im Internet gezahlt wurde. „Als nächstes werde ich alle Dankeschöns verpacken, das sind fast 500 Pakete“, erzählt Olaf Schnelle. Bis Juni, hofft er, will er damit durch sein. Den ersten der über Krautfunding bezahlten Fermentations-Workshops gibt Schnelle im Juni in Hamburg. Für einen solchen Lehrgang hat auch eine Deutsche bezahlt, die in Norwegen wohnt. „Wenn es drauf ankommt, reise ich deswegen auch nach Norwegen“, versichert Olaf Schnelle. Im April wird der Dorower „bei einem führenden Gastromagazin der Schweiz“ in Zürich als Referent bei einem Symposium auftreten. „Dabei geht es um meine Art, Gartenbau zu machen. Und ums Fermentieren.“ Es werde inzwischen auch international „schon wahrgenommen, was wir hier im Landkreis machen“, weiß Schnelle.

Sein geplantes erstes Produktionsgebäude für Fermentiertes „soll Ende des Jahres stehen“, hofft Schnelle. Zunächst als „Versuchslabor, um das Handwerk zu lernen und den Markt kennen zu lernen.“

Hauptgewerk bleibe aber noch immer „Schnelles Grünzeug“. „Ich werde meine Kunden nicht im Stich lassen“, versichert Olaf Schnelle.

Von Peter Franke

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