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Späte Nachfröste ärgern Landwirte

Grimmen Späte Nachfröste ärgern Landwirte

Getreide- und Rapsbestände rings um Grimmen (Vorpommern-Rügen) haben gut überwintert und sind weit entwickelt.

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Rapsfeld kurz vor der Blüte.

Quelle: Cassel Wolfgang

Grimmen. Darauf, dass die Nachtfröste der vergangenen Tage auf seinen Feldern keinen Schaden angerichtet haben, hofft Landwirt Detlef Notzke aus Groß Bisdorf. „Wir hatten bis -3 Grad, die Blumen haben morgens die Köpfe hängen lassen. Ob der Winterraps, der fast blüht, etwas abbekommen hat, werden wir wohl erst in ein paar Tagen sehen“, meint er.

Getreide und Raps gut über den Winter gekommen

„Wintergetreide und Raps sehen in unserer Region bisher sehr gut aus und sind an und für sich ordentlich über den Winter gekommen“, findet Christian Ehlers, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordvorpommern. Die Landwirte seien sehr zufrieden mit ihren Beständen. Die trockene Periode zu Beginn des Frühjahrs habe sich nicht negativ ausgewirkt und die Regenfälle seien gerade rechtzeitig gekommen. Für die Jahreszeit schon fast zu weit entwickelt sei deshalb der Raps. Ehlers: „Aber aufgrund der derzeitigen kühlen Temperaturen wird der Vegetationsvorsprung jetzt abgebaut.“

Probleme bei Kartoffeln und Zuckerrüben

Probleme bereitet die Kälte den Bauern, die Kartoffeln anbauen. Zum Teil kämen sie zu spät in den Boden – normalerweise geschieht das so um den 10. April . Die Pflanzkartoffeln würden im Lager nicht besser werden. „Und wo die Bestellung schon vor dem Nachtfrost begonnen hatte, könne er Schaden an den Knollen angerichtet haben. Die Niederschläge seien für die Kartoffeln auch nicht gerade günstig, da sie empfindlich auf die Feuchtigkeit reagieren. Die gleichen Probleme mit den Knollen haben übrigens auch die vielen Hobbygärtner. In Agrarbetrieben werden hierzulande Kartoffeln beispielsweise in Gransebieth und Böhlendorf angebaut. Und in Böhlendorf kamen in der vergangenen Woche 50 ml Niederschlag in wenigen Stunden vom Himmel.Ähnlich sei die Situation bei den Zuckerrüben, weiß Ehlers. Wo sie bestellt sind, werden sie durch die Niederschläge gegenwärtig eingeschlämmt, und der Frost sei eine Gefahr, wenn die jungen Triebe aus der Erde schauen.

Die Zuckerrüben hat der Groß Bisdorfer Detlef Notzke zwar schon gesät, sie hätten aber noch nicht gekeimt, so dass die Kälte ihnen nichts anhaben könne, erklärt er. Das Wintergetreide stehe top, es gäbe keine Auswinterung wie im vorigen Jahr, als dadurch etwa ein Drittel an Ertrag verloren ging. „2016 haben wir deshalb viel nachgesät – aber ohne Erfolg“, sagt Notzke. „Wenn der jüngste Frost keinen Schaden verursacht hat, können wir zufrieden sein“, sagt er und weist auf die nächsten Arbeiten hin: Düngen und dann Mais legen, sobald es dafür warm genug ist. Notzkes bauen auch Körnermais an. „Den dreschen wir selbst und bekommen ihn immer gut vermarktet“, sagt der Landwirt.

Milchproduktion adé

Abseits der Felder bewältigt Detlef Notzke gerade eine weitere Aufgabe: Im Betrieb mit seinen 550 Hektar wird auf Mutterkuhhaltung umgestellt. „Am 22. Dezember haben wir nach 30 Jahren zum letzten mal gemolken. Bei den schlechten Milchpreisen hat sich das einfach nicht mehr gelohnt“, ärgert er sich. 130 Milchkühe gehörten zum Betrieb, jetzt werden daraus 110 Mutterkühe. Und statt Milch wird Fleisch produziert.

Almut Jaekel

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