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Grimmen Sondersitzung zu Landwerken wird vorbereitet
Vorpommern Grimmen Sondersitzung zu Landwerken wird vorbereitet
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03:53 26.08.2013
Süderholz

Ein Schritt in Richtung Landwerke Süderholz ist getan: Die Gemeindevertreter beauftragten die Verwaltung per Beschluss, Vorarbeiten zu tätigen, um eine Sondersitzung des kommunalen Parlaments und der Ausschüsse vorzubereiten. Insbesondere sind erste Handlungsfelder der Landwerke zu prüfen und darzustellen, heißt es im Beschluss.

„Ich halte eine solche kommunale Gesellschaft für eine sehr sinnvolle Form“, wirbt der Süderholzer Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) für die Idee, Landwerke als Pendant zu in der Region bereits vorhandenen Stadtwerken zu gründen. Möglichkeiten aktiv zu werden sieht Benkert in Beteiligungen der Gemeinde an Windparks bis hin zu späterem Betrieb von Stromnetzen und dem Verkauf von Energie.

„Die Gründung einer eigenen Rechtsform, die im Bereich Energie tätig wird, stellt sich dabei als vorteilhaft dar“, heißt es in der Beschlussbegründung. Unternehmenszweck soll die Erzeugung von Strom und Wärmeenergie innerhalb der Gemeinde Süderholz sein.

In ihrer Diskussion verlangten die Gemeindevertreter für eine solche Sondersitzung weitere Informationen und konkrete Fakten. Hans-Jörg Lübs (CDU) forderte den Bürgermeister auf, rechnerisch verschiedene Varianten zu ergründen und auf Rentabilität zu prüfen. Lübs: „Wir betreten hier ein völlig neues Feld, haben bisher auf diesem Gebiet keine Erfahrung und müssen die Wirtschaftlichkeit und die Möglichkeiten deshalb genau unter die Lupe nehmen“. „Grundsätzlich sind die Landwerke eine gute Idee“, sagte Wotan Drescher (CDU). „Ich freue mich darauf, dass wir diesen Weg gehen.

Gleichzeitig wies er aber darauf hin, das die Gemeinde seiner Meinung nach für den Netzbetrieb zu klein sei und Süderholz sich Partner suchen müsse.

„Welche personellen Auswirkungen ergeben sich, wird es einen Geschäftsführer geben“, fragte Kerstin Notzke (Einzelbewerber). „Das komme auf die rechtliche Form des Betriebes an“, sagte Alexander Benkert. Möglichst sollte die Geschäftsführung ähnlich wie beim Eigenbetrieb der Gemeinde Süderholz in der Gemeindeverwaltung angesiedelt werden. Auch sei es möglich, Anteile an Partner bei einer langfristiger Zusammenarbeit zu veräußern, wobei die Mehrheitsbeteiligung immer in der Hand der Gemeinde bleiben soll. Möglich seien beispielsweise die Gründung einer GmbH oder einer Genossenschaft, dementsprechend gebe es unterschiedliche Gremien. Auch die Möglichkeit, sich als Gemeinde ohne Landwerke-Gründung direkt an Windkraftanlagen zu beteiligen, sei denkbar. Aber die Kommune könne die Energie dann nicht vermarkten. Günstig wäre auch, dass beispielsweise im Falle von Landwerken, Anteile ausgegeben werden könnten, mit denen sich die Einwohner beteiligen. Skeptischer sieht Maike Lass (CDU) die Pläne: „Die Windkraftbeteiligung ist sicher der einfache Teil, aber eine Netzbeteiligung stelle ich mir schwer vor“.

Mit dem einstimmig gefassten Beschluss erhielt die Gemeindeverwaltung das grundsätzliche Einverständnis zur Vorbereitung einer Sondersitzung. Generell fordern die Abgeordneten jedoch mehr und detaillierte Informationen.

Bioenergiegemeinde
Süderholz möchte Bioenergiegemeinde werden. Bereits jetzt existieren 21 Windkraftanlagen mit 0,6 MW bei Rakow, 17 Anlagen mit 2,3 MW bei Dönnie und Groß Bisdorf, acht Biogasanlagen und solare Dachanlagen mit etwa 2 MW. Zukünftig sollen noch mehr regionale Energieträger genutzt und Wärme- und Stromversorgung eines Ortes in Eigenregie betrieben werden.

Almut Jaekel

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