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Rasen statt Wohnblock

Grimmen Rasen statt Wohnblock

Bis Ende Mai ist der gesamte Rückbau in der Leningrader Straße abgeschlossen

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Der Wohnblock ist komplett abgerissen. Nun gilt es die Bausubstanz zu verladen und den Schutt abzutransportieren.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Der große Wohnblock in der Leningrader Straße 30 bis 34 ist verschwunden. Nur wenige Tage dauerte es, bis alle Mauern abgerissen waren. „Anfang Dezember 2015 hatten wir den Zustimmungsbescheid für den Komplettrückbau des 75 Wohneinheiten umfassenden Blockes erhalten“, sagt Kornelia Thymian, geschäftsführender Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Grimmen e.G. Mit 173463 Euro insgesamt werde dieser Rückbau gefördert — das sind 50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Die Genossenschaft

1957 wurde die Arbeiterwohnungsgenossenschaft Grimmen als „AWG Stadt“ in Grimmen gegründet. 1962 erfolgte die Gründung der AWG „Glück auf“.

1991 fusionierten beide zur Wohnungsgenossenschaft Grimmen e. G.

Im Bestand befinden sich 1300 Wohnungen — in Südwest, der Straße der Befreiung und der Tribseeser Vorstadt.

„Nur noch 20 Mitglieder wohnten in diesem Block“, begründete Kornelia Thymian den Abriss. Es gab keine neuen Bewerber, die Ausstattung war nicht attraktiv genug. Beispielweise wurde mit Gas gekocht, es gab keine Balkone und keine Aufzüge. Thymian: „Immer mehr Wohnungen waren nicht belegt und das rechnete sich natürlich für uns nicht.“ Denn immerhin belasteten zwei Kredite — einer wegen der Altschulden und ein zweiter aufgrund einer Teilsanierung — die Immobilie. Deshalb habe man sich umentschieden und statt des im Jahr 2002 geplanten Teilrückbaus den Komplettrückbau geprüft.

Bereits Ende Oktober 2015 sei der Wohnblock komplett freigezogen gewesen. Allen 20 Mitgliedern sei fristgerecht das Nutzungsrecht aufgrund wirtschaftlicher Gründe gekündigt worden. Umzugskosten wie zuvor in der Straße der Befreiung trug die Genossenschaft in diesen Fällen nicht, aber 18 Mieter fanden neue Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft in Grimmen, die im Vorfeld saniert und auch modernisiert wurden. „Die meisten Mitglieder haben sich durch diesen Umzug im Vergleich zur alten Wohnung verbessert“, ist Kornelia Thymian überzeugt. Nachdem der Block leer war, wurde ein Schadstoffgutachten erstellt und es erfolgte die Angebotsabfrage. „Fünf Firmen haben sich beteiligt, der Zuschlag ging an den günstigsten Anbieter“, sagt Kornelia Thymian. Zunächst mussten Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser, Strom und Fernwärme ausgebaut werden. Weil lokale Populationen von Mauerseglern und Haussperlingen festgestellt wurden, gab es eine Auflage der Naturschutzbehörde. „Wir brachten drei Mauerseglerkästen am Nachbargebäude an, so dass die Population erhalten bleibt und die Vögel ihre Einflugrichtungen beibehalten können“, informiert die Genossenschaftschefin.

Die Entkernung des Blocks habe Ende Februar begonnen und der eigentliche Abriss folgte unmittelbar anschließend. Die Baustelle und der fachgerechte Rückbau werden regelmäßig von der Umweltberatung GmbH überwacht. Wöchentlich finden Bauberatungen statt. „Mit der Entsorgung des Bauschuttes beginnen wir sofort“, plant Kornelia Thymian. Bereits am 13. April soll davon so gut wie nichts mehr zu sehen sein, um dann die Keller und Fundamente abzubauen. Thymian: „Anschließend wird das Erdreich verfüllt und Rasen gesät.“ Das gesamte Projekt soll bereits Ende Mai abgeschlossen sein. „Wir hoffen, dass es dann nicht wieder Unvernünftige geben wird, die über diese Fläche laufen oder gar mit dem Fahrrad fahren“, wünscht sich Kornelia Thymian.

Von Almut Jaekel

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