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Unternehmen setzt auf Trockenfrüchte

Süderholz Unternehmen setzt auf Trockenfrüchte

15 Arbeitsplätze sind entstanden. Pro Tag können 20 Tonnen Äpfel verarbeitet werden.

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Ich hatte bisher täglich 130 Kilometer Fahrtweg, nun sind es nur noch 25.“Ronald Jähnke (53), Abtshagen

Süderholz. Eines der modernsten Werke Europas zur Produktion von Trockenfrüchten ist am Montag am Pommerndreieck eröffnet worden. Rund 3,6 Millionen Euro sind in die Produktionsstätte von Biosanica investiert worden, die sich auf einem 22 000 Quadratmeter großen Gelände an der Nahtstelle von Autobahn 20 und Rügenzubringer befindet. Monika Nätscher und ihr Mann Martin, Chefs bei Biosanica, hatten 2012 entschieden, den Lebensmittelpunkt der Familie nach Vorpommern zu verlegen — und am Pommerndreieck das neue Werk der Firma zu errichten, die bislang im fränkischen Himmelstadt produzierte. Das neue Trockenfrüchte-Werk ist der erste produzierende Betrieb im Großgewerbegebiet Pommerndreieck. 15 Arbeitsplätze sind entstanden. Zu den Beschäftigten gehört Anke Mielke. „Ich freue mich sehr auf die Aufgaben im Bereich der Produktion“, sagt die 45-jährige Grimmenerin. „Ich wohne in Abtshagen und hatte bisher einen täglichen Arbeitsweg von 130 Kilometern. Jetzt sind es nur noch 25 Kilometer. Ich bin überglücklich, in der Nähe einen so tollen Arbeitsplatz gefunden zu haben“, schwärmt Ronald Jähnke (53), ebenfalls neu bei Biosanica.

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Ich hatte bisher täglich 130 Kilometer Fahrtweg, nun sind es nur noch 25.“Ronald Jähnke (53), Abtshagen

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Zur Eröffnung kamen am Montag viele Gäste, zum Beispiel Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), Wirtschaftsminister Harry Glawe und Landrat Ralf Drescher (beide CDU). „Das ist eine große Sache hier am Pommerndreieck“, lobte Erwin Sellering die Biosanica-Investition. Gefördert wurde das Projekt auch vom Land. Rund 1,6 Millionen Euro flossen als Fördermittel, „über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaft, kurz GRW“, erläutert Harry Glawe. Ralf Drescher hatte noch in seiner Zeit als Süderholzer Bürgermeister die Pommerndreieck-Erschließung mit angeschoben. Es sei ein Erfolg, dass nun dort industrielle Produktion erfolge, sagt der Neuendorfer. Und: „Ich hoffe, dass weitere Ansiedelungen folgen.“ „Wir haben derzeit weitere drei Anfragen von Investoren aus den Bereichen Logistik, Metallbau und Nahrungsgüter, so dass außerdem noch 20 Arbeitsplätze entstehen könnten, in einem anderen Fall sogar fast 100“, informiert Alexander Benkert (CDU), Bürgermeister in Süderholz. Noch in diesem Jahr könne das entschieden werden. Er freue sich, dass im Fall Biosanica alle — Landkreis, Land, Wirtschaftsfördergesellschaft und Gemeinde — an einem Strang zogen. Matthias Horn, Wirtschaftsförderer beim Landkreis, betont, dass es wichtig sei, Investoren wie Martin Nätscher möglichst optimale Bedingungen zu bieten: „Wir befinden uns in einem weltweiten Wettbewerb, Polen ist in der Nähe.“ Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WfG) vermutet, dass Biosanica eine Impulswirkung haben könne: „Ich bin sehr optimistisch. „Das ist ein ganz wichtiges Ereignis für die Region“, sagt Roland Wildgans, 1. stellvertretender Bürgermeister in Grimmen. Diese Äpfel verarbeitende Firma passe genau richtig in das landwirtschaftlich geprägte Gebiet.

In einem Produktionsdurchlauf wird den Gästen am Montag erläutert, wie Bio-Äpfel zu Chips und Würfeln verarbeitet werden. Gedacht beispielsweise für Bio-Müslis. Rund 20 Tonnen Frischware können pro Tag verarbeitet werden, erläutert Monika Nätscher. Die Äpfel kommen derzeit u.a. aus Südtirol, von Rügen und aus dem Alten Land bei Hamburg. „Ich werde die ,biosanica-Manufaktur‘ in Zukunft mit Äpfeln versorgen. Diese Werk ist wirklich sehr schön geworden und ich finde es super, dass Familie Nätscher hierher gekommen ist“, erzählt bei der Eröffnung Peter Rolker vom Obstparadies Altkamp auf Rügen.

 

Christine Drabsch, Raik Mielke und Peter Schlag

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Süderholz
Die Produktionsanlage wurde mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Foto: Stefan Sauer

Bis zu 5000 Tonnen Bio-Äpfel und anderes Obst sollen in der Anlage bei Grimmen pro Jahr Chips, Würfeln und anderen Erzeugnissen verarbeitet werden.

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