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Region um Grimmen profitiert nur bedingt vom Tourismusboom

Grimmen Region um Grimmen profitiert nur bedingt vom Tourismusboom

Die wenigen Betten, die es hier gibt, sind selbst im Sommer nicht immer komplett belegt

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An den Wochenenden ist unser Haus meist hundertprozentig ausgebucht. In der Woche gibt es auch noch freie Betten.“Christiane Opitz, Land- kulturhaus Leyerhof

Grimmen. Hätte man gestern Mittag im Internet noch ein Zimmer fürs kommende Wochenende in Grimmen oder im Umland buchen wollen, so wäre das noch möglich gewesen. Die Buchungsplattform booking.com bot zum Beispiel Doppelzimmer in der Pension „Am Stadtpark“ in Grimmen an. Auch im Golfpark Kaschow wären bei den Online-Anbietern expedia, Hotel.de oder HRS Doppelzimmer frei gewesen.

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Die wenigen Betten, die es hier gibt, sind selbst im Sommer nicht immer komplett belegt

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Nicht so im Hotel „Borgwarthof“in Oberhinrichshagen. Der ist bis Sonntag ausgebucht, wobei Chef Michael Laumen anmerkt, dass ab Montag die Hälfte der Zimmer wieder frei sei. Der große Übernachtungsboom, den Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe (CDU) erst zu Wochenbeginn vermeldete, mag wohl für die direkte Ostseeküste gelten, sagt Laumen, im Hinterland sehe es da anders aus. „Im Grunde ist die diesjährige Saison bei uns ähnlich verlaufen wie die letzte“, schätzt er ein. „Es gibt zwei Monate im Jahr, in denen das Hotel durchaus größer sein könnte.“ Da man aber das komplette Jahr sehen müsse, ergebe sich ein anderes Bild.

„Man merkt sofort, wenn in Nordrhein-Westfalen die Ferien enden“, fügt er hinzu. „Dann sind schlagartig dreißig Prozent weniger Buchungen da“. Im bevölkerungsreichsten Bundesland müssen die Kinder seit Mittwoch wieder zur Schule.

Es fällt schwer, ein generelles Übernachtungsfazit für die Gegend um Grimmen zu ziehen, weil es dort nur wenige und meist nur kleine Übernachtungsstätten gibt, sieht man einmal vom Golfhotel in Kaschow ab. Von den kleinen Herbergen sind auch nur einige bei den großen Buchungsplattformen online gelistet, über die heutzutage am meisten gebucht wird.

„Das lohnt sich bei uns nicht“, sagt Antje Hagenstein vom Gasthof „Zur Jarpenbeek“ in Grimmen. „Wir haben ja bloß vier Zimmer, und die vergeben wir direkt.“ Allerdings ist die Gasthof-Chefin mit dem Sommer hochzufrieden. Manche Tage habe auch sie sich gewünscht, ihr Haus hätte mehr Zimmer, sagt sie. Ein ausgesprochen positives Resümee zieht auch Friederike Rübcke von Veltheim vom Jagdschloss Quitzin, vor den Toren Grimmens gelegen. „Das Haus war die letzten Wochen immer voll.“. Sogar aus Brasilien verschlug es Urlauber ins kleine Dorf. Aber auch aus Österreich und der Schweiz kamen Gäste. Der Trend gehe zu Kurzurlauben bis zu drei Tagen, beobachtet Friederike Rübcke von Veltheim. Deshalb freut sich die Chefin, dass sowohl letztes als auch dieses Wochenende Hochzeitsgesellschaften ihr Jagdschloss für die Feiern auserkoren haben.

Mit Familienfeiern punktet auch Christiane Opitz im Landkulturhaus Leyerhof. Das bietet immerhin sechs Zimmer mit neun Betten an. An den Wochenenden ist das Haus meist hundertprozentig ausgebucht, sagt sie. In der Woche gibt es aber noch freie Betten. Nach Leyerhof verirrt man sich eben nicht so schnell wie nach Binz oder Sellin. Zumal das Landkulturhaus auch nicht über die großen Online-Plattformen erreichbar ist „Wir sind bislang nur bei landurlaub.de gelistet“, erklärt Christiane Opitz. Allerdings muss man nicht davon ausgehen, dass der Urlauber, wenn er denn zum Beispiel bei booking.com gebucht hat, auch hundertprozentig weiß, wo er denn Urlaub macht, auch wenn dort alle Hotels detailreich beschrieben werden, erklärt Michael Laumen vom „Borgwarthof“. Die an ihn meistgestellte Frage in diesem Sommer war nämlich die nach der Lage des Strandes. Viele Gäste hätten einfach erwartet, dass der sich in Oberhinrichshagen gleich um die Ecke befindet. Aber wer in der Hauptsaison 75 Euro fürs Doppelzimmer pro Nacht zahlt, könne doch wohl keine 1-A-Strandlage erwarten, sagt er etwas verblüfft. „Viele Leute wollen möglichst alles für möglichst wenig Geld“. Auch das ist ein Fazit.

Reinhard Amler

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