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Tourismusjahr auf Rekordkurs

Stralsund Tourismusjahr auf Rekordkurs

Die Küstenregion Vorpommern verzeichnete im ersten Halbjahr einen Übernachtungszuwachs von 7,6 Prozent

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Die vorpommersche Küste, wie hier in Binz, ist bei Urlaubern so beliebt wie nie zuvor.

Quelle: Stefan Sauer

Stralsund. Das Tourismusjahr 2016 in Vorpommern dürfte ein neues Rekordjahr werden. Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 7,6 Prozent gewachsen. Das geht aus dem aktuellen Tourismusbarometer der Sparkasse hervor, das gestern im Stralsunder Katharinenkloster vorgestellt wurde. Damit liegt die Region zwischen Fischland/Darß/Zingst und Usedom im landesweiten Vergleich der Tourismusregionen an der Spitze der Zuwachsraten. Die Mecklenburgische Ostseeküste legte um 6,3 Prozent zu. Das Binnenland mit Westmecklenburg (-3,7 Prozent) und die Mecklenburgische Schweiz sowie Mecklenburgische Seenplatte (-1,2 Prozent) verzeichneten im ersten Halbjahr dagegen Verluste. Landesweiter Durchschnitt ist ein Zuwachs von 4,6 Prozent. Rund 80 Prozent der Übernachtungen werden in den Küstenregionen gezählt.

Laut Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, sei in der Sommersaison mit mehr als zehn Millionen Übernachtungen zu rechnen. „Wir gehen davon aus, dass wir im gesamten Jahr 30 Millionen Übernachtungen überbieten“, sagte Seidel. 2015 waren es rund 29,5 Millionen Übernachtungen.

Diese Steigerung sei allerdings nicht allein der Leistungsfähigkeit der hiesigen Tourismusbranche zu verdanken. Vielmehr handele es sich um einen „Mitnahmeeffekt“, wie Mathias Feige von der dwif-Consulting GmbH, der die Zahlen vorstellte, anmerkte. Das sehr gute Sommerwetter und die Verunsicherung der Bevölkerung, die dazu führt, von Reisen ins Ausland abzusehen, seien wesentliche Gründe für das Wachstum.

Die Urlaubsgäste in Vorpommern sind darüber hinaus die Zufriedensten, so die Statistik. Auf einer Zufriedenheitsskala von 0 bis 100 liegt der Durchschnittswert bei 82,8, auf Rügen und Hiddensee sogar bei 83,2. Landesweiter Durchschnitt ist 82,5. Allerdings büßte Mecklenburg-Vorpommern seinen Spitzenplatz ein. „Bayern und Schleswig-Holstein sind bei der Gästezufriedenheit vorbeigezogen“, sagte Mathias Feige.

Deshalb sei es künftig weniger wichtig, auf quantitatives Wachstum zu setzen. „Der Wettbewerb zwingt dazu, zu fragen: Wollen wir mehr Wachstum?“, so Feige. Beispiele wie die Ablehnung des Wohnturmes in Prora durch Bürgerentscheid würden zeigen, dass auch die hier lebende Bevölkerung in dieser Frage eine wichtige Rolle spielt.

Viel eher sei es deshalb wichtig, auf Qualität zu setzen. Das beziehe nicht nur die Gästezufriedenheit ein, sondern auch die Zufriedenheit der Bevölkerung, indem beispielsweise auch andere Wirtschaftszweige vom Tourismus profitieren. Oder wie es Mathias Feige formulierte: „Was kann der Tourismus leisten, um die Menschen glücklicher zu machen.“

Ein wichtiger Schritt sei eine stärkere Digitalisierung der Tourismusbranche, so Manfred Zeiner, ebenfalls dwif-Consulting, um personalisierter und deshalb effektiver die Angebote an den Mann bzw.

die Frau zu bringen.

Auch die digitale Infrastruktur müsse ausgebaut werden. Freies WLAN am Strand sei eine Möglichkeit. Zeiner: „Die Digitalisierung ist ein Megatrend, den man nicht aussitzen kann.“

Das Tourismusbarometer

Das Tourismusbarometer der Sparkassen untersucht Trends und Entwicklungen in der ostdeutschen Tourismuswirtschaft. Gestartet wurde es 1998 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und breitete sich in den Folgejahren über Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Saarland, Rheinland-Pfalz bis nach Westfalen-Lippe aus. Von 2008 bis 2011 gab es auch eine deutschlandweite Variante auf Bundesebene.

Der jährliche Bericht ist eine Orientierungshilfe für Touristiker der jeweiligen Regionen und empfiehlt Strategien, wie sich die Tourismuswirtschaft in der Zukunft weiterentwickeln sollte bzw. könnte.

Herausgeber sind die Sparkassenverbände in Ostdeutschland, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Saarland, Rheinland-Pfalz und in Westfalen-Lippe.

Wissenschaftlich bearbeitet wird das Tourismusbarometer von der dwif-Consulting GmbH, Berlin/München. Jedes Tourismusbarometer wird auf Landesebene durch einen Beirat unterstützt.

Robert Niemeyer

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